#EU28wks – Woche 8 – Irland

Am 1. Januar 1973 trat Irland gemeinsam mit Großbritannien und Dänemark der damaligen Europäischen Gemeinschaft bei.

Wir haben hier in Irland den entzückendsten Präsidenten, den die Welt je gesehen hat. Er ist sich nicht zu gut, sein Bares selbst und eigenhändig aus dem ATM (Bankomat) zu holen.

https://www.irishexaminer.com/ireland/pictures-of-michael-d-higgins-queuing-for-atm-creates-a-stir-on-social-media-263268.html

Er war auch der erste irische Staatsmann, der nach Kuba eingeladen wurde. Und das deshalb, weil er die sozialen Errungenschaften wie das ausgezeichnete Gesundheitssystem gelobt hatte.

https://www.thejournal.ie/michael-d-higgins-cuba-3239200-Feb2017/ „#EU28wks – Woche 8 – Irland“ weiterlesen

#Brieferl No.174 – Deppen, Beidln und ein Gummirückgrat de Luxe

Lieber Cousin Herbert,

immer wieder frage ich mich, welche Qualifikationen man genau und konkret braucht, um einer der 183 Auserwählten zu werden, die uns, das Volk, im Nationalrat vertreten.

Spontan würden mit ein paar Dinge in den Sinn kommen: gute (Aus)Bildung, keine Vorstrafen oder Verurteilungen, gute Umgangsformen und wenn möglich einen halbwegs festen Charakter. Das wären irgendwie die Mindestanforderungen. Ist eigentlich nicht zu viel verlangt, oder?

Dass die Ausbildung irrelevant ist, wissen wir dank seiner Kürzlichkeit. Vorstrafen oder Verurteilungen stellen offensichtlich auch kein Hindernis dar und gute Umgangsformen sind lieb, aber sicher nicht notwendig.

„Jetzt siehst wenigstens amoi, was das für Beidln san.“

Mit “Beidln“ sind laut FPÖ-NR-Abgeordneten Wolfgang Zanger übrigens “Betriebsräte“ gemeint.
Auch der Dominik Nepp, seines Zeichens Wiener Vizebürgermeister, hat sich niveauvoll hervorgetan und von Demo-Deppen auf Twitter geschrieben.

 

 

Vielen herzlichen Dank an die beiden Herren!

Sie sorgen dafür, dass die “Zentralanstalt für Niveau und Kasperliaden“ ZANK ihren Auftrag, den Marianengraben zwecks Erreichung FPÖ-Niveaus auszuheben, weiter legitimieren kann. Du kannst dich sicher an Brieferl No.52 erinnern, in dem ich dir von diesem Vorhaben erzählt hatte. „#Brieferl No.174 – Deppen, Beidln und ein Gummirückgrat de Luxe“ weiterlesen

#Brieferl No.173 – Frotzelei, Oschassln und eine Einladung

Lieber Cousin Herbert,

über deinen Auftritt am Sonntag im “Frühstück bei mir“mag ich gar nicht viel schreiben, weil doch der Kurier eh alles so schön unter dem Titel “10 Dinge, die wir über Herbert Kickl nie wissen wollten“ zusammengefasst hat.

Ich war ja tapfer und habe es mir angehört. Später, versteht sich, denn während das Programm lief, war ich gerade auf der Sonntagsdemo in Hohenems und habe eine Rede geschwungen.
Nach der Sendung fragte ich mich, ob du aufgrund deiner Liebe zu Irland eine Einladung von mir erhoffst. Ich will mal nicht so sein. Wenn wir gemeinsam ein kleines Video drehen, in dem du einen Irish Dance nach diesem Vorbild hinlegst, dann bin ich geneigt, eine Einladung auszusprechen. Da wir ja jetzt wissen, dass du superst fit bist und schon unzählige Triathlons erfolgreich hinter dich gebracht hast, sollte das keine Herausforderung für dich darstellen.

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#EU28wks – Woche 9 – Griechenland

Griechenland ist bereits seit 01.01.1981 Mitglied der Europäischen Union, die damals noch die Europäische Gemeinschaft war.

Endlich kann ich auch mal wieder aus eigener Erfahrung etwas berichten, auch wenn ich noch nie im Festland-Griechenland, sondern lediglich auf der Insel Rhodos war. Am kuriosesten waren definitiv die dort urlaubenden Engländer, deren unprofessioneller Umgang mit der Sonneneinstrahlung sie von zartrosa bis dunkelrot leuchten ließ.

Die Akropolis in Lindos war sicherlich eines der kulturellen Highlights.

http://www.rhodos-travel.com/akropolis.htm

Ebenso wie die Stadt Rhodos, deren Stadtmauern mich sehr fasziniert haben. Und natürlich die Hafeneinfahrt, in welcher der Koloss, eine Abbild des Sonnengottes Helios, gestanden haben soll.

Der Koloss von Rhodos

Griechenland, die Wiege der Demokratie, ist so voll von Persönlichkeiten, die uns persönlich wie als Menschheit weitergebracht haben, dass ich gar nicht weiß, wo ich beginnen soll. „#EU28wks – Woche 9 – Griechenland“ weiterlesen

#Brieferl No.172 – Bastimon Go

Lieber Cousin Herbert,

endlich nimmt sich die FPÖ eines Themas an, das wichtiger nicht sein könnte: Die Abschaffung der Rundfunkgebühren.

Ach, ich sehe sie schon wieder jubilieren, die FPÖ-Fans. “Jo genau, Schluss mit den Zwangsgebühren. Ist eh alles nur Schrott, was die senden. Und außerdem schau ich sowieso nie ORF!“

Ach, ich sehe schon rosige Zeiten auf die Zuschauer zukommen, wenn das Geld für den ORF direkt aus dem Steuertopf kommt. Was freilich etwas völlig anderes ist, als wenn man direkt bezahlt.
Weil es ist ja dann natürlich viel weniger. Oder mehr. Je nachdem, welche Sendungen halt finanziert werden sollen. Man könnte durchaus der Ansicht sein, dass die Einflussnahme der Politik im Rahmen einer steuerfinanzierten Variante um einiges als bisher höher ist. Um das Vorhaben der Bevölkerung dennoch schmackhaft zu machen, habe ich hier ein paar Sendungsvorschläge für den neuen, von Zwangsgebühren befreiten ORF ausgearbeitet.

1) Eins, Zwei oder Drei – du musst dich entscheiden, 3 Zellen sind frei

Bevor jemand in Sicherungshaft genommen wird, muss er in die neue Fernsehshow. Das ist unterhaltend und außerdem kennt gleich jeder Zuseher das Gesicht des Unholds. Was wichtig ist, für den Fall, dass er nach 18 Monaten doch wieder frei kommt.

Natürlich bleibt zu wünschen, dass die Sicherungshaft langfristig gesehen nicht nur für Asylwerber, sondern für alle zugänglich wird. Damit es mit den Kandidaten nicht zu fad wird.

Wie wir von Karoline Edtstadler wissen, ist ja die „öffentliche Ordnung“ bereits gestört, „wenn jemand durch besondere Gewaltbereitschaft auch in der Kommunikation mit Behörden auftritt“. Das lässt so viel Spielraum, dass schon ein unbedachtes Götzzitat die Verhaftung bewirken kann.

Der Kandidat muss zuerst Fragen beantworten, die sich auf die glorreichen Mitglieder der Regierung beziehen. Zum Beispiel: “Welches ist das Lieblingspferd des Innenministers?“ „#Brieferl No.172 – Bastimon Go“ weiterlesen

#Brieferl No.171 – Das Pendel und die Empörungsresistenz

Lieber Cousin Herbert,

heute besprechen wir wieder einmal ein paar grundsätzliche Angelegenheiten. Weil ich nämlich wieder einmal sauer bin.

Ich bemerke schon die längste Zeit, dass mir etwas fehlt. Und weißt du, was das ist? Das, was man gemeinhin als “normal“ oder “Mittelmaß“ empfindet.

Egal, wohin man schaut, egal, was man liest, es gibt nur dunkelschwarz oder blendendweiß.

Das blödeste Beispiel dafür habe ich Anfang März gelesen. Ein Parteikollege von dir hatte gemeint: „Wir sind alle mit Spielzeugwaffen im Kinderfasching aufgewachsen und ich bin der Meinung, dass es uns nicht geschadet hat.“

https://derstandard.at/2000098902434/FPOe-Abgeordneter-verteidigt-Spielzeugwaffen

Sein Statement haben wir der Forderung der Kinderfreunde zu verdanken, die wiederum der Ansicht sind, dass kein Kind eine Waffe im Fasching tragen darf, weil “Pistolen, Schwerter und Gewehre die Ursache für unendlich viel Leid auf der ganzen Welt sind.“

https://www.kinderfreunde.at/News/Newsarchiv/Faschingszeit-ist-Kinderfreundezeit

Die einen sind also der Ansicht, dass jedes Ritterschwert einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit gleichkommt, während die anderen mit dem fragwürdigen “hat uns auch nicht geschadet“-Argument wieder alles gutheißen.

Das Empörungspendel schlägt in beide Richtungen aus. Die Unterscheidung zwischen einem echten Kriegsspielzeug und einer Waffe, die zu einem Kostüm gehört, wird nicht getroffen. Warum auch.
Es ist doch viel einfacher, eine extreme Position einzunehmen und damit die vermeintliche Klientel zu bedienen, als auch nur annähernd mitzudenken! „#Brieferl No.171 – Das Pendel und die Empörungsresistenz“ weiterlesen

#EU28wks – Woche 10 – Portugal

Portugal ist gemeinsam mit Spanien am 01.01.1986 der Europäischen Gemeinschaft (EG) beigetreten. Der Vertrag von Maastricht lag noch in weiter Ferne und mit ihm die EU, wie wir sie heute kennen.

Auch in Portugal war ich noch nie. Aber zumindest kenne ich Portugiesen. Mir persönlich gefällt das Portugiesische nicht sonderlich. Aber als bekennender Fan von “Love actually – Tatsächlich Liebe“ höre ich die Sprache zumindest einmal im Jahr in der Vorweihnachtszeit.

Außerdem kann man das sowieso immer anschauen, weshalb ich DIE Szene in Portugal herausgesucht habe …

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#Brieferl No.170 – Bus, Pfründe, Galopp und der brutale Richterhammer





Lieber Cousin Herbert,

unlängst (“vor kurzem“ sage ich nimmer, da krieg ich neuerdings immer so ungute Zustände) habe ich wieder so tolle Sachen gefunden, es ist eine regelrechte Freude. Und die will natürlich mit dir teilen:

1) Der Kampagnenbus

Das Verkehrsministerium, geführt von FPÖ-Norbert “wir werden uns noch alle wundern“ Hofer braucht unbedingt einen Bus, um die Kampagne “Lass Drogen nicht ans Steuer“ ordentlich durchführen zu können.
Verständlich, gibt es doch aus verkehrstechnischer Sicht kein wichtigeres Thema. So wie “Abbiegeassistent“ oder “Alkohol am Steuer“ beispielsweise.

Rein zufällig erging der Auftrag im Wert von 132.000 Euro an eine Werbeagentur, die mehrheitlich einem FPÖ-Bezirksrat gehört. Ich finde ja, dass die Optik ein wenig schief ist, aber das sicherlich nur meine Einschätzung.

2) Mit Schwups-Geschwindigkeit in die neuen Pfründe

Ach, was war es schön, als im April 2017 (also noch keine zwei Jahre her) deine Parteikollegin Dagmar Belakowitsch-Jenewein (jetzt nur noch Belakowitsch) folgendes betreffend des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger verlautbaren ließ:

“Eine Entpolitisierung des Hauptverbandes von der Spitze abwärts wäre im Sinne des Gesundheitssystems und aller Versicherten dringend geboten.“

Stimmt ja auch. Nicht derjenige, der zufällig oder gar absichtlich einer gerade amtierenden Partei angehört, sollte wichtige Funktionen bekleiden, sondern es sollte mehr nach echter Qualifikation gehen.

Das hat den FPÖ-Fans sicherlich wieder gefallen, als sie von den “schwarz-roten Pfründen“ gesprochen hatte, nicht wahr? „#Brieferl No.170 – Bus, Pfründe, Galopp und der brutale Richterhammer“ weiterlesen

#Brieferl No.169 – Die Schwups-Geschwindigkeit

Lieber Cousin Herbert,

kennst du es auch? Egal, was und wie du machst, es passt nicht. Da wird immer geschrieben, es gäbe in Österreich keine ordentliche Opposition. Dann bezieht die Opposition mal ganz klipp und klar Stellung, dann passt es auch wieder nicht.

Oder aber, was auch sein könnte: man sucht ein fesches Wort, mit dem man Aufmerksamkeit erhaschen kann.
Na bitte, dann will ich mal nicht so sein und seiner Kürzlichkeit den Gefallen tun und von der “Fundamentalopposition“ berichten. Die ortet er nämlich, weil man sich der angedachten “Sicherungshaft“ nicht anschließen möchte.

Ich finde “Fundamentalopposition“ ausnehmend gelungen. Da schießen einem gleich die “Fundamentalisten“ in den Kopf, deren Ruf jetzt auch nicht das Gelbe vom Ei ist.

Weißt du, was mir an Sebastian Kurz wirklich und ehrlich gut gefällt? Es ist dieses ewige “Dafür habe ich absolut kein Verständnis“.

Ich glaube ihm ja tendenziell wenig bis nix, aber DAS glaube ich ihm sofort. Woher soll er es denn auch haben, das Verständnis? Das gibt‘s genauso wenig im Supermarkt zu Kaufen wie die Polizisten. Und diese weise Erkenntnis habe ich wiederum von dir, oh großer Cousin!

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