Haus der Verantwortung

Unlängst wurde ich gebeten, meine Stellungnahme zum Geburtshaus von Adolf Hitler abzugeben, das zum „Haus der Verantwortung“ gemacht werden soll.

Als interessant und traurig zugleich empfinde ich, dass der Fragende zwar sehr institent auf meine Beantwortung gedrängt, jedoch diese dann seinerseits nicht mehr beantwortet hat. Vielleicht war meine Antwort nicht die, die er lesen wollte …

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Sehr geehrter Herr,

ich danke Ihnen für die Ehre, diese schwierige Frage auch beantworten zu dürfen. Ich musste erst in Ruhe darüber nachdenken, weshalb ich erst jetzt antworte. Hier meine persönliche Ansicht.

Die Idee vom „Haus der Verantwortung“ gefällt mir gut, die der „Stadt der Verantwortung“ nicht. Eine Stadt und damit deren Bewohner, die wirklich nichts dafür können, verantwortlich zu machen, sie Verantwortung tragen zu lassen, kann zu einer Last werden. Diese Last kann ins Gegenteil umschlagen, nämlich dass man entweder von der ganzen Angelegenheit gar nix mehr hören will oder noch schlimmer, nach dem Motto „wenn mich schon alle für einen Nazi halten, dann kann ich auch gleich einer sein“,
Man darf Menschen nicht beladen mit etwas, wofür sie nichts können. Weder in der einen noch in der anderen Richtung.

Beim Abendessen habe ich meinen 15-jährigen Sohn, der Adolf Hitler mit den Eckpunkten natürlich kennt, gefragt, was er denn tun würde, wenn er in Braunau spazieren ginge und plötzlich vor dem Geburtshaus stünde. Er hat gemeint: ich würde hineingehen und herausfinden wollen, wie er zu solch einem Monster geworden ist. „Haus der Verantwortung“ weiterlesen

Carpe Vitam

Gestern haben wir erfahren, dass Christine Nöstlinger verstorben ist.

Mich machen solche Nachrichten immer betroffen, besonders wenn es jemanden betrifft, der mich in irgendeiner Art und Weise positiv durch’s Leben begleitet hat. Und das hat Christine Nöstlinger mit ihren wunderbaren Büchern.

Noch mehr aber denke ich mir bei solchen Anlässen – sterben müssen wir alle einmal. Und wir wissen das sogar!

Wichtiger, als bei Todesfällen zu trauern, ist es doch, wieder das Bewusstsein zu bekommen, das zur Verfügung gestellte Leben zu nutzen.

Ich persönlich mag mir nicht im Angesicht meines eigenen Todes ein letztes Mal in den Arsch beissen und mir denken „Ach hättest du doch dieses oder jenes getan“.

Ganz gewiss habe ich in meinem Leben nicht alles „richtig“ gemacht. Und ich werde auch in Zukunft noch Dinge tun, bei denen ich mich im Nachhinein fragen werde „War das wirklich notwendig, du Dolm?“.

Mein Ziel ist aber nicht, ein fehlerfreies Leben zu führen. Ganz abgesehen davon, dass „Fehler“ etwas sehr subjektives sind.
Wem genau soll ich es also recht machen, außer mir selbst?

In diesem Sinne: „Carpe Diem“ oder noch mehr „Carpe Vitam“.

https://kontrast.at/ein-buch-braucht-kein-happy-end-eines-der-letzten-interviews-mit-christine-noestlinger/

Eiltelegramm an Präsident Putin

Sehr geehrter Präsident Putin,

da ich davon ausgehen muss, dass unser Bundeskanzler beim heutigen Treffen in Wien zu schüchtern bzw. gedanklich zu sehr mit Schließungen diverser Routen beschäftigt sein wird, bin ich so frei und wende mich vertrauensvoll an Sie.

Dank Ihrer exzellenten Deutschkenntnisse kann ich mich darauf verlassen, dass Sie mein Telegramm verstehen werden.

Ich kann mich gut daran erinnern, dass Sie im Februar 2004 unserem damaligen Bundespräsidenten Thomas Klestil und seiner Gattin Margot zum Abschluss deren Russlandreise zwei entzückende Welpen namens Olga und Orchidea geschenkt haben.

Auch kann ich mich daran erinnern, dass Sie selbst begeisterter Pferdefan sind. Das Bild von Ihnen, reitend mit bloßem Oberkörper, hat mir als Frau, ich muss es gestehen, besonders gut gefallen.

Nun möchte mein Cousin Herbert, der gerade Innenminister ist, so unglaublich gerne berittene Polizisten in Österreich einführen, was aber den Ankauf von Pferden bedingt. Und Pferde sind, wie Sie sicherlich wissen, nicht billig.

Und so möchte ich Sie gerne fragen, ob Sie vielleicht das eine oder andere Pferd für Herbert, die Polizei, ich möchte sagen, das Wohl der gesamten Republik erübrigen könnten?
Anbei sende Ihnen den Link mit den Spezifikationen.
https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/chronik/968739_Polizeipferde-gesucht.html

Ich danke Ihnen schon jetzt von ganzem Herzen für Ihre Mühe!

Hochachtungsvoll,
Daniela Kickl

SOS Pferdi #horses4herbie

Liebe Freunde von Basti & Bumsti und heute im Speziellen von Herbie K.!

Der arme Herbie hat ein Problem. Er möchte so gerne Pferderln für die Polizei haben .

Erinnern wir uns doch gemeinsam, wie glücklich er war, als er in München schon mal reiten durfte.

Und was ist jetzt?

https://kurier.at/chronik/oesterreich/millionenprojekt-berittene-polizei-wird-teurer-als-geplant/400039759

Erstens – die Kostenfrage.
Sein Plan scheint nun doch nicht ganz so kostengünstig wie ursprünglich erhofft zu sein. Gut, das wäre nicht gar so schlimm. Es wird eh genug bei der Mindestsicherung, den Krankenkassen und überhaupt am System eingespart.
ABER:

Zweitens – die Frage der Unterbringung.
In Wien findet sich nix, was passend und erschwinglich ist. Also denkt er an Korneuburg. Das ist aber auch suboptimal, weil dann die Pferderln täglich nach Wien transportiert werden müssen. Das reduziert die Zeit, in der sie tatsächlich ihre Arbeit tun können, auf weniger als vier Stunden.

Was also tun?

Lasst uns Herbie unterstützen! Die kreativsten Ideen zur Erfüllung seines Traumes werden wieder mit drei mal einem Populistenquartett belohnt.

Auch für dieses Spiel gilt: die Gewinner werden durch eine Jury (bestehend aus mir, mir und mir) ausgewählt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Einsendeschluss ist der 31. Mai 2018 23:59.

Teilnahmemöglichkeiten hier direkt bei den Kommentaren oder auf Facebook und Twitter mit #horses4herbie.

Film & Buch & Fake-News-Checker

Wenn ich mir Filme anschaue, dann mag ich besonders jene, die auf wahren Begebenheiten beruhen. Das Leben schreibt ja oftmals Geschichten, die man sich in den kühnsten Vorstellungen nicht ausdenken kann oder mag.

Ein besonders gelungener „wahre Geschichte“-Film ist für mich
„Im Namen des Vaters“.
Er hat nix mit dem Gebet zu tun, sondern erzählt die Geschichte von Gerry Conlon und dessen Vater. Es geht um Justizirrtum und noch mehr darum, was passiert, wenn die Polizei im Rahmen des „Kampfes gegen den Terrorimus“ über Befugnisse verfügt, die in einem ordentlichen Rechtsstaat der Justiz zukommen müssen.

Man denkt sich ja gerne – na gut, das war in den 1970er Jahren und außerdem bei den Inselaffen. Die waren und sind doch irgendwie eigen.
Mehr Polizei, weniger Posten für die Justiz, Kampf gegen den Terrorismus … das kommt mir dank Basti & Bumsti bekannt vor.
Getreu dem Motto „Lieber einmal zu oft aufgepasst, als einmal zu oft das Nachsehen“ kann man aber nicht aufmerksam genug sein.

Einer meiner Lieblingsautoren ist Andreas Eschbach. Seine Bücher sind informativ wie lehrreich und dabei keine Sekunde langweilig.

Eine Billion Dollar erzählt die Geschichte eines Mannes, der dank der Absurdität, dass das Tauschmittel „Geld“ zur Ware wurde, dessen Vermehrung sich Zins und Zinseszins nennt, zum Erben dieser unfassbaren Summe wurde. Da kann man schon nachdenklich werden und sich diverse Fragen stellen. Wäre ja eigentlich etwas für „Think Austria“, die das Denken zumindest im Namen haben, aber ich fürchte, das wäre zu viel verlangt. „Film & Buch & Fake-News-Checker“ weiterlesen

Wärme und Technik

Bevor ich mich wieder den alltäglichen, ruhmreichen Taten unserer Regierung widmen kann, muss ich noch etwas zum Thema „Abschiebung nach Afghanistan“ teilen.
Dazu möchte ich mich ganz besonders bei all jenen Leserinnen und Lesern bedanken, die mich mit wertvollen Links versorgen! Den heutigen Link haben wir einem solchen Leser zu verdanken.

Auch möchte ich mich allen bedanken, die sich (hoffentlich unberechtigte) Sorgen um meine persönliche Zukunft machen.
Ein Unterstützungsangebot der besonderen Art möchte ich hier teilen.

 

 

Ich hoffe ja, dass wenn ich schon irgendwann eingenäht werde, mein Transport dann wenigstens auf einem schicken Polizeipferd erfolgt. Und der Peter Pilz mich dann auch in der Zelle besuchen kommt.

Ich habe gestern noch einige Kommentare in diversen Medien zum Auftritt von Peter Pilz gelesen, den ichim letzten #Brieferl geteilt habe.
Da wurde natürlich gleich wild spekuliert, dass sein Einsatz für den jungen Afghanen nix mit Anstand und Menschlichkeit, sondern vielmehr mit seiner eigenen Eitelkeit und dem Wunsch, in der Politik wieder mitzumischen, zu tun hat.

War klar. Das ist ja oft so, dass lieber unlautere Motive unterstellt werden, anstatt sich mit dem Inhalt per se auseinanderzusetzen. Ist auch viel einfacher und lenkt vor allem elegant vom Inhalt ab.

Außerdem ist ja wohl kaum ein „Normalbürger“ Experte für Afghanistan. Abgesehen von der Reisewarnung und irgendwelchen Schlagzeilen hie und da wissen die meisten von uns nicht wirklich viel.
Wer kann schon mit Sicherheit sagen, ob der abgeschobene junge Mann wirklich mit dem Tod bedroht wird, nur weil sein Bruder in Österreich lebt und zum Christentum konvertiert ist?
Das könnten ja auch bloß Hirngespinste von „links-linken Gutmenschen“ sein. Oder gar ein stichhaltiges Gerücht, das Herr Soros in die Welt gesetzt hat.

Nun möchte ich an dieser Stelle den folgendes Posting teilen, das mir als neutrale Quelle erscheint.
(https://www.facebook.com/waermetec/posts/1743067522406574)

Ich finde keinerlei Grund, den Inhalt dieses Statements anzuzweifeln.
Ich hoffe, dass der Lehrling Amin Khan einen positiven Asylbescheid bekommt.
Und wenn‘s nur ist, weil sein Vater genau dafür mit seinem Leben bezahlt hat …