#Brieferl No.100 – Die Route nach Schasklappersdorf

Lieber Cousin Herbert,

zur Feier unseres 100. Brieferls habe ich mir gedacht, wir besprechen heute Grundsätzliches, was die Routenplanung nach Schasklappersdorf an der Banane betrifft. Sonst bin ich ja, was Routenschließungen betrifft, neuerdings ein wenig skeptisch. Die Schließung der Route nach Schasklappersdorf erscheint jedoch mehr als nur erstrebenswert.

Bevor ich dir allerdings meinen Plan zur Routenschließung präsentieren kann, müssen wir uns anschauen, warum und wieso wir uns überhaupt auf dieser Route befinden.

1) Warum wurde die Route nach Schasklappersdorf an der Banane überhaupt angefangen?

Du erinnerst dich vielleicht an das Brieferl No.69, in dem ich dir das mir zugespielte “Original-Rezept für den Schasklappersdorfer Reichenauflauf“ präsentieren konnte.

Neben der Zutaten und Zubereitung ist es wichtig zu wissen, wann der Reichenauflauf zuzubereiten ist.

Der Schasklappersdorfer Reichenauflauf ist dann zu genießen,
wenn sich die Minderheit der Reichen ihres Reichtums
nicht mehr dauerhaft sicher sein kann.

2) Wie erhalten Basti & Bumsti die Route aufrecht?

Im Brieferl No. 74 bin ich für dich der Frage nachgegangen, warum Basti & Bumsti gar so sehr einen auf “harmonisch“ machen. Dabei hatte ich mich auf den Film “I wie Ikarus“ und daraus im Speziellen auf das dargestellte Milgram-Experiment bezogen.

Basti und Bumsti agieren, als könnte kein noch so sprudeliger Champagner, kein noch so verstaubtes Liederbuch, kein noch so satirisches Posting einen Keil zwischen die beiden treiben. „#Brieferl No.100 – Die Route nach Schasklappersdorf“ weiterlesen

#Brieferl No.95 – Wir haben schon dunklere Zeiten überstanden

Lieber Cousin Herbert,

kennst du das auch? Du bist irgendwo im nicht-deutschsprachigen Ausland unterwegs und unterhältst dich mit Mitreisenden. Irgendein Einheimischer hört dich deutsch sprechen und schließt haarscharf, dass du aus Deutschland kommst.

Ich habe diese Annahme noch jedesmal korrigiert, auch weil die Deutschen selten irgendwo beliebt sind. Diese Richtigstellungen haben dann meistens zur Folge, dass ich mir schwärmerische Urlaubserinnerungen oder verzückte Lobpreisungen zu „Sound of Music“ anhören muss.

Wenn ich morgen über den Grote Markt in Brüssel spaziere und mich als Österreicherin oute, krieg ich wahrscheinlich „Ah, seid ihr nicht die Deppen mit diesem Vilimsky?“ zu hören.
Und sollte es mich nach Tel Aviv verschlagen, werde ich am besten gleich unterirdisch gehen, um Rückfragen zu Waldhäusl und der namentlichen Registrierung von Juden, die koscheres Fleisch kaufen wollen, zu entgehen.
https://www.haaretz.com/world-news/europe/austrian-state-may-limit-kosher-meat-sales-to-registered-jews-1.6289229

Ich vermute, dass Vilimsky und Waldhäusl mal wieder auserkoren wurden, um blaue Nebelgranaten zu werfen. Damit das Wahlvolk die Maßnahmen des türkisen „Wir sparen am System und nicht bei den Menschen“ nicht als vertrotteltes Lügenmärchen identifiziert.

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#Brieferl No.94 – Das Wandern ist des Kürzers Lust

Lieber Cousin Herbert,

heute habe ich zwei Nachrichten für dich. Eine Gute und eine Schlechte. Zuerst die Schlechte.

Die ZANK (du erinnerst dich sicherlich an die „Zentralanstalt für Niveau und Kasperliaden“) hatte bereits gehofft, die Aushebung des Marianengrabens zwecks Erreichung des FPÖ-Niveaus endlich abschließen zu können. Und was ist passiert?

Da kommt der Harald Vilimsky daher und untergräbt nicht nur das Niveau auf‘s Neue, nein, er legt sogar noch nach.
Er wäre jetzt eine Art „Ischias-Experte“ geworden und hält daher an seiner „Diagnose“ eines „betrunkenen“ Jean-Claude Juncker, Präsident der europäischen Kommission, fest.
https://www.krone.at/1739868

Ich werde dich bezüglich der Fortschritte der ZANK am Laufenden halten. Allerdings glaube ich, dass die Arbeiten noch andauern werden.

Jetzt die gute Nachricht: es gibt noch einen zweiten Wandertag mit St. Sebastian, dem Kürzer! Und man kann sich dafür sogar anmelden und mitwandern.
https://secure.sebastian-kurz.at/bergauf/

Besonders gut gefällt mir das allgemeine Frühwarnsystem, das auf der Homepage angeboten wird:

Jetzt vorab eintragen und
informiert werden, wenn
Sebastian Kurz in deiner Nähe ist!

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#Brieferl No.75 – Opus Burschii

Lieber Cousin Herbert,

kennst du dieses Gefühl, wenn du etwas liest und dir denkst „Das ist das Blödeste, was mir jemals unter die Augen gekommen ist, aber zumindest ist damit der Gipfel erreicht, weil noch blöder geht es nicht“?

So trügerisch können Gefühle sein, denn täglich, beinahe stündlich werde ich eines besseren belehrt. Aber da ich denke dann immer an die legendäre Weissagung des großen Norbert Hofer und „wundere“ mich eh nicht mehr.

Hast du gestern zufällig das Interview mit deinem Parteikumpel Norbert Steger in der ZIB2 gesehen?
Ich kann meine Eindrücke nicht besser beschreiben, als es Claus Pándi (übrigens von der Basti&Bumsti-Prawda aka Kronenzeitung) bereits getan hat:

In der heutigen Presse ist der absolut allersuperbesteste Satz des gesamten Interviews niedergeschrieben:
„Auch die Frage, ob es ‚eines Stiftungsrats würdig‘ sei, von einem ‚linken Endkampf‘ im ORF zu sprechen, beantwortete der 74-Jährige nicht wirklich:“

„Erstens ist alles würdig, sonst würde ich es nicht sagen.“

Wetten über die mögliche Zukunft der Moderatorin Nadja Bernhard als Ordnerin im Kellerarchiv des Küniglbergs oder Auslandskorrespondentin am strahlenden Mururoa-Atoll werden noch angenommen. „#Brieferl No.75 – Opus Burschii“ weiterlesen

#Brieferl No.74 – Harmonisch durch die Grillsaison

Lieber Cousin Herbert,

heute habe ich noch einen hübschen FPÖ-Umfaller von einem treuen Leser bekommen.

Studiengebühren
13. September 2017FPÖ-Karlsböck: ÖVP-Forderung nach Studiengebühren inakzeptabel
15. Dezember 2017ÖVP und FPÖ wollen neue Studiengebühren einführen

 

Heute ist ja überhaupt wieder ein historischer Tag für die gemeinsame Reise nach Schasklappersdorf an der Banane. Der ORF wird nämlich gerade schön gebläut. „#Brieferl No.74 – Harmonisch durch die Grillsaison“ weiterlesen

#Brieferl No.73 – Herbeizuschaffende, Umfallende und Cojones Tragende

Lieber Cousin Herbert,

mir tun die ganzen FPÖ-Wähler mittlerweile wirklich schon leid, das muss ich sagen. Nichts, aber auch gar nichts, wovon sie selbst profitieren könnten und was ihnen versprochen wurde, wird umgesetzt.

Ich bin so frei und möchte den Weg einer Neuorientierung für FPÖ-Wähler ebnen. Deshalb habe ich mir die drei aktuellsten Umfaller angesehen.

Sicherheitspaket
26. Juni 2017, Kickl: Sicherheitspaket der ÖVP ist gefährliche Drohung und wird von der FPÖ abgelehnt!
20. April 2018Überwachungspaket von Koalition beschlossen
„Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) betonte, er sei als Ressortchef für den größtmöglichen Schutz der Bevölkerung verantwortlich.“

12 Stunden Arbeitstag
16. September 2013, Frage im Wahlchat des Kurier: Wie stehen Sie zu einem 12 Stunden Arbeitstag?
HC Strache: Eine asoziale leistungsfeindliche Idee, da dies für alle Arbeitnehmer Nettoreallohnverluste bedeuten würde.
26. April 2018,  Ist ja alles (angeblich) gar nicht so, ist ja alles (angeblich) freiwillig!

CETA
31. Jänner 2017, Strache will Volksabstimmung über Ceta und TTIP
16. Mai 2018, Türkis-blaue Regierung segnet Ceta ab „#Brieferl No.73 – Herbeizuschaffende, Umfallende und Cojones Tragende“ weiterlesen

#Brieferl No.72 – Na Na Na Hey Hey Hey Goodbye

Lieber Cousin Herbert,

in den letzten Tagen gab es viel Aufregung rund um die Zeremonien zum Gedenken an die Befreiung Österreichs. Der schweigende Basti konnte sich wieder einmal durchringen, einen Kommentar abzugeben, juchuuu!
Nein, nicht zur Politik, nicht zu seinem Koalitionspartner, nicht zu den Sammelquartieren, nicht zum angestrebten Sozialabbau – nein, zur Rede von Michael Köhlmeier.

Und dann das Geraunze seitens der FPÖler, weil sie nicht nach Mauthausen eingeladen wurden.
Glaubt ihr wirklich, dass das ewige Beteuern, man sei strikt gegen Antisemitismus in jeder Form, irgendwen hinter dem Ofen hervorlockt, wenn man gleichzeitig Burschenschafter und Küssel-Fans beschäftigt?

Nun denn, lassen wir die Vergangenheit kurz ruhen und wenden wir uns doch lieber der Reise nach Schasklappersdorf zu.
Es tut mir echt leid, dass es jetzt schon gar Ungetreue aus den eigenen Reihen gibt, die sich an dieser Reise nicht beteiligen wollen.

„Wegen der ‚unsozialen Politik‘ der FPÖ auf Bundesebene kündigte der Fraktionschef der freiheitlichen Arbeitnehmer in der AK, Franz Ebster, seinen Austritt aus der FPÖ an.“

Ich bin wirklich gespannt, wann die Wählerschaft die „unsoziale Politik“ überzuckern wird. „#Brieferl No.72 – Na Na Na Hey Hey Hey Goodbye“ weiterlesen