#Brieferl No.147 – Jahresrückblick 2018





Lieber Cousin Herbert,

das alte Jahr neigt sich dem Ende zu und auch ich möchte mich der Tradition der Jahresrückblicke anschließen. Lass uns gemeinsam frohlocken ob der schönen Dinge, die passiert sind. Ich bin ein Fan der Gerechtigkeit und Fairness, weshalb ich kein einziges Mitglied der Bundesregierung unbeachtet lassen kann.

Gernot Blümel – Kanzleramtsminister für EU, Kunst, Kultur und Medien

Allzu viel sah und hörte man ja nicht von ihm, wenngleich er zumindest in der Sendung “Im Zentrum“ den Schweigekanzler vertreten hat, als “die Regierungsspitze und die Chefinnen der drei Oppositionsparteien“ am 16. Dezember zum Thema “Ein Jahr Regierung“ diskutierten.

Funfact: Unser Blümerl ist nicht nur Kanzleramtsminister, sondern auch ÖVP-Landesparteiobmann in Wien. Die Wiener ÖVP hatte im November 2017 den letztlich einstimmigen Beschluss (mit)gefasst, dass das Umweltbundesamt in Wien verbleiben soll.

Welche Beweggründe es auch immer waren, jetzt ist alles anders und die läppischen 46 Millionen Euro werden in die türkis-blauen Hände genommen.

Schön jedenfalls, dass er die neue Mindestsicherung zielsicher , weitsichtig und eloquent auf den Punkt gebracht hat. Daher ist sein Zitat des Jahres:

„Es geht um mehr Gerechtigkeit.
Wer arbeitet, darf nicht der Dumme sein“

Juliane Bogner-Strauß – Kanzleramtsministerin für Frauen, Familien und Jugend

Sie war gerade erst 7 Monate im Amt, schon trudelte eine Rücktrittsaufforderung ein. Und nicht von irgendwem, sondern vom Frauenvolksbegehren. „#Brieferl No.147 – Jahresrückblick 2018“ weiterlesen

#EU28wks – Woche 21 – Slowenien

Als eines von 10 Ländern trat Slowenien am 1. Mai 2004 der Europäischen Union bei.

Was ich über Slowenien außer der Eckdaten wie der Hauptstadt Ljubljana und dem Faktum, dass es ein Nachbarland Österreichs ist? Ich gestehe: nix. Es hat sich nie ergeben, dass ich in Slowenien war, weshalb ich auch mit keiner persönlichen Geschichte aufwarten kann. Und erfinden tu ich keine.

Habe ich mir gedacht, dann suche ich eben nach berühmten Slowenen, die ich kenne und die irgendeine Bedeutung für mich haben. Fehlanzeige.

Wenn ich “Slowenien“ höre, dann habe ich den Jörg Haider vor Augen, wie er höchstpersönlich im Kampf gegen die zweisprachigen Ortstafeln, jene eigenhändig wie medienwirksam verrückt hat.

https://ktnv1.orf.at/stories/88204

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(Foto aus ORF-Link)

Na immerhin.

Als Preis gibt es diese Woche eine MAXI-CD „BE MY FRIEND“ von NO BROS zu gewinnen.

Viel Spaß beim Kramen in Slowenien-Erinnerungen 🙂

Der Dienstweihnachtsbaum-Erlaß des BMI





„Der Dienstweihnachtsbaum-Erlaß“
für Polizeireviere in Österreich aus dem Jahre 2018

Dienstweihnachtsbäume sind Weihnachtsbäume natürlichen Ursprungs oder natürlichen Weihnachtsbäumen nachgebildete Weihnachtsbäume, die zur Weihnachtszeit in Diensträumen aufgestellt werden.

Abschnitt 1: Aufstellen von Weihnachtsbäumen

Dienstweihnachtsbäume dürfen nur von sachkundigem Personal nach Anweisung des unmittelbaren Vorgesetzten aufgestellt werden.
Dieser hat darauf zu achten, daß:

a) der DwBm (Dienstweihnachtsbaum) mit seinem unteren, der Spitze entgegengesetzten Ende, in einen zur Aufnahme von Baumenden
geeigneten Halter eingebracht und befestigt wird
b) der DwBm in der Haltevorrichtung derart verkeilt wird, daß er senkrecht steht
c) im Umfallbereich des DwBm keine zerbrechlichen oder durch umfallende DwBm in ihrer Funktion zu beeinträchtigenden Anlagen vorhanden sind.

Abschnitt 2: Behandeln der Beleuchtung

Die DwBm sind mit weihnachtlichem Behang nach Maßgabe des Dienststellenleiters zu versehen. „Der Dienstweihnachtsbaum-Erlaß des BMI“ weiterlesen

#EU28wks – Woche 22 – Tschechien

Als eines von 10 Ländern trat Tschechien am 1. Mai 2004 der Europäischen Union bei.

Als Jahrgang 1970 kannte ich noch die Tschechoslowakei, die wie Ungarn hinter dem eisernen Vorhang von Österreich getrennt und Teil des Ostblocks war.

Die Hauptstadt Prag soll ausnehmend schön sein, jedoch durfte ich bisher nie so weit ins Landesinnere vordringen. Excalibur City, im “Niemandsland“ zwischen dem österreichischen Kleinhaugsdorf und dem tschechischen Znojmo gelegen, sowie Znojmo selbst, waren zu Einkaufszwecken meine einzige Berührung mit tschechischem Boden.

Viele Menschen, die dem tschechischen Boden entstammen, egal ob es damals noch Böhmen oder eben Tschechoslowakei hieß, haben mein Leben beeinflußt. „#EU28wks – Woche 22 – Tschechien“ weiterlesen

#Brieferl No.146 – Weihnachtsamnestie





Lieber Cousin Herbert,

Advent und Weihnachten sind doch nicht nur eine besinnliche Zeit, in der ich immer das Gefühl habe, dass die meisten Menschen ein Spürchen netter sind, sondern auch die der Weihnachtsamnestie.

Im vergangen Jahr waren 13 Personen in Österreich davon betroffen.
https://derstandard.at/2000071068766/13-Begnadigungen-dank-Weihnachtsamnestie

Ich will zu Weihnachten auch besonders nett sein und spreche daher Begnadigungen aus.

Begnadigung No.1: KHB

Sie, die sie das Gelbe im faulen Regierungsei ist, und nicht nur nicht mit dem schönen KHG verwechselt werden darf, sondern auch für “Keine Heuchelt Besser“ steht, bedarf unbedingt der Begnadigung.

Im Ö1-Interview zu “Änderungen beim Mutter-Kind-Pass“ hatte sie, unter Aufbringung sämtlicher Kompetenz, folgendes von sich gegeben:

“Gerade bei den psychosozialen – ähhh – Faktoren ist das die Herausforderung, wenn die Mutter beispielsweise Süchtlerin oder Alkoholikerin ist.“

Da hat sie wahrscheinlich wieder ein paar Sachen vergessen, die Gute. Beispielsweise, dass sie mit einer Reporterin und nicht mit der Nachbarin spricht. Interessant auch, dass Alkoholikerinnen offenbar keine “Süchtlerinnen“ sind, weil Alkohol vermutlich im Sinne der Gastfreundschaft, wie auch das Rauchen, ein Kulturgut darstellt. „#Brieferl No.146 – Weihnachtsamnestie“ weiterlesen

#EU28wks – Woche 23 – Ungarn

Als eines von 10 Ländern trat Ungarn am 1. Mai 2004 der Europäischen Union bei. Seit kurzem (ich verwende ja neuerdings lieber “unlängst“, aber in diesem Fall passt es) darf der amtierende Ministerpräsident Viktor Orbán sogar Pate für die “Orbanisierung“ sein.

Da freut sich das Österreicherherz besonders, wenn die deutschen Nachbarn über “Die Orbanisierung Österreichs“ betreffend Druck auf die liberale Demokratie berichten.

Wo sind die Zeiten aus Kindertagen, als ich den ungarischen Grafen Andrássy in den Sissi-Filmen anhimmeln konnte? Wahrscheinlich war Andrássy der erste Mensch aus Ungarn, den ich “kannte“.

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#Brieferl No.145– Die Ruinen von Schasklappersdorf





Lieber Cousin Herbert,

heute habe ich dir etwas besonders Aufregendes mitgebracht.

Auf mir nicht näher bekanntem Wege wurde mir das historische Dokument “Die Ruinen von Schasklappersdorf“ aus dem Jahr 2200 zugespielt. Es ist eigentlich ein Museumsführer, der an die Zeit der “Ruhmlosen Bastarde“ erinnern soll.
Der angloamerikanische Raum hatte offenbar die “Inglorious Basterds“ von Quentin Tarantino zum Vorbild für die Namensgebung herangezogen, um den Herrschern von Schasklappersdorf eine würdige Bezeichnung zu verleihen.

Hier habe ich die wichtigsten Passagen dieses Führers für dich exklusiv zusammengefasst.

Der Medienraum

Im ersten Raum des Museums darf sich die Besucher*in an Informationen zur Schasklappersdorfer Medienlandschaft erfreuen.

Sie finden hier Ausgaben der Zeitschriften “Wochenblick“, die als “Desinformationsprojekt am rechten Rand“ dem Schasklappersdorfer Innen- und Pferdeminister gerade genug war, um neues Personal für die damalige Polizei, später “Ordnungspolizei“, zu rekrutieren.

Daneben erwartet die Besucher*in das Monatsmagazin “Alles Roger?“, das wegen der “antisemitischen Tendenzen“ auch zu den bevorzugten Rekrutierungsmedien zählte. „#Brieferl No.145– Die Ruinen von Schasklappersdorf“ weiterlesen

#Brieferl No.144 – Ali, Basti und die rechten Räuber


Lieber Cousin Herbert,

wir müssen unbedingt noch ein paar Dinge besprechen, die in den letzten Tagen ans Tageslicht gekommen sind. Wie beispielsweise die“chaotischen Zustände“ bei der berittenen Polizei.

Ich weiß schon, dass du lieber von einem blauen Geheimdienst träumst und vor allem dein Hauptaugenmerk auf “wie verhindere ich Asylberechtigte“ legst. Die Idee, dass alle, die mit einem“Schlepper“ ins Land kommen dann kein Asyl bekommen, hat ja ausnehmend viel Potential.

Weil du dann, wie schon im September dargestellt, den Begriff “Schlepper“ausdehnen kannst, quasi auf alle. Auf Rettungsschiffe beispielsweise. Hat den unschlagbaren Vorteil, dass dann eh genau keiner mehr asylberechtigt ist. Ob sich das mit der EMRK oder sonstigen Gesetzeswerken in Einklang bringen lässt, ist dir vermutlich schnuppe.

https://twitter.com/KURIERat/status/1040678546744791040

Also schau halt wenigstens, dass das mit den Pferderln gut funktioniert. Ist ja eh schon peinlich genug, dass Österreich jetzt Polizeipferde hat, da sollte das wenigstens reibungslos klappen. „Es gab weder Futter, Sättel noch geeignete Reiter für die angekauften Pferde. Die Anlage wurde übernommen ohne Schaufel oder Geräte für die Pflege“.

Da braucht‘s jetzt nicht die großen Pferdeexperten, um erahnen zu können, dass so Viecherln auch was zu Essen brauchen, oder? Aber bitte.

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#Brieferl No.143 – Stören – und Leichtfried


Lieber Cousin Herbert,

allerallerherzlichste Gratulation zu deinem 24. Gesamtplatz im Ranking jener 28 Menschen, die Europa 2019 „formen, erschüttern und aufrühren“ werden. Auch fast wieder etwas, worauf wir alle stolz dürften, wäre da nicht klitzekleine Kleinigkeit, dass du in der Subkategorien “Störer“ auf dem ehrenwerten 5. Platz in jener der “Störer“ zu finden bist.

Vermutlich hattest du noch gar nicht die Zeit, dir den Artikel genauer anzusehen, weshalb ich dir die besten Zeilen hier präsentiere.
Wegen deines Gfretts mit dem BVT und des Rundmails betreffend “kritischer“ Medien kam man zu dem Schluß:

In many parts of Europe, such missteps would trigger a minister’s resignation.

Kickl has become something of an embarrassment.

The minister is a personification of the dangers the far right poses to democracy.

Du wirst jetzt wahrscheinlich scharf nachdenken, was du tun kannst, damit du in der Liste der “Störer“ auf Platz 1 kommst. Ein „schlankerer, gemeinerer Steve Bannon“ ist jedenfalls schon ein guter Ansatz.

Besagter Steve Bannon, ein Rechter, dem nachgesagt wird, er sei ein Anhänger der Ideologie von der Überlegenheit der weißen Rasse, ist jedenfalls vor allem von unserem Basti begeistert.

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#EU28wks – Woche 24 – Zypern

Als eines von 10 Ländern trat die Republik Zypern am 1. Mai 2004 der Europäischen Union bei. Die Republik Zypern umfasst nicht die gesamte Insel, die nach Sizilien und Sardinien die Drittgrößte im Mittelmeer ist. Obwohl der nördliche Teil der Insel, die Türkische Republik Nordzypern, international nicht anerkannt ist, zählt er de jure zur EU, de facto aber nicht.

Die höchste Berg Zyperns ist der Olymp, der mit 1.952 Metern zwar um knapp 1.000 Meter niedriger ist als der Sitz der Götter am griechischen Festland, aufgrund der Namensgleichheit jedoch sicherlich schon bei dem einen oder anderen Touristen für Verwirrung gesorgt hat.

Ich selbst durfte bisher noch nie in Zypern verweilen, aber zumindest kannte ich einmal einen griechischen Zyprioten. Dieser war nämlich der Tanzpartner meiner besten Freundin, mit der ich 1987 und 1988 gemeinsam auch die Tanzschule besucht hatte. Immerhin etwas. Auffallend für mich war, dass er sich stets explizit als “griechischer“ Zypriot bekannt gemacht hatte.

Berühmte Zyprioten konnte ich auch nicht viele finden, Aphrodite gilt meines Erachtens wegen der Göttlichkeit nicht wirklich. Aber zumindest sind die Väter von Cat Stevens, der jetzt Yusuf Islam heißt, und George Michael griechische Zyprioten gewesen.

Jeder wird hiermit wieder herzlich eingeladen, sich mit lustigen, berührenden oder skurrilen Geschichten zu beteiligen. Entweder direkt auf meiner Homepage unter dem Artikel, auf Facebook in den Kommentaren oder auf Twitter mit dem Hashtag #EU28wks.

Diesmal konnte ich 2 Karten für das Programm „HOMO IDIOTICUS – eine Kulturgeschichte des Trottels“ von und mit Michael Niavarani ergattern. 

Und zwar für Mittwoch, 9. Jänner 2019 um 19:30 Uhr im Globe Wien Theater, Marx Halle, Karl-Farkas-Gasse 19, 1030 Wien.

Viel Spaß beim Kramen in Zypern-Erinnerungen 🙂