#EU28wks – Woche 25 – Bulgarien

Gemeinsam mit Rumänien trat Bulgarien am 1.1.2007 der EU bei. 2014 wurde der europäische Arbeitsmarkt für Rumänen und Bulgaren geöffnet, was unser Bumsti gar nicht gut fand.

https://www.trend.at/news/oesterreich/strache-arbeitsmarktoeffnung-bulgaren-rumaenen-369909

Bulgarien zählt ebenso zu jenen Ländern, in denen ich noch nie war und vermutlich auch nie sein werde.
Immerhin hatte ich in der 4. Klasse Volksschule eine entzückende Klassenkameradin aus Bulgarien namens Dimi. Sie war insofern ein wichtiger Meilenstein in meinem Leben, als sie über eine ältere Schwester verfügte, die wiederum begeisterte wie regelmäßige Leserin der Zeitschrift “Bravo“ war.
Mir war schon damals klar, dass man mit umfassender Bildung nicht früh genug beginnen kann.

Obwohl BVLGARI zwar “Bulgarier“ bedeutet, hat der italienische Juwelier nichts mit Bulgarien zu tun. Im Zuge des Schreibens dieser Zeilen habe ich mir erstmals auf dessen Homepage die Schmuckstücke angesehen. Der Hinweis bei den richtig schönen Stücken, man möge einen Termin vereinbaren, unterstützt meinen Unerschwinglichkeits-Verdacht.

Es gibt tatsächlich zwei berühmte Bulgarier, deren Wirken wir alle kennen. Zum einen wurde Christo, der Meister der verhüllenden Kunst, 1935 im bulgarischen Gabrovo geboren.

Ein zweiter, der unser aller Leben noch mehr beeinflusst hat, ist Carl Djerassi. Er ist nicht nur ein schönes Beispiel für Multinationalität, was sich in einem jüdischen Vater aus eben Bulgarien, einer jüdischen Mutter aus Wien, seinem Geburtsort, und seiner nachmaligen amerikanischen Staatsbürgerschaft manifestiert.

Warum er für uns alle besonders wichtig war ist, dass er der “Vater“ bzw. die “Mutter der Antibaby-Pille“ war. Womit sich der Kreis zum aufklärenden Dr. Sommer-Team schließt.

https://www.nw.de/kultur_und_freizeit/literatur/literatur/20896692_60-Jahre-Bravo-Das-waren-die-skurrilsten-Fragen-an-Dr.-Sommer.html

Jeder wird hiermit wieder herzlich eingeladen, sich mit lustigen, berührenden oder skurrilen Geschichten zu beteiligen. Entweder direkt auf meiner Homepage unter dem Artikel, auf Facebook in den Kommentaren oder auf Twitter mit dem Hashtag #EU28wks.

Als Preis für alle Teilnehmer gibt es diese Woche ein signiertes Exemplar von “Lieber Cousin Herbert … Beritten nach Schasklappersdorf“ zu gewinnen.

 

 

 

 

 

 

 

Viel Spaß beim Kramen in Bulgarien-Erinnerungen 🙂

2 Antworten auf „#EU28wks – Woche 25 – Bulgarien“

  1. Bulgarien ist sehr wohl eine Reise wert! Und ist ganz billig mit den lokalen Bussen zu bereisen, wenn man mit einem Bus Wien-Sofia erst einmal dort gelandet ist. Sofia selbst ist so, wie man sich vorstellt, daß die Hauptstadt des Landes aussieht. „Europäisch“ in der 1. Reihe, ‚bulgarisch‘ in der zweiten und dahinter. Witoscha, Sofias Hausberg, soll sogar an manchen Tagen einen Blick auf die Hauptstadt erlauben. Weiter ins Zentrum des Landes findet man überall Unterkünfte (so man seinen Anspruch anpassen kann). Veliko Trnovo ist ein hübsches, altes Städtchen mit einigen Highlights. Weiter nach Varna und Nessebar, wo frau Mühe hat, zwischen Heerscharen von Touristen aus aller Welt ein Sofaplätzchen zu finden, um dort Kaffee zu trinken. Dafür entschädigen die Kuppelgräber der Thraker. Erstaunt hört man, daß Briten, Japaner und neuerdings Chinesen alles an Land aufkaufen, was erhältlich ist. Auf der Rückreise ist ein Ausflug ins Rosental vorgesehen, samt Rosenblätter-Ernte, Rosenfest und allem Pipapo. Pech, daß frau die einzige Regenperiode bis zum Spätherbst erwischt, die alles entfallen läßt. Nur blöd, daß diese Rundreise nur deswegen geplant und durchgeführt wurde. Ersatzweise werden die Pyramiden von Stob gesucht, gefunden und für ziemlich außergewöhnlich befunden. Die höchst beeindruckenden Rila-Klöster bilden einen würdigen Abschluß, ehe es von Sofia wieder nach Wien geht. Fein, daß wenigstens die Kirschen-Saison nicht ausließ, Maulbeeren zuhauf überall gefunden wurden und das mit den Rosenblättern klappt ja vielleicht im nächsten Leben.

  2. Ein weiterer gebürtiger Bulgare ist Elias Canetti. Er ist in Russe geboren . In einem seiner autobiografischen Werke schildert er seine Kindheit in Russe und das friedliche Zusammenleben der orthodoxen, muslimischen, jüdischen und katholischen Communities. Erst im „Bravo“-Alter ist er nach Wien übersiedelt.
    1938 ist er nach England geflohen und hat die britische Staatsbürgerschaft angenomen.
    1981 wurde ihm der Literaturnobelpreis verliehen. Ab da erinnerte man sich in Wien wieder gerne des „Altösterreichers Canetti“.
    Im übrigen bin ich der Meinung, dass Ihre Texte wunderbar zutreffend sind und Lachen eine wichtige püolitische Waffe ist.
    liebe Grüße Richard HUbmann

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