Lieber Cousin Herbert,
wie du ja seit dem Brieferl No.249 weißt und sicherlich auch nicht vergessen hast, bin ich zertifizierte Dämonologin.
Als solche kann ich natürlich nicht nur einzelne Gebäude von Dmänonen befreien und Exorzismen durchführen, ich kann auch in Glaskugeln schauen und Ouija-Bretteln fachmännisch bedienen!
Deshalb werde ich jetzt dem Basti schreiben, dass er mich beim Zukunftsradar „Think Austria“ anstellen soll.
Ich gehe nämlich davon aus, dass der Wirecard-Gründer Markus Braun, dem die Think Austria-Chefin Antonella Mei-Pochtler „einen fundierten Blick in die Zukunft“ attestiert hatte, nicht mehr lange zur Verfügung stehen wird!
Aber so ein schöner Posten sollte nicht unbesetzt bleiben dürfen, zumal sich Herr Braun möglicherweise bald hinter schwedischen Gardinen wiederfinden könnte. Es gilt selbstverständlichst die Unschuldsvermutung!
Wobei es sich wahrscheinlich ohnehin eher um eine Art Kunstwerk handelt, wenn man 1,9 Milliarden Euro in der Bilanz stehen hat, die auf Treuhandkonten in Asien verbucht worden sein sollen, aber von Bilanzprüfern nicht wirklich gefunden werden.
Um den Basti von meiner Eignung für das „Zukunftsradar“ zu überzeugen, habe ich mein Ouija-Brettl befragt und auch in die Glaskugel geglotzt. Hier die Ergebnisse:
Der Arsch auf Grundeis
Zuerst recht verschwommen, aber dann immer klarer und klarer habe ich in meiner Glaskugel einen vermutlich männlichen, jung anmutenden Arsch gesehen, der am Grundeis pickt.


