#EU28wks – Woche 17, 16, 15 – EE, LV, LT

Die drei baltischen Staaten Estland (mit der Hauptstadt Tallinn), Lettland (Riga) und Litauen (Vilnius) sind die letzten im Bunde jener 10 Staaten, die am  1. Mai 2004 der Europäischen Union beigetreten sind.

Alle drei Staaten haben sowohl das Schengener Abkommen ratifiziert als auch den Euro als Währung.

Für mich persönlich sind diese drei Länder sogenannte „Songcontestländer“. Obwohl ich ihn eigentlich nicht sonderlich mag, schaue ich mir jedes Jahr den Eurovision Song Contest an.

Und dort erfahre ich dann immer etwas über diese drei Länder, die ich niemals bereist habe und vermutlich auch nie bereisen werde.

Egal ob sie für dich auch „Songcontestländer“ sind oder du sie bereist hast – unter den Kommentatoren wird die dritte und letzte signierte Promo CD von NO BROS verlost 🙂

Viel Spaß bei deinen baltischen oder songcontestlichen Erinnerungen 🙂

 

Eine Antwort auf „#EU28wks – Woche 17, 16, 15 – EE, LV, LT“

  1. Also mit Songcontest hab ich’s nicht so – den letzten sah ich, als unsere Tochter Teenager war.
    Aber ein Besuch in Riga, wo einer meiner unzähligen Brieffreunde lebt, war gleich nach der ‚Wende‘ ein echtes Highlight unter unseren Reisen in alle Winkel der Welt.
    In Riga gab es Hotels, aber ‚am Land‘ war das schon nicht durchgängig der Fall. Wir fuhren im Mietauto nach vorher festgelegter Route, klapperten Sehenswürdigkeiten ab, trafen – überraschend viele deutsch sprechende Letten und alle waren mehr als hilfsbereit. In einer Polizeistation, wo ich nach dem Weg zu einem Naturrreservat fragte, war die Reaktion preiswürdig. Ein Polizist setzte sich ins Polizeiauto und forderte uns auf, ihm zu folgen. Er brachte uns zu einer Schule, ging mit uns in die Direktion – wir wurden aufgefordert Platz zu nehmen und zu warten. Nach einiger Zeit kam eine junge Lehrerin und meinte, sie würde uns zum Naturreservat führen. Wir fuhren bei ihr zu Hause vorbei, weil sie den Kindern Bescheid geben wollte, daß sie noch eine Besorgung machen würde. Dann gings in ein wunderbares Reservat mit einem Kiefernwald, wo auch riesige Holzskulpturen zu bewundern waren, wir deutliche Spuren von Bibern sahen und wo sie uns in einer der Flußbiegungen ein lettisches Lied sang, das von den hohen Lößwänden als Echo zurück geworfen wurde – ein fast außerirdisches Erlebnis.
    Am nächsten Teilabschnitt der Fahrt war kein Hotel, keine Pension, kein Privatzimmer zu finden. Wir landeten in einer Kneipe (also, das Bier war kein Grund, einen Lettlandbesuch zu planen) und fragten dort nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Ein nur wenig deutsch sprechender Mann brachte uns zu einem hübschen Holzhaus – das Vereinslokal des ‚Deutschen Klubs‘, wo es auch ein Gästezimmer gab. Wir bekamen den Hausschlüssel, verbrachten die Nacht dort und lieferten den Schlüssel am nächsten Tag in der Kneipe ab. Geld wollte niemand dafür. Ich hab von zu Hause ein dickes Paket Zeitungen und Zeitschriften geschickt, weil der Lesestoff im Klub ungefähr fünf Jahre alt war.
    Mein Brieffreund brachte uns in sein Heimatdorf, wir lernten die ganze Familie kennen, seine Mama schenkte mir ein Paar Walinki (hohe, gefilzte Stiefel) und wir sahen auch, wie frisch gebrannte Keramik aus dem Ofen genommen wurde. Am Heimweg besuchten wir noch ein großes Freilichtmuseum, das allerdings noch nicht offiziell geöffnet war – mein Brieffreund machte es möglich. Riga war schon damals erstaunlich restauriert und erstrahlte im Glanz der vielen Jugendstilbauten.
    Und die anderen beiden baltischen Länder stehen auch noch auf der ‚To Do‘ Liste, die muß aber eventuell ins nächste Leben mitgenommen werden.

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