#EU28wks – Woche 19 – Polen

Als eines von 10 Ländern trat Polen am 1. Mai 2004 der Europäischen Union bei.

Polen gehört zu jenen Ländern, die ich auch noch nie besucht habe. Ich kannte und kenne aber viele Polen, die ich immer ausnehmend nett und sympathisch empfand.

Die ersten Polen hatte ich 1982 kennengelernt, die in jener steirischen Pension untergebracht waren, in der wir unsere Osterferien verbrachten. Sie waren nach der Ausrufung des Kriegsrechts im Dezember 1981 und der Verhaftung Lech Walesas aus ihrem Land geflüchtet.

http://www.erinnerungsort.at/thema11/u_thema5.htm

Ich erinnere mich sehr lebhaft daran, dass sie so unglaublich zuversichtlich waren, voller Hoffnung auf eine bessere Zukunft im “freien“ Westen. „#EU28wks – Woche 19 – Polen“ weiterlesen

#EU28wks – Woche 20 – Slowakei

Als eines von 10 Ländern trat die Slowakei am 1. Mai 2004 der Europäischen Union bei.

Das erste Mal, als ich die Slowakei besuchte, war noch zu Zeiten der Tschechoslowakei. Das besonders Aufregende an der Angelegenheit war nicht nur, dass wir uns als Familie tapfer hinter den “eisernen Vorhang“ gewagt hatten. Es war vielmehr die Art und Weise der Anreise.

Auf der Donau fahren noch heute Tragflügelboote regelmäßig zwischen Wien und Bratislava, und ein solches war es auch, das Klein-Daniela irgendwann Ende der 1970er schwerstens beeindruckt hat.

Wie auch bei anderen “Ostblock“-Besuchen war es die dargebotene “Normalität“, die mir Kopfzerbrechen bereitete. Wie konnte es sein, dass die Menschen nicht geknickt oder depressiv durch die Stadt schlenderten, wenn ich doch aus dem Fernsehen und Zeitungen wusste, dass im “Ostblock“ alles ganz schrecklich sei?
Gut, in den Kaufhäusern gab es vielleicht nicht das gleiche reichhaltige Angebot wie in Österreich. Aber so unter aller Sau, wie ich mir alles vorgestellt hatte, war es bei Weitem nicht. „#EU28wks – Woche 20 – Slowakei“ weiterlesen

#EU28wks – Woche 21 – Slowenien

Als eines von 10 Ländern trat Slowenien am 1. Mai 2004 der Europäischen Union bei.

Was ich über Slowenien außer der Eckdaten wie der Hauptstadt Ljubljana und dem Faktum, dass es ein Nachbarland Österreichs ist? Ich gestehe: nix. Es hat sich nie ergeben, dass ich in Slowenien war, weshalb ich auch mit keiner persönlichen Geschichte aufwarten kann. Und erfinden tu ich keine.

Habe ich mir gedacht, dann suche ich eben nach berühmten Slowenen, die ich kenne und die irgendeine Bedeutung für mich haben. Fehlanzeige.

Wenn ich “Slowenien“ höre, dann habe ich den Jörg Haider vor Augen, wie er höchstpersönlich im Kampf gegen die zweisprachigen Ortstafeln, jene eigenhändig wie medienwirksam verrückt hat.

https://ktnv1.orf.at/stories/88204

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(Foto aus ORF-Link)

Na immerhin.

Als Preis gibt es diese Woche eine MAXI-CD „BE MY FRIEND“ von NO BROS zu gewinnen.

Viel Spaß beim Kramen in Slowenien-Erinnerungen 🙂

#EU28wks – Woche 22 – Tschechien

Als eines von 10 Ländern trat Tschechien am 1. Mai 2004 der Europäischen Union bei.

Als Jahrgang 1970 kannte ich noch die Tschechoslowakei, die wie Ungarn hinter dem eisernen Vorhang von Österreich getrennt und Teil des Ostblocks war.

Die Hauptstadt Prag soll ausnehmend schön sein, jedoch durfte ich bisher nie so weit ins Landesinnere vordringen. Excalibur City, im “Niemandsland“ zwischen dem österreichischen Kleinhaugsdorf und dem tschechischen Znojmo gelegen, sowie Znojmo selbst, waren zu Einkaufszwecken meine einzige Berührung mit tschechischem Boden.

Viele Menschen, die dem tschechischen Boden entstammen, egal ob es damals noch Böhmen oder eben Tschechoslowakei hieß, haben mein Leben beeinflußt. „#EU28wks – Woche 22 – Tschechien“ weiterlesen

#EU28wks – Woche 23 – Ungarn

Als eines von 10 Ländern trat Ungarn am 1. Mai 2004 der Europäischen Union bei. Seit kurzem (ich verwende ja neuerdings lieber “unlängst“, aber in diesem Fall passt es) darf der amtierende Ministerpräsident Viktor Orbán sogar Pate für die “Orbanisierung“ sein.

Da freut sich das Österreicherherz besonders, wenn die deutschen Nachbarn über “Die Orbanisierung Österreichs“ betreffend Druck auf die liberale Demokratie berichten.

Wo sind die Zeiten aus Kindertagen, als ich den ungarischen Grafen Andrássy in den Sissi-Filmen anhimmeln konnte? Wahrscheinlich war Andrássy der erste Mensch aus Ungarn, den ich “kannte“.

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#EU28wks – Woche 24 – Zypern

Als eines von 10 Ländern trat die Republik Zypern am 1. Mai 2004 der Europäischen Union bei. Die Republik Zypern umfasst nicht die gesamte Insel, die nach Sizilien und Sardinien die Drittgrößte im Mittelmeer ist. Obwohl der nördliche Teil der Insel, die Türkische Republik Nordzypern, international nicht anerkannt ist, zählt er de jure zur EU, de facto aber nicht.

Die höchste Berg Zyperns ist der Olymp, der mit 1.952 Metern zwar um knapp 1.000 Meter niedriger ist als der Sitz der Götter am griechischen Festland, aufgrund der Namensgleichheit jedoch sicherlich schon bei dem einen oder anderen Touristen für Verwirrung gesorgt hat.

Ich selbst durfte bisher noch nie in Zypern verweilen, aber zumindest kannte ich einmal einen griechischen Zyprioten. Dieser war nämlich der Tanzpartner meiner besten Freundin, mit der ich 1987 und 1988 gemeinsam auch die Tanzschule besucht hatte. Immerhin etwas. Auffallend für mich war, dass er sich stets explizit als “griechischer“ Zypriot bekannt gemacht hatte.

Berühmte Zyprioten konnte ich auch nicht viele finden, Aphrodite gilt meines Erachtens wegen der Göttlichkeit nicht wirklich. Aber zumindest sind die Väter von Cat Stevens, der jetzt Yusuf Islam heißt, und George Michael griechische Zyprioten gewesen.

Jeder wird hiermit wieder herzlich eingeladen, sich mit lustigen, berührenden oder skurrilen Geschichten zu beteiligen. Entweder direkt auf meiner Homepage unter dem Artikel, auf Facebook in den Kommentaren oder auf Twitter mit dem Hashtag #EU28wks.

Diesmal konnte ich 2 Karten für das Programm „HOMO IDIOTICUS – eine Kulturgeschichte des Trottels“ von und mit Michael Niavarani ergattern. 

Und zwar für Mittwoch, 9. Jänner 2019 um 19:30 Uhr im Globe Wien Theater, Marx Halle, Karl-Farkas-Gasse 19, 1030 Wien.

Viel Spaß beim Kramen in Zypern-Erinnerungen 🙂

#EU28wks – Woche 25 – Bulgarien

Gemeinsam mit Rumänien trat Bulgarien am 1.1.2007 der EU bei. 2014 wurde der europäische Arbeitsmarkt für Rumänen und Bulgaren geöffnet, was unser Bumsti gar nicht gut fand.

https://www.trend.at/news/oesterreich/strache-arbeitsmarktoeffnung-bulgaren-rumaenen-369909

Bulgarien zählt ebenso zu jenen Ländern, in denen ich noch nie war und vermutlich auch nie sein werde.
Immerhin hatte ich in der 4. Klasse Volksschule eine entzückende Klassenkameradin aus Bulgarien namens Dimi. Sie war insofern ein wichtiger Meilenstein in meinem Leben, als sie über eine ältere Schwester verfügte, die wiederum begeisterte wie regelmäßige Leserin der Zeitschrift “Bravo“ war.
Mir war schon damals klar, dass man mit umfassender Bildung nicht früh genug beginnen kann.

Obwohl BVLGARI zwar “Bulgarier“ bedeutet, hat der italienische Juwelier nichts mit Bulgarien zu tun. Im Zuge des Schreibens dieser Zeilen habe ich mir erstmals auf dessen Homepage die Schmuckstücke angesehen. Der Hinweis bei den richtig schönen Stücken, man möge einen Termin vereinbaren, unterstützt meinen Unerschwinglichkeits-Verdacht. „#EU28wks – Woche 25 – Bulgarien“ weiterlesen

#EU28wks – Woche 26 – Rumänien

Gemeinsam mit Bulgarien trat Rumänien am 1.1.2007 der EU bei. 2014 wurde der europäische Arbeitsmarkt für Rumänen und Bulgaren geöffnet, was unser Bumsti gar nicht gut fand.

https://www.trend.at/news/oesterreich/strache-arbeitsmarktoeffnung-bulgaren-rumaenen-369909

Weder war ich jemals in Rumänien, noch weiß ich sonderlich viel über dieses Land. Zumindest hatte mein Auto in Österreich ausgezeichnete und nette Mechaniker, die aus Rumänien waren.

Für mich ist Rumänien immer für zwei Dinge berühmt gewesen: das Delta, in dem unsere Donau ins schwarze Meer mündet und Transsylvanien. Transsylvanien finde ich wesentlich spannender, was wir Bram Stoker und seinen Geschichten um Graf Dracula zu verdanken haben. Und „jenseits des Waldes“ ist faktisch alles möglich.
Der Name “Siebenbürgen“ gefällt mir ja nicht so, weil da der mystische Flair, der mit Vlad Dracul einhergeht, perdu ist. „#EU28wks – Woche 26 – Rumänien“ weiterlesen

#EU28wks – Woche 27 – Kroatien

Kroatien ist das bisher jüngste Mitglied der Europäischen Union, und zwar seit dem 1. Juli 2013. In der Eurozone ist Kroatien noch nicht mit von der Partie, weil die Konvergenzkriterien noch nicht erreicht sind. Auch beim Schengener Abkommen, das die Reisefreiheit innerhalb zwischen den Ländern ohne Grenzkontrollen erleichtern soll, ist Kroatien noch nicht dabei.

Andererseits soll es gerüchteweise Länder geben, die zwar im Schengenraum sind, aber dennoch wieder Grenzkontrollen einführen. Was vermutlich daran liegt, dass so manche Routenschließung nicht so geklappt hat, wie deren Schutzheiliger das gerne erzählt.

Ich selbst war ein einziges Mal in Kroatien auf Urlaub, etwa 1981 oder 1982, als das Land noch Teil Jugoslawiens war. Die Autofahrt von Wien nach Pula war lang und aufregend gewesen und hatte mich mit einem Schriftzug konfrontiert, der mich zutiefst beeindruckt hat:

http://www.kroatien-netz.de/kroatien-foto-75819.htm?image_id=75819&mode=search

Ich stellte mir die Frage, was wohl an diesem Tito so besonders war, dass er dermaßen bedacht wurde. Eine äquivalente Ehrung am Schneeberg oder Großglockner für Bruno “Sonnenkönig“ Kreisky dachte ich an, verwarf die Idee jedoch mangels familiärer Zustimmung wieder. „#EU28wks – Woche 27 – Kroatien“ weiterlesen

#EU28wks – Woche 28 – Das Vereinigte Königreich

Ist es Zufall oder Schicksal, dass die 28 Wochen bis zur Wahl des europäischen Parlaments am 5. November starten?
Und dass die Nummer 28, die es wohl bald nimmer in der EU geben wird, das Vereinigte Königreich ist?

Remember, remember!
The fifth of November,
The Gunpowder treason and plot;
I know of no reason
Why the Gunpowder treason
Should ever be forgot!

Den Mann hinter dem Gunpowder Plot ist Guy Fawkes.
Wegen seines Vorhabens, so sagt man sich, er ist der einzige Mann, der je mit ehrlichen Absichten ins Parlament ging.

Ich selbst habe vom Gunpowder Plot durch den Film “V wie Vendetta“ erfahren. Früher habe ich dieses Meisterwerk mit der Distanz einer in einem stabilen, demokratischen Staatsgefüge eingebetteten Bürgerin durchaus beklemmend empfunden.
Wenn ich ihn mir heute Abend, wie an jedem 5. November, wieder anschauen werde, dann mit dem Wissen, dass faschistische Dystopie auch wieder zur bitteren Realität werden kann.

Das Vereinigte Königreich trat am 1. Jänner 1973 gemeinsam mit der Republik Irland der Europäischen Union bei. Sie waren damit Nummer 8 und 9 seit Gründung der EU, auch wenn sie damals noch die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft war. „#EU28wks – Woche 28 – Das Vereinigte Königreich“ weiterlesen