#Brieferl No.229 – Margret Whittaker und der Rocky Balboa der österreichischen Politik





Lieber Cousin Herbert,

vorgestern habe ich wieder einmal “Who wants to be a millionaire“ angeschaut und dabei die unglaublich beeindruckende Margret Whittaker kennengelernt.
Es war eine alte Folge aus dem Jahr 2000 und Margret war die erste Frau, die in UK jemals 250.000 Pfund gewonnen hat.

Nachdem sie 125.000 Pfund Frage souverän beantwortet hatte, wurde ihr vom Moderator folgende Frage gestellt

“Can I just ask you what this money means to you, this huge amount of money? 125.000?“

“Darf ich Sie fragen, was dieses Geld für Sie bedeutet, dieser riesige Geldbeitrag? 125.000?“

Man könnte oder dürfte sich erwarten, dass sie entweder von einem Urlaub in der Südsee träumt, sich ein schickes Auto oder vielleicht ein kleines Häuschen zulegen möchte.

Ihre Antwort war jedoch folgende:

“It‘s indescribable. I can not describe as a single mom, life is a struggle from day to day. It‘s just I don‘t need to worry anymore.“

„Es ist unbeschreiblich. Ich kann als alleinerziehende Mutter gar nicht beschreiben, welch ein täglicher Kampf das Leben ist. Ich brauche mir nun keine Sorgen mehr zu machen.“

Lass es mich ganz klar und deutlich sagen:

es ist eine Schande, wenn jemand in Sorge und Angst leben muss!

Eine besondere Schande ist es, wenn Sorgen und Ängste in Ländern verbreitet sind, die reich sind!

Und die größte Schande ist es, wenn es gleichzeitig Superreiche mit Milliardenvermögen gibt, die gerne 49.000 Euro in monatlichen Tranchen an eine Partei spenden, die keine Vermögenssteuer einführen, aber dafür unter dem Deckmantel der “Freiheit“ soziale Errungenschaften abschaffen will, Stichwort “Deregulierung“!

Es ist ein einziger Schand-Fleckerlteppich, wenn man auch nur ein bisserl genauer hinschaut.

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