#WK3Kriegstagebuch – Eintrag No.3 – Eine kleine Hommage an X





Liebes WK3-Kriegstagebuch,

noch immer leben wir mit Friede, Freude und Eierkuchen. Na fast zumindest. Aber dazu komme ich später.

Stell dir nur vor, liebes Tagebuch …. ich Volltrottel habe ich mich aus TwitterX ausgesperrt! Besonders peinlich, weil ich ja selbst seit Ewigkeiten in der IT tätig bin und genau weiß, was Sache ist, welche Gefahren lauern und welche hinterhältigen Fallen von gemeinen Ungustln dem vertrauenswürdigen Menschen gestellt werden.

Ich hatte eine persönliche Nachricht via TwitterX-Messenger erhalten. Von jemandem, mit dem ich schon öfter geschrieben hatte. Mit der Bitte um Hilfe bei einer Abstimmung für einen interessanten Posten.
Nun habe ich bereits öfters bei diversen Abstimmungen mitgemacht. Es kam mir nicht verdächtig vor. Hätte es aber müssen! Man sollte eben nicht in der gewohnten Multitasking-Manier mehrere Dinge zeitgleich erledigen und dann fröhlich herumklicken, ohne nachzudenken.

Aber – und das ist meine emotionale Rechtfertigung vor meinem von mir selbst schwer enttäuschten intellektuellem Ich – ich hatte Vertrauen. Vertrauen in TwitterX und Vertrauen in den Absender. Ich sollte es besser wissen!

Eine Frage des Vertrauens

Ich habe kaum noch Vertrauen. Nicht in die Politik, nicht in die Gesellschaft, wie sie uns präsentiert wird, und am allerwenigsten in die herkömmlichen Medien. Wahrscheinlich spielt dies sogar eine gewichtige Rolle. Denn je weniger Vertrauen es auf der einen Seite gibt, desto gieriger hechelt man vertrauenswürdigen Umständen auf der anderen Seite hinterher.

Während meiner TwitterX-Absenz wollte ich vieles kommentieren, aber es war ja nicht möglich!

Ich habe eines bemerkt: TwitterX ist viel mehr für mich geworden – als eine schnöde, auswechselbare Plattform. Es ist jener Ort, von dem ich meine persönlich zusammengestellten Nachrichten beziehe. Und wo ich „meine Leute“ habe, mit denen ich mich austauschen kann.
Mir haben sogar die Nervensägen gefehlt, über die ich mich meistens ärgere.

Was tun ohne X?

Was habe ich armes Trottelwürstchen gemacht, als mir TwitterX versperrt war?

Ich habe zuerst nur auf orf.at geschaut. Bist du deppert, da schaut man in einen Abgrund der plumpen Propaganda, dass man sich am Ende dieser unfreiwilligen, weil notgedrungenen Reise am Rande einer schweren Depression befindet.
Ich weiß aber auch, dass diese Erfahrung wohl nur für wenige Menschen gilt. Ich hatte mich ja auch notgedrungen wieder einmal auf Facebook herumgetrieben und da einen Account entdeckt, der sich mit dem Vermächtnis der Vera Birkenbihl beschäftigt.

Also bin ich vermutlich eher alleine damit. Oder auch nicht. Vielleicht bin ich auch eine der Wenigen, die sagt, wie es ihr ergangen ist. Und nicht einfach wieder zurück kommt und so tut, als wäre nichts geschehen.

Überhaupt wird es Zeit, noch und viel mehr zu sagen, dass des Kaisers neue Kleider eben genau kein Prachtgewand sind, sondern dass dem armen Kerl das letzte Hemd geraubt wurde und er nun nackert seine Geschäfte erledigt.

Es ist egal, auf welches Thema man schaut, es kann einem eigentlich nur noch schlecht werden.
Der ORF macht auf Kriegspropaganda und berichtet von der nächsten russischen Drohne, die EU-Gebiet attackiert, und zwar am 29. Mai 2026, 11.19 Uhr (Update: 29. Mai 2026, 15.20 Uhr)

In diesem Artikel werden zitiert:

Das Verteidigungsministerium in Bukarest
Rumäniens Außenministerin Oana Toiu
Rumäniens Präsident Nicusor Dan
NATO-Sprecherin Allison Hart
Der US-Botschafter bei der NATO, Matthew Whitaker
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha
Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP)
Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS)

Wer wird nicht befragt? Genau, die Russen!

Am 30. Mai 2026 wird auf TwitterX ein Video des rumänischen Präsidenten veröffentlicht, in dem er erklärt, dass die Drohne am Weg in die Ukraine gewesen war und von der Ukraine vom Kurs abgebracht worden war.
Großer Artikel darüber am ORF? Natürlich nicht!

Henry Nowak

Irgendwann hat auch der ORF den Fall Henry Nowak für sich entdeckt. Aber erst, als das Video der Polizei-Bodycam in UK für Aufruhr gesorgt hat. Vorher nicht. Am 2. Juni 2026, 19.16 Uhr.

Interessant bei diesem ersten Artikel sind zwei Dinge:
1) Ausgerechnet der ORF, der uns sonst bei jeder Gelegenheit mit der neuen Sprache behelligt und z.B. von Dorfbewohnerinnen und -bewohnern, Schülerinnen und Schülern und selbstverständlich Studierenden faselt, verwendet hier „Student“.
2) Nirgends wird sein Name Henry Nowak geschrieben.

Henry Nowak wurde am 3. Dezember 2025 ermordet. Zwischen seinem Tod und dem ersten Artikel des ORF liegen also 181 Tage.

Am 25. Mai 2020 verstarb George Floyd. Auch im Rahmen eines Polizeieinsatzes. Da waren sie alle flotter, auch der ORF.
Zwischen dem Tod von Floyd und dem ersten ORF-Bericht lagen genau 27 Stunden und 40 Minuten.

Und ganz oben steht bereits das Wesentliche:

„Ein weißer Polizist in der Stadt Minneapolis drückt sein Knie mehrere Minuten lang auf den Hals eines schwarzen Verdächtigen, der wiederholt um Hilfe fleht, bevor er das Bewusstsein verliert.“

Leser meines Buches „Schöner leben ohne Arschkarten“ kennen die Namen Tony Timpa und Jonathan Salcido.

Was ich an TwitterX liebe und für mein Seelenheil brauche ist die Möglichkeit zur Widerrede. Nicht, dass es immer was nützt.

Aber ich werde die Verfälschung von Fakten durch Weglassen nicht hinnehmen, sofern ich es besser weiß.

Und hier weiß ich es besser! Denn ich habe mir das Video der Bodycam angeschaut (leider) und auch in voller Länge angehört, was sein Vater zu sagen hatte.

Ich bin heilfroh, wieder auf TwitterX zu sein, meine Leute um mich zu haben und vor allem weiter die Stimme erheben zu können!

Denn so geht es nicht weiter.

Ich muss dich jetzt leider enttäuschen, liebes WK3-Tagebuch. Ich will keinen Krieg! Ich werde mich durch tendenziöse Berichterstattung aka Propaganda nicht dazu hinreißen lassen.
Ich lasse mir auch keine Angst vor irgendwelchen neuen Viren machen oder gar dem Klimawandel. Es gibt so viele gescheite Leute, die auch genau wissen, dass gelogen wird, dass sich die Balken biegen.

Grenzen des Wissens – mit Prof. Dr. Gerd Ganteför

Ich werde es mir nicht länger gefallen lassen, dass wir so plump manipuliert werden, dass alles, was normaler common sense ist, verteufelt und ins rechte Eck gestellt wird.

Auch ich muss mich selbst immer wieder daran erinnern, was ich selbst in „Schöner leben ohne Arschkarten“ zitiert hatte:

Wieder da

10 Tage nach meinem achtlosen Klicken kam endlich die erlösende Nachricht von X, dass die Zwei-Faktor-Authentifizierung, die der Bösewicht auf meinen Account gelegt und so meinen Zugang blockiert hatte, gelöscht wurde und ich mich wieder anmelden kann.

Das habe ich natürlich unverzüglich getan und gleich mehrere Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Damit nix mehr passieren kann!

Und zum Abschluss möchte ich hier noch die Ansprache von Papa Nowak teilen – sowohl im Original, als auch als Transkript, das mir der Grok erstellt und auch übersetzt hat:

AT Henry Nowak’s father speaks outside court after his son’s killer is jailed for life

Guten Tag.
Mein Name ist Mark Nowak. Ich bin der Vater von Henry Nowak. Zu meiner Linken steht meine Tochter Olivia Nowak, Henrys ältere Schwester, und zu ihrer Linken steht Lucy Walsh, Henry Nowaks Mutter. Die Jury hat bestätigt, was wir immer gewusst haben: Henrys Leben wurde ihm unrechtmäßig, gewaltsam und ohne jede Rechtfertigung genommen.
Henry war 18 Jahre alt. Er war freundlich, ehrgeizig, geliebt und voller Versprechen. Er hatte sein ganzes Leben vor sich – ein Studium, das er abschließen wollte, Orte, die er sehen wollte, und eine Zukunft, die er aufbauen wollte. Diese Zukunft wurde ihm gestohlen, und kein Urteil oder keine Strafe wird sie jemals zurückgeben.
Henry hat nichts falsch gemacht. Er war einer der freundlichsten, aufgeschlossensten und inklusivsten Menschen, die man sich vorstellen kann. Er war in jeder Hinsicht wunderbar. Am 3. Dezember letzten Jahres war Henry auf dem Heimweg von einem Abend mit seinen Universitäts-Fußballteam-Kollegen, als er Vickrum Digwa begegnete – einem Mann, der offen ein großes Messer auf den Straßen Großbritanniens trug. Dieses Messer wurde benutzt, um Henry das Leben zu nehmen.
Er hätte sicher nach Hause gehen sollen. Stattdessen wurde er zu einem weiteren jungen Leben, das der brutalen Realität der Messer-Kriminalität in diesem Land zum Opfer fiel. Henry wurde mehrfach erstochen, und während sich seine Brust mit Blut füllte, versuchte er zu fliehen. Er wurde verfolgt, misshandelt und gefilmt von Vickrum Digwa und anderen.
Als die Polizei eintraf, lag Henry auf dem Boden, konnte sich kaum aufsetzen und war offensichtlich in schwerer medizinischer Not. Mit seinen letzten Worten sagte er den Beamten, dass er nicht atmen könne. Er sagte ihnen, dass er erstochen worden sei. Tatsächlich sagte Henry den Beamten neunmal, dass er nicht atmen könne. Er sagte ihnen viermal, dass er erstochen worden sei.
Die Antwort eines Beamten war: „Ich glaube nicht, Kumpel.“ Die Polizei hat gesagt, sie seien vom Mörder getäuscht worden und die Situation beim Eintreffen sei komplex gewesen. Leider scheint uns die Wahrheit viel einfacher zu sein. Die Polizei wurde von unserem Sohn selbst und von einer Person, die den Notruf 999 wählte, informiert, dass jemand geschrien habe, er sei erstochen worden. Aber die Polizei glaubte ihnen nicht. Henry wurde über den Kies gezogen, seine Hände wurden hinter seinen Rücken gezwungen, und er wurde in Handschellen gelegt. Anstatt als sterbendes Opfer behandelt zu werden, wurde Henry offiziell wegen Körperverletzung festgenommen und seine Rechte wurden ihm vorgelesen. Das war das Letzte, was er hörte. Henry starb nicht mit Würde. Er starb nicht mit der Fürsorge, die er verdiente. Er verlor das Bewusstsein, bevor ihm jemand glaubte.
Lassen Sie mich ganz klar sein: Wir halten ausschließlich und zu 100 % Vickrum Digwa für den brutalen Mord an unserem Sohn verantwortlich. Aber Henry hätte nicht auf den Straßen von Southampton in Polizeigewahrsam sterben dürfen. Die Art und Weise, wie er behandelt wurde, war unmenschlich und entwürdigend. Seinem Mörder hingegen wurde Anstand zuteil. Man glaubte ihm. Er wurde bei der Festnahme nicht in Handschellen gelegt. Er wurde beim Transport zur Polizeiwache nicht in Handschellen gelegt. Soweit wir wissen, wurde er überhaupt nie in Handschellen gelegt. Und wie Vickrum Digwa selbst vor Gericht aussagte, brachten ihn die Polizisten während seiner Festnahme wegen Henrys Mordes sogar in die Küche, damit er sich sein Essen aussuchen konnte. Der Kontrast ist unerträglich.
Wir glauben, dass die beteiligten Beamten weiterhin im Dienst sind, obwohl wir verstehen, dass einige inzwischen zurückgetreten sein könnten. Eine Beamtin durfte den Dienst verlassen, bevor sie dem Independent Office of Police Conduct (IOPC) eine Aussage zu dem Vorfall an jenem Abend gemacht hatte. Die IOPC-Untersuchung läuft noch. Während wir auf den Abschlussbericht warten, fordern wir den Innenminister auf, sicherzustellen, dass das IOPC die Ressourcen, die Befugnisse und die Unabhängigkeit hat, die es für eine vollständige, furchtlose und transparente Untersuchung braucht. Unsere Familie sollte nicht länger um die Wahrheit kämpfen müssen.
Trotz der schockierenden Handlungen der Polizei in jener verhängnisvollen Nacht verlief die Mordermittlung ganz anders. Wir möchten unserem herzlichen Dank aussprechen an die leitende Ermittlerin DCI Rebecca Bartholomew, das Serious Crime Team und insbesondere die zuständige Beamtin Claire Proctor. Wir möchten auch unseren unglaublichen Familienbetreuern Sarah Page und Trudy May für ihre Sorgfalt, Professionalität und Mitgefühl während der gesamten Ermittlung danken. Wir danken auch der Staatsanwaltschaft (CPS).
Wir möchten Henrys herzzerreißende Geschichte nutzen, um Veränderungen zum Besseren zu bewirken. Wir wollen nicht, dass sein Tod genutzt wird, um weitere Spaltung, Hass oder Spannungen zu schaffen. Wir wollen, dass seine Geschichte unsere Straßen für alle sicherer macht. Deshalb fordern wir die Regierung auf, Messer-Kriminalität als das nationale Notstand zu behandeln, der sie ist.Wir brauchen echte Lösungen. Wir brauchen Investitionen in die Prävention. Wir brauchen stärkere Maßnahmen gegen den Verkauf, den Besitz und das Mitführen aller Messer.Und wie dieser Fall so schmerzhaft zeigt, brauchen wir gesunden Menschenverstand in unseren Gesetzen.
Das bedeutet keine überstürzten Reaktionen. Das bedeutet nicht, ins Extreme zu gehen. Es bedeutet einfach einen vernünftigen Ansatz bei Recht und Ordnung.Wie der leitende Anwalt der Staatsanwaltschaft vor Gericht zusammenfasste:Dies ist kein Fall über Sikhismus. Dies ist kein Fall über Rassismus. Dies ist ein Fall über Mord.Menschen sollten nicht offen durch die Straßen Großbritanniens mit einer 21 cm langen Klinge herumlaufen können.Als Familie werden wir das nicht auf sich beruhen lassen. Keine andere Familie sollte den Herzschmerz und das Grauen erleben müssen, ein Kind durch Messer-Kriminalität zu verlieren.Zum Schluss: Ich möchte, dass Henry weiß – wo auch immer er ist –, dass wir so stolz auf ihn sind und ihn über alle Worte hinaus lieben.
Vielen Dank.