#Brieferl No.200 – Wenn Bastis Blüten blühen …




Lieber Cousin Herbert,

gestern haben wir erfahren müssen, dass dein Ex-Chef, unser aller Bumsti, nun doch sein Mandat im EU-Parlament nicht annehmen wird. Schade, aber verständlich. Ich nehme an, dass er sich um den kleinen Hendrik kümmern wird, während die Mama im Nationalrat sitzt

So soll es sein! Mama geht arbeiten und Papa passt aufs Baby auf. Hätte ich ihnen gar nicht zugetraut, eine dermaßen schrecklich moderne Familie zu sein, ich gestehe es.

Erinnerst du dich an das Brieferl No.54, in dem wir den Global Peace Index besprochen hatten?

“Geht der positive Frieden zurück, werden Länder anfällig für populistische politische Bewegungen“

Stell dir nur vor – da ist Österreich jetzt von Platz 3 auf Platz 4 herunter gepurzelt!

Dein Verdienst? Sicherlich nicht alleine, schon gemeinsam mit dem Basti, so fair müssen wir sein!

Ach, war das am Sonntag nicht schön, als er da in der Stadthalle für sich beten hat lassen …

„Vater, wir danken dir so sehr. Für die Weisheit, die du ihm gegeben hast. Für das Herz, das du ihm gegeben hast für dein Volk“

Das zeigt uns, dass Ben Fitzgerald ein sehr bescheidener Mann sein muss. Immerhin bedankt er sich selbst für minimalst vorhandenen Dinge.

12 Antworten auf „#Brieferl No.200 – Wenn Bastis Blüten blühen …“

  1. Liebe Daniela Kickl,
    wie immer sachlich fundiert und sprachlich pointiert geschrieben!
    Eine wahre Freude, das zu lesen!
    Ich bedaure zwar, dass Sie bei Grün angedockt haben – nicht weil ich die Grünen nicht mag, schließlich scheint Kogler das nahezu Unmögliche geschafft zu haben, wieder Einigkeit ins grüne Lager zu bringen, sondern weil ich denke, dass Sie bei den Roten besser aufgehoben wären.
    Trotzdem viel Erfolg, und wer weiß? Vielleicht kommen sich rot und grün irgendwann doch bundespolitisch näher.
    Und so gern ich die Brieferln lese, am liebsten wäre es mir, sie wären nicht mehr nötig, weil der liebe Cousin Herbert seinen politischen Ruhestand genießt.
    Danke!

  2. Meiner bescheidenen Meinung nach tun wir Kurz etwas unrecht wenn wir ihn zu arg kritisieren. Ich glaube dass Kurz von seinem Verstand her gar nicht all das selber produzieren kann was er macht und von sich gibt. Er hat ja nichts gelernt und auch niemals gearbeitet, somit kann er ja in gewissen Bereichen gar keine Ahnung haben wovon er spricht. Für mich ist er eine bemitleidenswerte Marionette am Gängelband seiner Gönner. Es muss ja furchtbar für ihn sein, sich all das zu merken was in ihn da hineingebläut wird. Wir kennen das ja aus der Schule wenn man zu dumm für etwas ist und es trotzdem können muss. Also etwas Mitleid mit ihm bitte. Für die alten Damen genügt es anscheinend dass er Segelohren hat und sie ihn deswegen schützend wie Glucken unter ihre Fittiche nehmen. Meine Damen, Mitleid alleine sollte kein Grund sein, jemanden zu wählen. Schlimm finde ich halt dass Kurz wirklich glaubt dass er so gut ist wie ihm suggeriert wird. Er macht sehr oft den Fehler dass er andere für dümmer hält als er selber ist, leider ein Kardinalfehler. Aber das kann man mit seiner Jugend und wenigen Erfahrung vielleicht noch erklären.

    1. Lieber Herr Knotzer!

      Das find ich aber gar nicht nett, dass sie hier die Meinung verbreiten, nur alte Damen wählen Basti I, den Kürzer. Dagegen muss ich die alten Damen aber schon verteidigen.
      Ich denke da eher an männlich, weiß, hetero (zumindest offiziell) und vor allem „Leistungsträger“ . Ansonsten stimme ich Ihnen zu.

      Und diesen Brief finde ich einfach genial. Eh klar, ist ja ein Jubiläumsbrief.

      Weiter so liebe Daniela Kickl, meine Vorzugsstimme haben Sie und auch die meiner Tochter.

      1. Vielen Dank liebe Karin 🙂 Ich kenne (leider) ganz viele Männer, die seine Kürzlichkeit verehren … Warum? Wer er das repräsentiert, was sie selbst vielleicht nicht sind. Jung, dynamisch und erfolgreich. Die Konsequenzen seines Handelns übersehen sie leider. Aber ich arbeite fleißig daran, ihn zu entzaubern 🙂

      2. Liebe Frau Dalmatiner,
        es ist schon richtig dass vielleicht sogar mehr Männer als Frauen den Kurz wählen. Wollte damit nur meine Vermutung ausdrücken warum ältere Frauen Kurz wählen, dass sie aus den falschen Motiven Kurz ihre Stimme geben. Der Beschützerinstinkt dürfte da eine große Rolle spielen. Alles nur meine Vermutung.

  3. „‚Vater, wir danken dir so sehr. Für die Weisheit, die du ihm gegeben hast. Für das Herz, das du ihm gegeben hast für dein Volk‘

    Das zeigt uns, dass Ben Fitzgerald ein sehr bescheidener Mann sein muss. Immerhin bedankt er sich selbst für minimalst vorhandenen Dinge.“

    Das ist der geeignete Blickwinkel! Bravo! Danke!

  4. Meine Lieben Mitleser ! Ihr habt alle so recht in euren Antworten, dass mir gar nicht zu sagen bleibt, außer: Ärmel aufkrempeln und los, egal ob rot oder grün, verhindert jedenfalls , eine Neuauflage mit seiner Kürzlichkeit und Anhang! Danke

  5. Mich erinnert das Bet-Event in der Stadthalle an die Plakate eines Bundespräsidentschaftskandidaten, der unbedingt „So wahr mir Gott helfe“ drauf stehen haben wollte, und dem Gott schließlich geholfen hat, nicht Bundespräsident zu werden.
    Vielleicht hilft der Segen Gottes dem Bastia ja auch, das zu bleiben, was er ist, nämlich Ex-Bundeskanzler!

  6. Großartig, wie immer! Kann mich nur dem 1. Brief anschließen! Leider nicht für die Roten kandidieren , aber GRÜN ist auch OKAY!
    Ich finde sie einfach toll, ihr Wissen und Wortwitz ist einfach nicht zu übertreffen! Ich wünsche Ihnen viel Erfolg für Samstag und das wird sicher klappen, denn so einen gescheiten und wortgewaltigen, ehrlichen Menschen bräuchte jede Partei!
    Also alles Gute und viel Erfolg!

  7. Ach wie Verantwortungsbewusst, beim Ben Fitzgerald fühlte er sich also verpflichtet hinzugehen…….wo war er bei der Klimakonferenz……
    Mutige Entscheidung in die Politik zu gehen, liebe Frau Daniela Kickl, nichts kann frustrierender sein als öffentlich um die Gunst eines Menschen werben zu müssen….. Ich schließe Sie ein in mein Morgengebet ….. LG

  8. Liebe Daniela! Danke wie immer für deine „klasse Brieferl“!
    „Vater, wir danken dir so sehr. Für die Weisheit, die du ihm gegeben hast. Für das Herz, das du ihm gegeben hast für dein Volk.“ (Stadthallen-Gebet) für Sebastian Kurz, sein wirkliches Programm heißt: „Ich, Ich, Ich“!!
    Der Grund für mich nach 46 Jahren aus der Kirche auszutreten: … Wenn im Beisein von „Kardinal Christoph Schönborn“ in der Wiener-Stadthalle vor 11.000 Tausend Religionsfanatiker ein „unsozialer armutsförderter ÖVP-Politiker“ namens „Sebastian Kurz“ gesegnet wird, erübrigt sich jede Diskussion!!! … Mit dem „heiligen Messias Basti“ und „Kardinal Christoph Schönborn“ ins Hochmittelalter!!
    Mit dem „gesegneten ÖVP Messias Kurz“ und Gott als Großspender seiner Gnade, das muss hoffentlich nicht deklariert werden … und mit „Opus Die“ … als Hintergrund ins Hochmittelalter!! … „Naja“! Jetzt dient der türkisen ÖVP schon der Austrofaschismus, Dollfuss und Kardinal Innitzer als Vorbild! … Und jetzt ist auch der heilige ÖVP Messias „Basti Kurz“ mit dem Klerikalfaschismus leiert, also macht das schon Sinn, diese medienwirksame „Segnung vom unsozialen ÖVP Messias“ im bei sein von Kardinal Christoph Schönborn vor 11.000 Tausend Religionsfanatiker!! …so macht man gekonnte türkise Religions-Politik!!
    Das große austrofaschistische ÖVP-Vorbild!! … Wikipedia … „Kardinal Theodor Innitzer“ Sozialminister im dem Kabinett Schober III 1931/32, Dekan der theologischen Fakultät … Am 13. März 1933 wurde er als Kardinalpriester mit der Titelkirche San Crisogono in das Kardinalskollegium aufgenommen. Im selben Jahr gründete er das Dom- und Diözesanmuseum. Die Ausschaltung des Parlaments samt der Errichtung einer autoritären ÖVP-Diktatur durch Engelbert Dollfuß, zu dem Innitzer engen Kontakt hielt, wurde von ihm begrüßt. Die Katholische Kirche war in den folgenden Jahren der Stützpfeiler des austrofaschistischen Systems … Viel Kritik rief sein Verhalten nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Dritte Reich hervor. Er sprach sich – unter starkem Druck der nationalsozialistischen Führung – vor der Volksabstimmung über den Anschluss am 10. April 1938 öffentlich für diesen aus. Beim Besuch von Adolf Hitler am 15. März 1938 im Hotel Imperial in Wien ließ er „die Glocken läuten“, stattete dem „von Gott gesandten Führer“ einen offiziellen Besuch ab[6] und unterzeichnete am 18. März gemeinsam mit den Bischöfen eine von Gauleiter Bürckel angeregte Feierliche Erklärung, die den Anschluss Österreichs befürwortete. Von Bürckel beraten, unterschrieb Innitzer das Begleitschreiben handschriftlich mit der Formel … und „Heil Hitler“! Diese Erklärung wurde zusammen mit einer Kopie dieses Hitlergrußes ohne Zustimmung der Bischöfe im ganzen „Deutschen Reich“ verbreitet ….. Wikipedia …
    (B)esonnen, (E)ngagiert, (I)nformiert, (D)urchgsetzungsfähig, (L)ösungsorientiert!
    Liebe Grüße! Markus

Schreibe einen Kommentar