Liebes WK3-Kriegstagebuch,
noch immer leben wir mit Friede, Freude und Eierkuchen. Na fast zumindest. Aber dazu komme ich später.
Stell dir nur vor, liebes Tagebuch …. ich Volltrottel habe ich mich aus TwitterX ausgesperrt! Besonders peinlich, weil ich ja selbst seit Ewigkeiten in der IT tätig bin und genau weiß, was Sache ist, welche Gefahren lauern und welche hinterhältigen Fallen von gemeinen Ungustln dem vertrauenswürdigen Menschen gestellt werden.
Ich hatte eine persönliche Nachricht via TwitterX-Messenger erhalten. Von jemandem, mit dem ich schon öfter geschrieben hatte. Mit der Bitte um Hilfe bei einer Abstimmung für einen interessanten Posten.
Nun habe ich bereits öfters bei diversen Abstimmungen mitgemacht. Es kam mir nicht verdächtig vor. Hätte es aber müssen! Man sollte eben nicht in der gewohnten Multitasking-Manier mehrere Dinge zeitgleich erledigen und dann fröhlich herumklicken, ohne nachzudenken.
Aber – und das ist meine emotionale Rechtfertigung vor meinem von mir selbst schwer enttäuschten intellektuellem Ich – ich hatte Vertrauen. Vertrauen in TwitterX und Vertrauen in den Absender. Ich sollte es besser wissen!
Eine Frage des Vertrauens
Ich habe kaum noch Vertrauen. Nicht in die Politik, nicht in die Gesellschaft, wie sie uns präsentiert wird, und am allerwenigsten in die herkömmlichen Medien. Wahrscheinlich spielt dies sogar eine gewichtige Rolle. Denn je weniger Vertrauen es auf der einen Seite gibt, desto gieriger hechelt man vertrauenswürdigen Umständen auf der anderen Seite hinterher.
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