#Brieferl No.80 – Die große Preisvergabe für eine Handvoll Schilling

Lieber Cousin Herbert,

heute darf ich dir die besten Vorschläge zur Lösung deines Pferderl-Problems und damit auch die Gewinner der Aktion „SOS Pferdi #horses4herbie“ präsentieren. Die Entscheidung war nicht leicht, das kannst du mir glauben. Weil es so dermaßen viele Menschen gibt, die dich unterstützen wollen!

Solltest du also vielleicht doch nicht mehr allzu lange Minister bleiben dürfen, so schlage ich vor, mit der Westernshow „Für eine Handvoll Schilling“ durch das Land zu ziehen.
Ich würde extra nicht Euro nehmen, damit keine Missverständnisse wegen der Vaterlandliebe aufkommen. Und ich würde auch nur in Österreich touren. Sonst bekommst du noch Schwierigkeiten mit dem Bumsti, der doch die Personenfreizügigkeit innerhalb der EU nicht so mag.
Dass sich andere Politiker innerhalb der EU dabei auf den Kopf greifen und Bumsti gar „eine Mischung aus Phantasielosigkeit und Stimmungsmache“ unterstellen, möge uns an dieser Stelle aber nicht jucken.

Ich gratuliere nachstehenden Teilnehmern ganz herzlich zu jeweils einer Ausgabe des allseits beliebten Populisten-Quartetts.

*Trommelwirbel * bumm bumm bumm *

Gewinnerin in der Kategorie
„Es kommt ja doch auf die Größe an“:

Gewinner in der Kategorie
„Warum nur ein Problem lösen, wenn es doch so viele gibt“:

Gewinner in der Kategorie
„Ich habe das mit der Migrationsproblematik von Tieren schon durchschaut, da hat der Gottfried Waldhäusl noch in die Windeln gemacht“:

Weil wir gerade so schön am Feiern sind, möchte ich heute gleich noch zwei Preise vergeben.

*Trommelwirbel * bumm bumm bumm *

Die schon beinahe legendären „Goldenen Cojones erster Güte“ gehen an Peter Kolba (ehemals Liste Pilz). Mögen sich seine Nerven erholen und er bald weiter dafür kämpfen können, wofür wir ihn kennen und schätzen – Verbraucherschutz, Cannabis in der Medizin, Sammelklagen usw.

Wie du weißt, haben die „Goldenen Cojones“ ja einen antagonistischen Bruder, den „Sauren Apfel in Gold“.
Auch dieser wird heute verliehen und zwar an *Trommelwirbel * bumm bumm bumm * Martha Bißmann von der Liste Pilz.

Frau Bißmann hat sich in der Kategorie „Wie schaffe ich es, dass die Leute den allerallerletzten Funken Hoffnung betreffend Anstand und Idealismus in der Politik verlieren“ besonders verdient gemacht.
https://neuwal.com/2018/06/01/transkript-martha-bissmann-bei-lou-lorenz-dittlbacher-in-der-zib2/

Ein paar Auszüge aus dem gestrigen ZIB2-Interview, die ihre Verdienste verdeutlichen sollen.

„Ich würde mich aber freuen, wenn die Personen im Nationalrat bleiben, die eine Zukunft vor sich haben [….] und damit Engagement und viel Kraft und Jugendlichkeit eben an die Sache rangehen.“

Hmmm, ich verstehe. Oder auch nicht.
Ab wann genau hat man denn keine Zukunft mehr vor sich?
Gibt es genaue Altersgrenzen oder wird individuell entschieden?
Und sollte man das Konzept der Verknüpfung von Mindestsicherung und Strickausgabe großflächig anwenden und das Schenken von Stricken zum 40./50./60. Geburtstag überlegen?

Auf die Frage „Man hat das sogar in den Bereich der Korruption gerückt. Ist das das Bild, das die Liste Pilz abgeben möchte?“ war die Antwort

„Nein, aber das ist ja auch nicht richtig. Das ist juristisch völlig in Ordnung, dass eine geschäftsführende Parteiobfrau ein Gehalt bezieht in der Höhe eines Abgeordnetengehalts. Das ist ein Management-Job …“

Also das verstehe ich sofort. Ich hätte es nur besser gefunden, wenn sie gleich gesagt hätte „Hean‘s i mecht an gut dotierten Job, wenn‘s is auch beim Kurz, der Rest ist mir schnurz“. Das hätte noch mehr Ehrlichkeit ausgestrahlt.

Es gibt auch wieder einen feschen FPÖ-Einzelfall, der aber natürlich keinen Preis bekommt.
Der sympathische Herr Manuel Kamper ist nicht nur FPÖ-ler, er ist sogar bei dir im Innenministerium angestellt. Und hat bereits eine Anzeige nach dem Verbots- und Abzeichengesetz erhalten, weil er mit Flugzeugen herumspielt, die Hakenkreuze aufgemalt haben.
Damit er wenigstens irgendwas bekommt, wenn schon keinen schönen Preis von mir.

Die Gesamtoptik auf dein Ministerium ist ja mittlerweile sehr schief.

Einerseits wegen der Pferderln, die unter schief-optischen Bedingungen zum Polizeieinsatz verpflichtet werden.
https://kurier.at/chronik/oesterreich/kickls-steckenpferd-mehr-als-schiefe-optik-bei-berittener-polizei/400043554
Weiters wegen der BVT-Causa, in der man die Öffentlichkeit offenbar bewusst in die Irre führt. „DER FALL BVT IST EIN LEHRSTÜCK ÜBER DEN VERSUCH, KRITISCHEN JOURNALISMUS ZU DISKREDITIEREN”
https://www.profil.at/oesterreich/bvt-innenministerium-justizministerium-oeffentlichkeit-irrefuehren-10107208
Und dann noch, dass du dich im Bundesrat vertreten lässt. Warum eigentlich? Reitkurs? Vorbereitungen zu „Für eine Handvoll Schilling“?
https://twitter.com/Stoegmueller/status/1001909831408775168

Vermutlich gibt es das Gebäude des Innenministeriums in Wien bald als „Das Haus, das Ver-rückte hat“, das man dann schön als Attraktion vermarkten kann.
https://www.youtube.com/watch?v=3L8aFkOXjb8

Gibt‘s bei euch auch einen Passierschein A38, den man beantragen kann? Oder eher den Abflugschein A88, als interne Kurzbezeichnung für Abschiebungsbescheide?

Liebe Grüße,
Cousine Daniela

4 Antworten auf „#Brieferl No.80 – Die große Preisvergabe für eine Handvoll Schilling“

  1. Vielen Dank für den Kurzfilm das Haus der Ver rückten. Besonders schön finde ich den Abflugschen A 88. Wieso kann man da nicht die ganze Regierung einweisen? Die wären beschäftigt und wir hätten Ruhe vor ihnen! Für den lieben Cousin könnte man doch bestimmt eine kleine Reiterstaffel bestehend aus Schaukelpferden, Stabpferdene ct. bereitstellen🤗nochmals Danke für den instruktiven Beitrag 😉

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