#Brieferl No.63 – Reden und schweigen lassen + neues Spiel mit KHG

Lieber Cousin Herbert,

stell dir nur vor – der Herr Lepuschitz hat nicht nur nicht auf meine freundliche Frage geantwortet, er hat mich auch auf seiner Twitterseite blockiert! Das finde ich irgendwie unsportlich und fad. Aber das ist vielleicht auch nur euer neuer Stil.

Blockiert hat mich zum Beispiel der Harald Vilimsky nicht. Ihm hatte ich doch mein Beileid wegen des Champagners ausgedrückt. Er scheint da ein bisschen humorvoller und offener zu sein, als euer neuer Medienstratege.

Gestern habe ich einen interessanten Artikel gelesen. Zum Thema AUVA.
„Das gesteuerte Schweigen der Kira Grünberg“
Das ist schon irgendwie auch eine Veräppelung der Wählerschaft. Da holt sich der Basti extra medienwirksam eine Behinderte als Behindertensprecherin und dann wird diese augenscheinlich zum Schweigen verdonnert. Und was manche zu viel schweigen, plappern andere dafür plattitüdenhaft zuviel.

Heute habe ich wieder ein Interview zu „Think Austria“ gelesen.

Diese ganze Stabstelle fasziniert mich noch immer. Ich habe mal kurz die 7 Themenfelder zusammengefasst, die dort behandelt werden sollen:

1) „neue Wettbewerbsfähigkeit“
2) „neue Identität“
3) die Rolle Österreichs in der Welt und darüber hinaus im Weltraum (vermutlich „neue Rollen“)
4) „neue Leistung und Verantwortung“
5) „neues Leben“
6) alles, was das Denken der Menschen beeinflusst, etwa Kunst, Philosophie, Ethik oder Medien (vermutlich „neues Denken“)
7) „neue Wege“

Abschließend könnte man das mit „Alles Neu macht die Mei“ subsummieren.

Ich hatte nach dem Brieferl #57 – Denkangriff der monochromen Jungäpfel bei der Hotline des Bundeskanzleramtes angerufen, weil mich interessiert, was diese unfassbar innovative Stabstelle die Steuerzahler so kostet.
Der nette, aber überfordert wirkende Herr an der Hotline konnte mir leider keine Antwort geben. Also wollte ich mich verbinden lassen, aber das durfte er nicht. Das geht alles nur schriftlich, hat er gesagt. Vielleicht war ich aber auch nicht hartnäckig genug.

Nun gut. Jedenfalls habe ich heute dem stellvertretenden Leiter eine E-Mail geschrieben. Ich bin gespannt, ob und was er antworten wird.

Es kann ja leicht sein, dass ich keine Antwort bekomme. Weil die dort eventuell mir gegenüber genauso humorlos sind, wie es euer Herr Lepuschitz war.
Aber vielleicht bekommen andere interessierte und engagierte Menschen eine Antwort. Deshalb gibt es hier und jetzt das neue Spiel¹!

Wie bereits angekündigt, habe ich 3 KHGs zur Verfügung gestellt bekommen. 3 mal das lustige Gesellschaftsspiel „Korrupte haben Geld“.

Wie kann man so ein KGH-Spiel gewinnen?

Die Spiele gehen an jene 3 Personen, die die besten, interessantesten, akkuratesten oder auch skurrilsten Informationen zu „Think Austria“ herausbekommen!

Weil das sicher ein bisschen dauern kann, gebe ich allen bis 30. April 2018 Zeit. Teilnehmen kann jeder entweder durch Kommentieren dieses Blogbeitrags oder auf Facebook, Twitter oder Instagram mit dem Hashtag #ThinkLikeKHG

Lieber Cousin Herbert, wegen deiner Kontakte bist du natürlich im Vorteil, aber du darfst trotzdem gerne mitmachen.

Liebe Grüße,
Cousine Daniela

¹ Für alle Spiele hier gilt: die Gewinner werden durch eine Jury (bestehend aus mir, mir und mir) ausgewählt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

14 Antworten auf „#Brieferl No.63 – Reden und schweigen lassen + neues Spiel mit KHG“

  1. Liebe Daniela Kickl…ich fühle mich immer gleich besser wenn ich ihre Brieferl lesen durfte. Es ist so schön wenn sich intelligente Menschen zu Wort melden! Intelligenz mit ihrem leicht sarkastischen Humor macht einfach Spass. Vielen Dank für ihre Recherchen und ihren Brieferln!

  2. Liebe Daniela, etwas über Think Austria herauszufinden, dürfte sehr schwierig werden, wo sich doch das BVT praktisch in der Auflösung befindet. Daher kein Zugriff auf unsere Agenten. Was jedoch die laufenden Kosten betrifft, das ist doch sonnenklar.
    Es gibt je das “Spielgeld” für Basti, dass mit 31Millionen ja nicht gerade wenig ist. Dieses Geld wird wohl dafür verwendet werden.
    Und das wiederum geht uns gar nichts an, sagt der Basti, denn das ist schon in Ordnung so.
    Schließlich hat ja auch der Bumsti ein paar Millönchen zum Spielen bekommen, schließlich braucht “Mann” das einfach.

  3. Liebe Daniela, Ich habe auf der Website des Kanzleramtes nachgeschaut. Da habe ich einen Absatz kopiert, den ich leider noch nicht verstehe: „Unsere Rolle als Wirksamkeitsbarometer wollen wir durch regelmäßiges Benchmarking, Best Practice Analysen und Impact Assessments erfüllen.“

    Ob die dort – mir freundlich Auskunft geben und weiterhelfen?

    1. Gaaaanz sicher! Also ich würde dort auch mal anrufen. Oder noch besser – eine E-Mail schreiben. Das schafft nicht nur Aufklärung, sondern auch die Chance auf ein KHG 🙂

  4. Danke für diesen Brief er war wieder sehr unterhaltsam.Bin neugierig wie lange es Bumsti und seine Riege noch geben wir , besonders FRAU Hattinger Klein!!!👎😡

  5. Vielleicht habensdich die Denker nur verschrieben und es soll „sink“ heißen. Mal schauen wann die Ratten das hoffentlich bald sinkende oder thinkende Schiff verlassen. Leck geschlagen ist die Bande ja bereits.

  6. Guten Morgen, 😃 liebe Daniela!
    Ich bewundere alle jene Bürgerinnen und Bürger für ihren Mut und Courage „Brieferln“ zu schreiben ✍️! Jene Leute da oben 👆 sollen wissen, dass es – Gott sei Dank – noch sooo viele blitzgscheide ÖsterreicherInnen gibt in unserem kleinen Landl.
    Mach weiter so – herzlichen Dank!
    Wie kann ich persönlich hinkünftig deine „Brieferln“ erhalten? Facebook? Twitter?😁😃
    Alles Gute und wunderschönen, entspannten ☀️Tag !
    Herzlichst
    Peter aus Kärnten 🌺

  7. Liebe Daniela Kickl! Erstmal herzlichen Dank für Ihre Brieferln, die mich – obwohl doch alles zum Heulen ist – doch immer wieder zum Lachen bringen und mich aufmuntern😁. Zum Thema „Think Austria“ ein paar Gedanken von mir… Als allererstes fällt mir auf, dass es grammatikalisch richtig eigentlich „Thinking Austria“ heißen müsste, also “ Österreich denken“, also etwas, das aktiv passiert… Aber das nur by the way… Ich vermute eher einen Tippfehler! Dass nicht „Think“, sondern „Thing“ gemeint ist! Und das wär jetzt ausnahmsweise nicht englisch, sondern altgermanisch bzw altnordisch. Mit dem „Thing“ wurde in grauer Vorzeit die Volksversammlung der freien und wehrhaften Männer bezeichnet (Frauen hatten da – ebenso wie im alten Griechenland, das ja gern als „Wiege der Demokratie“ bezeichnet wird – nix zu melden). Und das Thing war irgendwann hierzulande wohl auch mal üblich, erinnern doch manche Ortsnamen immer noch an solche Versammlungsorte(wie z.B. das schöne Ostermiething in OÖ). Und freie und wehrhafte Männer – wer denkt da nicht gleich an so manche Wehrsport-Aktivitäten von Bumsti & Co…? „Honi soit qui mal y pense“, ein Schelm, wer hier Schlechtes denkt… 😁 Allerliebsten Grüße, Irmgard

  8. Und noch als Ergänzung zu meinem vorigen Posting : das Thing war lange Zeit ein Instrumentarium der Rechtssprechung. Und was dabei rauskommt, wenn freie und wehrhafte Männer Rechtssprechung ausüben, kann sich vermutlich jede/r ausmalen. PS: es heißt ja auch Rechtssprechung – und nicht Linkssprechung😉

  9. … da sollte man vielleicht dabei sein, damit wir wissen, was wir denken … ggg

    zu „Think Austria“ Auszug aus den Seminarunterlagen:
    HOME EUROPÄISCHES FORUM ALPBACH 2018
    Rechtsgespräche
    26.-28.08.2018
    Das Recht ist im Idealfall die Stütze der gesellschaftlichen Resilienz – also der Fähigkeit, Herausforderungen und Krisen zu bewältigen und sie durch den Rückgriff auf Ressourcen als Anstoß für Entwicklungen zu nutzen. Ist unser Rechtssystem so konzipiert, dass Krisenfälle rasch und effizient gehandhabt werden können?

    Wir arbeiten uns vom Allgemeinen zum Besonderen vor und fragen zunächst, auf welchen Fundamenten ein Europa der Rechtsstaatlichkeit basieren muss und wodurch dieser Grundsatz gestärkt werden kann. Wie kann das Subsidiaritätsprinzip sinnvoll umgesetzt werden? Welche rechtlichen Möglichkeiten und Folgen sind mit dem Selbstbestimmungsrecht der Völker verbunden, und was bedeutet das für Unabhängigkeitsbewegungen? Im Rahmen der Alpbacher Rechtsgespräche 2018 werden aktuelle Themen wie Migrationsbewegungen, die unser Rechtssystem unter Druck bringen, ebenso diskutiert wie die Gleichstellung von Frau und Mann in den Rechtsberufen.

    RECHTSGESPRÄCHE
    TIMETABLE AUSBLENDEN
    26.08.2018
    14:00 – 15:00 ERÖFFNUNG DER RECHTSGESPRÄCHE
    15:00 – 16:00 DAS POSTKATEGORIALE ANTIDISKRIMINIERUNGSRECHT IM DISKURS
    18:00 – 19:00 RECHTSSTAATLICHKEIT AUF DEM PRÜFSTAND
    27.08.2018
    10:00 – 12:30 BREAKOUT SESSION 20: VIELFALT ALS MITTEL GEGEN KORRUPTION – TRAUM ODER WIRKLICHKEIT?
    10:00 – 12:30 BREAKOUT SESSION 21: DEMOKRATISIERUNG DES RECHTS DURCH LEGAL TECH
    14:00 – 15:30 GEFLÜCHTETE UND MIGRANTINNEN IM SPANNUNGSFELD ZWISCHEN RECHT UND POLITIK
    16:00 – 17:30 WELCHES URTEIL ZÄHLT MEHR: DER RICHTERSPRUCH ODER DIE GESELLSCHAFTLICHE VORVERURTEILUNG?
    18:00 – 19:30 GLEICHSTELLUNGEN IN RECHTSBERUFEN
    28.08.2018
    09:00 – 10:30 SUBSIDIARITÄT AUF DEM PRÜFSTAND
    11:00 – 12:30 DIE ZUKUNFT DER EU: HERAUSFORDERUNGEN DER SELBSTBESTIMMUNG

    PARTNERS
    MEDIA PARTNER
    AS WELL AS
    PRINCIPAL PARTNERS EUROPEAN FORUM ALPBACH 2018
    EVENT PARTNERS

    lg … ich grabe weiter …

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