#Brieferl No.101 – Spendenaufruf für KHB

Lieber Cousin Herbert,

darf ich dich heute um deine Hilfe, Unterstützung und Mitarbeit bitten? Es geht um deine Ministerkollegin KHB (nicht zu verwechseln mit dem schönen KHG).

Die Arme! Sie hat es wirklich nicht leicht, wie ich ihrem Interview mit der Basti & Bumsti – Prawda betreffend dieser 150-Euro-Angelegenheit entnommen habe. Die Challenge möchte sie übrigens nicht annehmen. Das kann ich gut verstehen.

“Ich bin Minister, ich arbeite ab nächster Woche wieder rund um die Uhr, also ich habe wirklich besseres zu tun, als eine Challenge anzunehmen.“

Die Arme bekommt wohl noch nicht einmal genug Schlaf, hackelt sie doch “wieder rund um die Uhr.“ Aber eigentlich will ich auf diese Passage hinaus:

“Mir ist es wichtig, für die Menschen in unserem Land das Beste zu tun. Da stecke ich all meine Kraft und Energie hinein.“

Du siehst bereits, worauf ich hinaus will, nicht wahr? Kein Wunder, dass sie als Gesundheitsministerin das Rauchen fördert und als Sozialministerin der Ansicht ist, dass 150 Euro pro Monat zum Leben locker reichen.
Es liegt an ihrem niedrigen Kraft- und Energielevel!

Wir haben jetzt zwei Möglichkeiten, sie zu unterstützen:

1) Wir sammeln Energiefelder und Kraftsteinderln für sie.
Das ist der Punkt, an dem ich um deine Mitarbeit ersuche. Ich schlage vor, du richtest bei dir im Ministerium ein kleines Kammerl ein, in dem die Zusendungen aus der Bevölkerung gesammelt werden. Du verwaltest diese Spenden und bringst der KHB immer etwas mit, wenn ihr euch im Parlament trefft. Du musst halt bitte mit der Dosierung vorsichtig sein . Wir können es unter keinen Umständen riskieren, dass sie auf Grund eines zu großen Energieschub die Patschen streckt. Sie ist doch wirklich die Kompetenteste der Basti & Bumsti – Allianz, das Gelbe im faulen Regierungsei.

2) Wir beauftragen Profis
Die türkise Ministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort , Margarete Schramböck kann sicherlich mit der professionellen Energie- und Kraftaufladung helfen. Immerhin hatte diese einen Gewerbeschein als Humanenergetikerin und kann sogar mit Pendeln und Wünschelruten arbeiten. Was sicherlich dafür ausschlaggebend war, dass sie jetzt ausgerechnet für Digitalisierung zuständig ist. Liegt faktisch auf der Hand.

Beim ÖVP-Vizeobmann Peter Haubner könnten wir auch noch anfragen, der ist nämlich auch professioneller Wünschelrutengeher – mit Zertifikat!
https://derstandard.at/2000077021938/Auch-OeVP-Vizeobmann-Haubner-ist-Energetiker

Eine Frage bleibt natürlich noch offen, nämlich die der Finanzierung. Wenn du deine kostbare Zeit als Mitarbeiter zur Verfügung stellst, wie in Variante 1 vorgeschlagen, musst du freilich entschädigt werden. Und auch Schramböck und Haubner in Variante 2 werden das nicht unentgeltlich machen. Also woher nehmen?

Da habe ich aber schon eine Idee. Es gab doch mal – angeblich, es gilt freilich die Unschuldsvermtung – einen hübschen Koffer, mit noch fescheren 70.000 Euro drinnen.
https://www.falter.at/archiv/wp/einen-koffer-mit-70-000-aussibracht
Könnte man daraus nicht etwas verwenden?

Interessant ist übrigens auch, dass die Logos für Ponyzei und Puma von einer Firma gemacht wurden, deren Geschäftsführer früher Chef der “Ideenschmiede“ war, die wiederum die mit dem hübschen 70.000-Euro-Koffer waren.
https://derstandard.at/2000084686487/Logos-fuer-Grenzschutzeinheit-und-Pferdestaffel-wurden-von-FPOe-naher-Agentur
Ob da vielleicht auch jemand mit abgecasht hat? Falls ja, dann könnte man damit doch auch den Sozialfall “Sozialministerin“ unterstützen, meinst du nicht?

Offenbar ist nicht nur das Energie- und Kraftlevel von KHB unter aller Sau, sondern vor allem ihr Bildungslevel. Anders kann ich mir nämlich die bisher beste ihrer Aussagen nicht erklären:

“Zum Beispiel, dass ein Mensch ins Kino gehen muss, um an der Gesellschaft teilzuhaben. Ich meine: Wie viele können sich das leisten? Ich finde nicht, dass Kino überlebensnotwendig ist.“

Da hat sie schon recht – Kino alleine macht das Leben nicht lebenswerter. Wärst du bitte so nett und erzählst ihr vom Artikel 22 der UN-Menschenrechtscharta? Da steht nämlich folgendes geschrieben:
https://www.menschenrechtserklaerung.de/soziale-sicherheit-und-menschenwuerde-3661/

“JEDER hat als Mitglied der Gesellschaft das Recht auf soziale Sicherheit und Anspruch darauf, durch innerstaatliche Maßnahmen und internationale Zusammenarbeit sowie unter Berücksichtigung der Organisation und der Mittel jedes Staates in den Genuß der wirtschaftlichen, SOZIALEN und KULTURELLEN Rechte zu gelangen, die für seine Würde und die freie Entwicklung seiner Persönlichkeit UNENTBEHRLICH sind.“

ich weiß schon, was du sagen willst. Diese i-Tüpfler-Reiterei immer. Nicht umsonst ist die “Evaluierung der Europäischen Menschenrechtskonvention“ Teil des FPÖ-Wahlprogramms gewesen.
https://danielakickl.com/lieber-cousin-herbert/brieferl-no-91-faule-eier-fuer-den-hugo-in-der-bbhf/

Vielleicht kann man ja auch die UN-Menschenrechtscharta “evaluieren“? Damit nämlich in Zukunft gewährleistet ist, dass so Leute wie ich nicht blöd drauf herum reiten. Weil wenn schon reiten, dann nur auf Ponyzei-Pferderln. Oder im Schweinsgalopp nach Schasklappersdorf.

Liebe Grüße,
Cousine Daniela

7 Antworten auf „#Brieferl No.101 – Spendenaufruf für KHB“

  1. Danke Daniela, du rettest mein Wochenende! Endlich gibt es angebrachte Lösungen für diese armen Politikerinnen! Ich bin nun optimistischer bezüglich der politischen Zukunft!
    Liebe Grüße,
    Dorothea

  2. Ich habe alle Brieferln gelesen und immer herzlich gelacht, obwohl die Zustände in dieser Regierung eigentlich zum Weinen sind. Mittlerweile glaube ich fast, dass es sich um eine Art Zombie- Apokalypse oder Vampir-Parallel-Welt handelt: eine Ansammlung von Politikern, die immer wieder aufstehen und politisch überleben. Weder die Justitz, noch die Zivilgesellschaft haben wirksame Mittel gefunden, solche Politiker aus dem Verkehr zu ziehen. Sie zerfallen auch nicht zu Staub, wenn man ihre Machenschaften ans Sonnenlicht zerrt. Schlimmer noch, immer größere Teile der Bevölkerung werden infiziert, mit diesem Gemisch aus Neid, Missgunst, Gier und Intoleranz. Danke für die pointierten, ausgezeichnet recherchierten Brieferln.

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