schrecklich: Regierungsprogramm 2020




Heute am 3. Jänner 2020, einen Tag nach der Präsentation des türkis-grünen Regierungsprogramms, habe ich um 22:01 nachstehendes E-Mail in CC erhalten, das auch an die Pressestelle der Grünen, Werner Kogler, Ulrike Lunacek sowie ausgewählte Damen und Herren der Presse erging.

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Betreff: schrecklich: Regierungsprogramm 2020

Sehr geehrte Damen und Herren Grüne!

Jetzt reicht es mir!

Falls man Euch in stundenlangen Gesprächen mit den neoliberalen Konservativen einer Gehirnwäsche unterzogen hat, möchte ich Euch mitteilen, was unsere Gesellschaft wirklich brauchen würde:

Finanzen:

Vermögenssteuer

Erbschaftsteuer

Finanztransaktionsteuer

Höhere (mehrstufige) Spitzensteuersätze

Umwelt:

Kerosin-Besteuerung

CO2 Abgabe auf Basis des pro/Kopf Verursachers inkl. Reglementierung:dzt. haben wir im Schnitt ca. 12 Tonnen pro Kopf und Jahr.

Wo müssen wir hin, um das Klima zu retten? (Wissenschaft muss antworten!) z.B. auf 4 Tonnen? Dann sollte es für jemand der/die nicht mehr emittiert, nicht teurer werden.

Die fünfte Tonne muss etwas kosten – die 6. mehr und die 7. noch mehr usw.

Bei einer bestimmten Menge (z.B. 12T ?) muss Schluss sein, (alle Grenzen müssen natürlich mit Klimaexperten diskutiert werden) – mehr darf auch gegen Bezahlung nicht möglich sein.

Die monetäre Oberschicht kommt dzt. mit ihrer Lebensweise leicht auf über 40T/Jahr und wird natürlich über jede Bepreisung lachen. Das darf nicht mehr möglich sein.

Sonst wird die CO2-Einsparung zwangsläufig nur vom finanziell unteren Drittel erreicht, das mittlere Drittel wird es sich mit anderweitigen Einsparungen noch irgendwie leisten können und die Wohlhabenden würden sich freuen, über weniger Strassenverkehr, geringere Wartezeit an Flughäfen und weniger Gedränge in den Urlaubsorten, Skipisten usw.

Die unternehmerische Freiheit wo jeder/jede fast Alles produzieren und in den Handel bringen darf, und sei es noch so unsinnig, mit dem Ziel selbst Millionär zu werden, muss ein Ende haben.

Ähnlich einer UVP braucht es eine GVP (Gesellschafts-Verträglichkeits-Prüfung).

Die Gesellschaft braucht keine Glücksspielkonzerne, keine Ramschware,keine Wochenend-Mallorca-Sangria-Kübel-saufenden Urlauber und keine Mega-Veranstaltungen wo die Veranstalter/Darsteller mit ihrem Riesen-Equipment rund um die Welt reisen.

Wirtschaft:

Weniger produzierte Waren, weniger Veranstaltungen, weniger Flug- und sonstige Reisen, können/müssen durch eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung kompensiert werden.

Bekämpfung der Armut.

Pensionen:

Die ewige Diskussion um das ASVG-Pensions-Antrittsalter muss mit einer kompetenten Berechnung geführt werden.

Auch hier muss man die Frage stellen, was brauchen wir, um Finanzierbarkeit über Jahrzehnte zu erreichen.

Entscheidend ist doch das Verhältnis zwischen den Jahren des Einzahlens (Erwerbstätigkeit) und den Jahren der Konsumation (Pension).

Angenommen, (das wird man berechnen können) ein Verhältnis 2,25 zu 1 (45J zu 20J) reicht aus.

In diesem Fall kann man alle die im Alter von 15 mit der Einzahlung begonnen haben und im Alter von 62 (nach 47 Erwerbsjahren) abschlagsfrei in Pension gehen wollen, endlich in Ruhe lassen.

Zumal bekannt ist, dass sie im Schnitt nicht älter als 82 Jahre werden, denn die wirklich hohe Lebenserwartung haben meist nur die höher gebildeten (die vielleicht ab dem 25. Lebensjahr einzahlen)

Mit freundlichen Grüßen

Alfred S.




8 Antworten auf „schrecklich: Regierungsprogramm 2020“

  1. Zu großen Teilen gibt es dieser Darstellung nichts hinzuzufügen.
    Co2 Reduktion über drastische Verringerung des Fleischkonsums und starke Förderung des Biolandbaus wäre aus meiner Sicht ziemlich wichtig.

  2. Wie soll man denn von jedem einzelnen Menschen den CO2-Ausstoß feststellen? Das wäre nur mit einem enomrmen Bürokratisaufwand möglich, ein Schritt zum totalen Überwachungsstaat.

  3. ja, das wäre schön, noch illusorischer/visionärer wäre eine erweiterung um „soziales“ und „bildung“, aber auch das war den wählern offensichtich nicht wichtig…

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