#EU28wks – Woche 8 – Irland

Am 1. Januar 1973 trat Irland gemeinsam mit Großbritannien und Dänemark der damaligen Europäischen Gemeinschaft bei.

Wir haben hier in Irland den entzückendsten Präsidenten, den die Welt je gesehen hat. Er ist sich nicht zu gut, sein Bares selbst und eigenhändig aus dem ATM (Bankomat) zu holen.

https://www.irishexaminer.com/ireland/pictures-of-michael-d-higgins-queuing-for-atm-creates-a-stir-on-social-media-263268.html

Er war auch der erste irische Staatsmann, der nach Kuba eingeladen wurde. Und das deshalb, weil er die sozialen Errungenschaften wie das ausgezeichnete Gesundheitssystem gelobt hatte.

https://www.thejournal.ie/michael-d-higgins-cuba-3239200-Feb2017/

Was mich wieder daran erinnert, dass ich im Jahr 2000 Kuba besuchte und dort Halsschmerzen bekam, weil ich nämlich trotz Regens und niedriger Temperaturen im Hotelpool war. In Santa Clara ging ich eine Apotheke und erklärte mittels Handzeichen und Lateinkenntnissen meine Beschwerden. Ich bekam ein Fläschchen mit ausgezeichnetem Eukalyptusöl. Und obwohl überall im Land nur zu gerne US-Dollars genommen wurden, war dies in dieser Apotheke nicht der Fall. Ich hatte aber keine Pesos. Aber anstatt mich fortzuschicken, wie das wohl jede normale Apotheke getan hätte, haben sie mir die Medizin einfach geschenkt.

Irland macht sich langsam frei von der jahrzehntelangen Vormachtstellung der katholischen Kirche und liberalisiert sich. Am 22.Mai 2015 wurde die Möglichkeit zur gleichgeschlechtlichen Ehe freigegeben – per Volksentscheid!

https://de.wikipedia.org/wiki/Verfassungsreferendum_%C3%BCber_die_gleichgeschlechtliche_Ehe_in_Irland_2015

Die Ersten, die geheiratet hatten, hießen übrigens Cormac Gollogly and Richard Dowling.

https://www.irishtimes.com/news/social-affairs/congratulations-first-same-sex-marriage-takes-place-in-ireland-1.2433169

Am 25. Mai 2018 wurde ein weiterer Meilenstein per Volksentscheid gesetzt, nämlich die Legalisierung der Abtreibung. Zuvor war diese nämlich nur möglich, wenn das Leben der werdenden Mutter in ernster Gefahr war.

https://de.wikipedia.org/wiki/Referendum_%C3%BCber_die_Abschaffung_des_Abtreibungsverbotes_in_Irland_2018

Am 28. Oktober 2018 wurde schließlich per Volksentscheid die Strafbarkeit von Blasphemie aus der Verfassung entfernt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Referendum_zum_37._Verfassungszusatz_in_Irland_2018

Einer der wichtigsten Gallionsfiguren war übrigens Stephen Fry, der in einem Interview 2015 auf die Frage, was er Gott sagen würde, wenn er klopfend an der Himmelstüre stünde, folgendes zur Antwort gab:

“I’d say, bone cancer in children? What’s that about?

How dare you? How dare you create a world to which there is such misery that is not our fault. It’s not right, it’s utterly, utterly evil.

Why should I respect a capricious, mean-minded, stupid God who creates a world that is so full of injustice and pain.

That’s what I would say.“

https://www.independent.co.uk/news/world/europe/stephen-fry-blasphemy-god-ireland-confronted-by-met-a7722191.html

Zum Abschluss möchte ich noch ein Video beifügen, das Irland zeigt, wie man es sich vorstellt – und es tatsächlich ist.

Unter allen, die uns hier auch an ihren Erinnerungen oder Assoziationen teilhaben lassen, wird ein Exemplar des neuen Populisten-Quartetts verlost.

Die Besonderheit: Herbert K. Ist endlich wie wohlverdient mit dabei.

Viel Spaß mit Irland 🙂

Eine Antwort auf „#EU28wks – Woche 8 – Irland“

  1. Ja, genau so ist Irland und noch ein bißl schöner, weil ein Video ja auch wirklich nicht alle Schönheiten zeigen kann. Sonst würde es ja auch keinen Tourismus geben. Ich kann ja gar nicht alles aufzählen, was mir an Irland so gefällt, also nur die allerallerwichtigsten Dinge. Die alten Kultstätten, die wunderbaren Steinkreuze, die uralten Steinmauern entlang den Straßen und Weiden, die schönen Herrenhäuser, der blühende Ginster, die beeindruckenden Cliffs, der sagenhafte Ring of Kerry mit seinen Rhododendren und uralten Bäumen, die zauberhaften Elfenplätze und vieles mehr. Schwierig fand ich jedesmal das einhören, weil mein Englisch mit dem irischen Englisch ungefähr soviel gemeinsam hat wie das wienerische Deutsch mit dem vorarlbergerischen Deutsch. Als Anmerkung: das Essen war nicht der Grund unseres mehrmaligen Besuchs.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.