#Brieferl No.106 – Kreuzerl ohne Haken und Radar-Kurse à la Mahrer

Lieber Cousin Herbert,

hoffentlich geht es dir soweit gut und du lässt dich von Medienberichten rund um das BVT nicht allzu sehr aus der Ruhe bringen. Es ist ohnehin davon auszugehen, dass jetzt insgesamt mehr Ruhe herrscht, in welcher im Allgemeinen auch Kraft liegen sollte. Weil doch der Informationsaustausch eingeschränkt scheint. Weniger Austausch bedeutet weniger Arbeit, weniger Arbeit bedeutet mehr Ruhe. Ich finde das ausgesprochen rücksichtsvoll und sozial von dir, dermaßen auf die Gesundheit der BVT-Mitarbeiter zu achten.

Wie geht es eigentlich den Mitarbeitern des BFA? Mir dünkt, ein WIFI-Kurs wäre angebracht, um endlich das ordnungsgemäße Erkennen von Homosexualität zu gewährleisten. War der eine Asylwerber zu wenig schwul, so gibt es jetzt einen, der wiederum mit “überzogenem mädchenhaften Verhalten (Gestik und Mimik)“ den Beamten angeblich irritiert hätte.

Wegen der vielen Profi-Energetikerdie neuerdings im Parlament auf der Suche nach Quellen der Erkenntnis, Wasseradern oder vielleicht auch der Einnahme sind, weiß ich, dass am WIFI Energetikerausbildungen angeboten werden.

Analog zu deren “Ziel, Disharmonien (Energieblockaden) in der Aura zu beheben“ habe ich mir erlaubt, Vorschläge für eine Kursreihe „Mit wenigen Schritten zum Schwulen-Radar“ auszuarbeiten.

Level 1: Erkennen Sie die eigenen detektierenden Kräfte und lernen Sie diese im täglichen Berufsleben zu nutzen!

Level 2: Befasst sich mit der Verwendung von Gestik und Mimik von Homosexuellen, um Informationen von Homosexualität in die Zellen Ihres im „Radar-Modus“ befindlichen Körpers zu übertragen und dessen natürliche Intelligenz zu ganzheitlichem Erkennen zu reaktivieren.

Level 3: Alle Intensiv-Seminare dienen dem Vertiefen des Gelernten.

Level 4: Vertiefende Einsichten in die Arbeit mit dem „Schwulen-Radar“, Erfahrungen austauschen, Fragen beantworten sowie konkrete praktische Themen erarbeiten (Bsp: ist ein gehauchtes „Huch“ nur ein „Huch“ oder doch ein Indiz? Wieviel Rosa ist genug und warum es nicht ins Rot abgleiten darf, es sein denn, es handelt sich um Rotlicht?)

Level 5: Es wird auch auf die zukünftige Praxis Bezug genommen und die abschließende Vorbereitung auf die berufliche Arbeit mit dem „Schwulen-Radar“ vermittelt.

Aus Gründen, die auf der Hand wie im Geldbörsel liegen, sollte explizit zwischen „Schwulen-Radar“ und „Lesben-Radar“ unterschieden werden. Außerdem empfehle ich, auch für jeden anderen Teilbereich der Geschlechtervielfalt einen eigenen Kurs anzubieten. Auf diese Idee hat mich übrigens der Herr Mahrer gebracht.

Als designierter Präsident der Notenbank schafft er es nämlich locker, auch noch ein paar andere Posten innezuhaben, die da wären:
Chef vom Wirtschaftsbund
Chef der Wirtschaftskammer
Obmann des SVA
Präsident vom Wifo
Präsident der Nationalbank
Mitglied im Präsidium der Sporthilfe
Geschäftsführer und Eigentümer der HM Tauern Holding

Weißt du, was mich immer wieder verwundert? Als schnöder Angestellter muß man meistens eine Konkurrenzklausel in seinem Arbeitsvertrag unterschreiben, damit man sich auch wirklich mit voller Kraft seinem Brötchengeber widmen kann. Warum gilt das für diese Positionen nicht? Da ich nicht mit einer ausgefeilten Antwort rechnen kann, habe ich dir ein paar Antwortmöglichkeiten vorbereitet. Du brauchst also nur noch Kreuzerln zu machen. Keine Sorge, da ist kein Haken dabei.

1) Das kann man nicht vergleichen. Angestellte sollen hakeln, Chef-Sein geht so auch.

2) Diese Postenzuteilung dient der seelischen Ausgewogenheit unseres Schweigekanzlers. Wenn er schon mündliche Anweisungen gibt, dann in konzentrierter Form an eine Person.

3) Ich zitiere unseren Kanzler: das ist hier jetzt eine „nicht notwendige Diskussion“.

4) Postenbesetzungen auf dieser Ebene sind so ähnlich zu betrachten, wie Gewinnspiele von der ÖVP. Diesmal war es halt nicht „Karin K.“ sondern „Harald M.“

5) Ist es nicht offensichtlich, dass Herr Mahrer zum Testimonial der noch geheimen Kampagne “12-Stunden sind für Luschis, da geht noch mehr“ gemacht wird?

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Abschließend muss ich dir unbedingt noch zeigen, wie du für deine Ponyzei künftig noch mehr Sympathien in der Bevölkerung erringen kannst.
https://www.nachrichten.at/nachrichten/chronik/OEBB-Fahrgast-nahm-Pferd-mit-in-Zug;art58,2986468

Die Vorteile des Transports in öffentlichen Verkehrsmitteln: billig und vor allem volksnah. Ich würde der ohnehin bereits eingebläuten ÖBB an deiner Stelle dringend von weiterer Pferde-Transport-Verweigerung abraten und stattdessen sämtliche (auch städtische) Verkehrsbetriebe, zum Pferde-Transport verpflichten.

Das wird total super, du wirst sehen! Die bisherige Flut an eh schon total faden Katzenbildern in den sozialen Medien wird von einer neuen Serie der Pferdebilder abgelöst.

Bleibt mir für heute, dir für die rasche Umsetzung Hals- und Beinbruch zu wünschen.

Liebe Grüße,
Cousine Daniela

4 Antworten auf „#Brieferl No.106 – Kreuzerl ohne Haken und Radar-Kurse à la Mahrer“

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