#Brieferl No.239 – Erinnerungen





Lieber Cousin Herbert,

da haben wir gestern Abend aber noch alle geschaut, als ihr beinhart Bumstis Facebookseite stillgelegt habt – und später dann auch noch die von unserer Fipsi. Ich frage mich ernsthaft, wer von euch diese mehr oder weniger geniale Idee hatte. Na ja, die Genies sind eben doch immer und überall.

Bumstis Anwalt sieht die Sacher relativ locker, weshalb wir den gestern angesprochenen Popocorn-Vorrat sicherlich noch aufstocken müssen.

„Der Versuch, durch die Stilllegung der streitgegenständlichen Social Media Präsenzen Fakten zu schaffen, ist ein Zeichen von Hilflosigkeit und bleibt ohne Auswirkungen auf einen offenbar von der FPÖ provozierten Rechtsstreit sowie das hierdurch für unseren Mandanten erzielbare Ergebnis.“

Aber lass uns die Gelegenheit nutzen um in Erinnerungen zu schwelgen …

Die Twitter-Block-Erinnerungen

Wie wir aus einer Studie (die ich für Brieferl No.51 rein zufällig gefunden hatte) wissen, zeigen Menschen mit „durchschnittlichen verbalen und nonverbalen Intelligenzwerten … die niedrigsten Werte hinsichtlich des Verständnisses und der Bevorzugung von schwarzem Humor.“

Das kann sich beispielsweise dadurch äußern, dass man sich eine Twitter-Blockade einfängt, wenn man freundlich nachfragt oder aber sein Mitgefühl zum Ausdruck bringt.

Facebook-Erinnerungen aus deiner Zeit als BIMAZ, eigentlich BIMZWIREP

Vielleicht hast du es ja vergessen oder auch verdrängt, dass du das Attribut BIMAZ, eigentlich BIMZWIREP, nur deinem ehemaligen Chef zu verdanken hast. Nun wissen wir zwar, dass „Dankbarkeit keine politische Kategorie“ ist, aber gar so goaschtig hättet ihr zu ihm dennoch nicht sein müssen.

Aber schieben wir das menschliche Drama beiseite und widmen wir uns den menschlichen Abschiebungen, die wir aus Brieferl No.43 kennen.

Zu schön auch die Erinnerung an deine grandiosen Leistungen als Sportler, die zum Wettbewerb #sportinglikekickl inspiriert hatten.

Wunderschön war damals auch noch die Seite des Innenministeriums. Dass deine E-Mail-Adresse von einem Spambot verwendet wurde, durfte die harmonische Einheit von dir und dem Amt nicht trüben.

Mit voller Kraft hast du dich für die Polizei eingesetzt. Dass dadurch dieses eigenwillige Fahrzeug von KTM auch bekannt wurde, ist sicher Zufall und hat auch nichts damit zu tun, dass KTM Chef Stefan Pierer eine Spende in der Höhe von 436.563 Euro an die ÖVP getätigt hatte.

Auch deine Ehrlichkeit haben wir alle immer geschätzt. So ging es dir immer um das Sicherheitsempfinden und nicht so sehr um echte Sicherheit. Womöglich deshalb, weil Österreich ein sicheres Land ist.

Facebook-Erinnerungen des stillgelegten HC Strache

Unvergesslich, man möchte schon fast sagen legendär, die Causa „Kabelsalat“, die im Rückblick nach Ibiza noch legendärer anmutet.

Ebenso legendär seine im Mai 2017 erstellte Analyse über Sebastian Kurz, den nachmaligen Koalitionspartner …

„Kurz geht politisch über Leichen – sogar innerparteilich. Das ist ein Alarmsignal für seine menschlichen Qualitäten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Österreicherinnen und Österreicher solch eine skrupellose und unehrliche Person wollen!“

Wie haben wir uns nicht alle mit ihm gefreut, als wir ihm November 2018 von Frau Salomon, seit Oktober 2018 Chefredakteurin beim Kurier, persönlich erfahren durften, dass „Blau das neue Rot“ sei.

Und vielleicht kann er mein Bild, das ich extra für ihn angefertigt habe, doch noch verwenden.

Es könnte doch sein, dass unsere Fipsi ihr Mandat annimmt, als „wilde“ Abgeordnete ins Parlament einzieht und den einen oder anderen FPÖ-ler auf ihre Seite bringt. Vielleicht finden es nämlich nicht alle nur gut, wie scheinheilig man mit seinem ehemaligen Chef umgeht. Und dabei so tut, als hätte er alleine das Social-Media-Gehalt der Göttergattin sowie die Spesen zu verantworten …

Liebe Grüße,
Cousine Daniela

 




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