Daniela KICKL

Geburtstag und -ort?
12. Juli 1970 in Wien
 
Familienverhältnisse?
Lebensgemeinschaft mit "Sweetheart" Andreas, zwei Söhne (Benedikt & Oliver)
 
Filme oder Bücher?
Beides. An Filmen mag das gemeinsame Erleben mit anderen und das kurze Abtauchen in eine andere Welt. An Büchern mag ich die intensive Auseinandersetzung mit einer Geschichte oder einem Thema.
 
Klassik oder Pop?
Mein Musikgeschmack hat sich über die Jahre entwickelt. In meiner Jugend gab es fast nur eines, und das war KISS. Ich bin nach wie vor eher dem Rock als dem Pop zugetan. Und den 60er Jahren.  Neben der Musik selbst ist bei Pop/Rocksongs oftmals der Text sehr wichtig für mich.
HEAVEN FOR EVERYONE von Queen ist da ein besonders schönes Beispiel. Aber auch DA HOFA von Wolfgang Ambros, der meiner Ansicht der beste Popsong ist, den Österreich je hervorgebracht hat.
Lange Zeit hatte ich kaum Sinn für klassische Musik, was auf meine Lehrerinnen am Gymnasium und dem Eindruck, dass diese Musik nur von verzopften Menschen gehört wird, zurückzuführen ist. "Sweetheart" hat mich diesbezüglich entstauben können und so höre ich heute ebenso gerne klassische Musik.
 
Einstellung zum eigenen Leben?
Irgendwie finde es komisch, dass ich kein richtiges Bewusstsein für mein Alter habe. Ich hatte nie Gedanken wie "Mach das nicht, dafür bist zu jung!" und noch weniger "Mach das nicht, dafür bist du alt!". Meine Kinder habe ich mit knapp 33 und 40 Jahren bekommen, als die Uni abgeschlossen war ich fast 37 und jetzt, mit beinahe 47 Jahren, habe ich mein erstes Buch geschrieben. Warum auch nicht?
Ich habe vermutlich nur dieses eine Leben und das gilt es zu nutzen.

 

Oft auch habe ich gehört "Mach das ja nicht, was werden nur die Anderen dazu sagen!" Die Anderen? Wer genau sind diese "Anderen"? Jedensfalls habe ich für mich die einzig richtig Antwort auf diese komische Aussage gefunden.
 
Für die Anderen bin ich auch eine von den Anderen!
 
Einstellung zu irgendwie allem und überhaupt?
Wir alle müssen die Dinge, die uns nicht gefallen, aufzeigen. Immer nur im stillen Kämmerlein jammern, wird nichts ändern. Nicht im Kleinen und noch weniger im Großen.
Ich bin mir nicht sicher, ob mein offizieller Beitrag APPLE INTERN tatsächlich seinen Anteil für eine bessere (Arbeits-)Welt leisten kann. Aber es besteht zumindest die Möglichkeit, denn ich habe nicht geschwiegen oder mich mit meinen Kollegen gegenseitig bemitleidet (schon auch, aber eben nicht nur).
 
Wir leben in einer Welt, in der es Vielen nicht mehr gut geht. Sei es emotional, sei es finanziell. Das liegt aber nicht an irgendwelchen naturgegebenen Umständen, die wir nicht beeinflußen können, sondern an einem von Menschen geschaffenen, falschen System. Wir Menschen scheinen nur noch Staffage und Nahrung für dieses System zu sein, obwohl wir eigentlich Zweck an sich sind.
Das ist die Definition von Menschenwürde - der Mensch ist ein Zweck an sich und darf demnach nicht einem ihm fremden Zweck unterworfen werden.

Ich denke mir auch oft, dass ich ja nur ein kleines, kaum wahrnehmbares Rädchen in diesem System bin und dass ich nichts ändern lann. Vielleicht ist das auch wirklich so. Vielleicht aber eben auch nicht!
 
Ich wünsche mir, dass man in nicht allzu ferner Zukunft mein Buch liest und dann erleichtert feststellt: Kaum zu glauben, wie es früher zugegangen ist. Gut, dass wir dieses Mittelalter hinter uns gelassen haben.

 

 

Über mich

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