#Brieferl No.240 – Von Feiertagen und Luftballons





Lieber Cousin Herbert,

es tut mir wirklich schrecklich leid, dass ich deinen Geburtstag am 19. Oktober übersehen hatte. Glücklicherweise hast du dich auf deiner Facebookseite “für die vielen Glückwünsche“ bedankt, weshalb ich die Gelegenheit spät, aber doch, zum nachträglichen Gratulieren nutze: Gratuliere!

Heute gibt es auch wieder einen schönen Feiertag, zu dem wir uns alle selbst gratulieren können: den Equal Pay Day! Hurra, für den Rest des Jahres arbeiten Frauen rechnerisch gratis, weil ihr Durchschnittseinkommen eben um ein einiges geringer ist das der Männer.

Na, macht ja nix. Man muss und soll doch die Feste feiern, wie sie fallen und sich nicht ständig beschweren oder was wollen.

Seine Kürzlichkeit hat bisher den Österreicherinnen auf Twitter nicht gratuliert, was ich sehr schade finde. Die Vermutung liegt nahe, dass das spontane Gebet im Juni, von dem er freilich nichts wusste, doch nicht so gewirkt hat.

“Vater wir danken dir so sehr für diesen Mann, für die Weisheit, die du ihm gegeben hast, für das Herz, dass du ihm gegeben hast für DEIN Volk. Wir beten und wir danken dir, dass Gerechtigkeit in der Nation eine Nation aufrichtet. Dass Sünde für alle furchtbar ist. Wir beten, dass du ihm gerechte Führung gibst, riesige Weisheit und viel Schutz.“

Die Dankbarkeit hätte sich der Prediger schon einmal sparen können, denn von (normaler) Weisheit und Herz ist nix zu merken, nicht einmal ansatzweise. Und die erbetete “gerechte Führung“ und “riesige Weisheit“ lässt offenbar noch auf sich warten.

Mir dünkt, es handelte sich um ein großes Schauspiel zum Gaudium der Jünger. Oder war es gar ein unfähiger Scharlatan, der über gar keinen so guten Draht zum Angebeteten verfügt?

2 Antworten auf „#Brieferl No.240 – Von Feiertagen und Luftballons“

  1. 👍👍👍Liebe Daniela! Seine Kürzlichkeit hatte und wird nie ein Herz für uns haben! Das mit dem Hirn ist auch so eine Sache an der ich Zweifle! Selbstverliebt, eitel, Größenwahn – fällt mir dazu ein! Lg. Gerda

  2. Mir dünkt, es handelte sich um ein großes Schauspiel zum Gaudium der Jünger. Oder war es gar ein unfähiger Scharlatan, der über gar keinen so guten Draht zum Angebeteten verfügt?

    Nein, Nein, Nein, der hat keinen guten Draht zum Angebeteten. Der hat seine Kürzlichkeit angebetet. Der war scheinbar so geblendet vom Basti.

    Übrigens der freut sich am meisten, dass die FPÖ sich jetzt so heftig streitet. Wenn zwei sich streiten, freut sich der dritte, der vierte und der fünfte.

    Oder hat er gar einen Auftrag an Hofer erteilt, ohne Bumsti darfst Du wieder in der Sandkiste mitspielen. Beim Cousin Herbert ist er ja vorerst gescheitert.

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