Frag Die Kickl – No.18 – Opernball und Mascherlposten





Liebe Kickl,
gestern habe ich mir, wie eh jedes Jahr, den Opernball angeschaut. So schön, oder? Auch wenn ich natürlich unseren Bundeskanzler schmerzlichst vermisst habe. Hast du auch geschaut und falls ja, wie hat es dir gefallen?
Grüße, Peter

Lieber Peter,
ja, selbstverständlich habe auch ich Opernball geschaut! Wie dir hat mir unser Basti mehr als nur gefehlt, aber er war in höherer Mission unterwegs. Nämlich den österreichischen Steuerzahler vor der gierigen EU zu retten!

Aber es waren eh genug andere da, an denen wir uns erfreuen durften. So war Margarete Schramböck da, allerdings leider ohne Wunschelrüte.

Auch Ulrike Lunacek war tapfer und nahm ihre Pflicht als Repräsentantin der Regierung wahr, anstatt wie früher gegen den Opernball zu demonstrieren.

Unsere eiserne Lady Karoline Edtstadler war ebenso mit dabei und ich konnte sogar manchmal ein Lächeln entdecken. Nicht, dass das Bedeutung oder Relevanz hätte, aber ich schreibe es zwecks der Vollständigkeit.

Das Highlight war gewiss unser Bundesbelli, vor allem deshalb, weil er doch zur Vorbereitung auf den Ball aller Bälle im neuen Opernball-Donald Duck geschmökert hat.

Besondere Freude haben mir persönlich Josef Pröll und Bettina Glatz-Kremsner bereitet. Die beiden kennen wir ja gut, nicht zuletzt wegen der Casinos Austria.

Und während sich das schnöde, vor dem Opernhaus oder dem Fernsehgerät weilende Fußvolk Gedanken zu etwaigen Unregelmäßigkeiten jedweder Art macht, vergnügten sich beide, als könnten sie kein Wässerchen trüben. Was wiederum die fehlende Schramböck-Wünschelrute erklärt.

Glücklicherweise gibt es genügend Medien, die uns über den Opernball informieren. Wie auch über andere Nebensächlichkeiten der Republik. Da wären zum Beispiel

– der Ankauf der Eurofighter
– die genannte Postenbesetzung in den Casinos Austria
– Spenden an FPÖ-nahe Vereine
– die Anklage gegen ÖVP-nahe und bestens vernetzte Spitzenbeamte aus dem Innenministerium, die “Spenden in der Höhe von rund einer Million Euro an ihnen Nahestehende verteilt haben“ sollen
– die Wahlkampfkostenüberschreitung der ÖVP
– BUWOG und den schönen KHG
– lustige Posten mit viel Kohle und null Arbeit = Mascherlposten
“Kulturförderung“ für KTM, die bestimmt nichts damit zu tun hat, dass KTM-Chef Stefan Pierer in der Höhe von 436.563 Euro an die ÖVP gespendet hatte

Was der Ulrike Lunacek neuerdings der Opernball, sind den Grünen ebenso neuerdings die Generalsekretäre.

Aber gut, wollen wir mal nicht so pingelig sein. Das mit “keine Koalition mit der türkisen Schnöseltruppe“ war ja auch nicht so ernst gemeint und einzig dem Wahlkampf geschuldet.

Wer das ernst nimmt, ist sowieso selber schuld!

Wir, das vor dem Opernhaus weilende Fuß- und Wahlvolk, wird halt weiterhin für blöd verkauft. Und das wird umso besser funktionieren, je weniger Informationen wir bekommen.

Insofern ist es auch ausnehmend begrüßenswert, dass Julian Assange und Edward Snowden als abschreckende Beispiele herhalten können. Nicht auszudenken, wie sich die Welt verändern würde, wenn es mehrere solcher Menschen gäbe …

Herzliche Grüße,
Die Kickl

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Eine Antwort auf „Frag Die Kickl – No.18 – Opernball und Mascherlposten“

  1. VdBs Entenhausener Studien waren mir bislang entgangen – herrlich! 🙂
    Im Gegensatz zu seiner Zeit an der Spitze der Grünen führt er das Amt des Bundespräsidenten ja auch mit einer derart großväterlichen Harmlosigkeit, dass man nämlich sagen könnte: Der Staatsopa war in der Staatsoper.

    Und so, wie die amerikanischen Vorwahlen momentan laufen, scheint man dort in Anbetracht der verbleibenden, betagten und männlichen Kandidaten sogar schon gezwungen zu sein, sich einen Staatsopa zu wählen. Die Frage ist nur, welchen.

    Liebe Grüße,
    Harald aus Wien

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