#Brieferl No.237 – Die aufgeworfene Ziem-Zicke




Lieber Cousin Herbert,

da warten wir alle mehr oder weniger gespannt, ob sich Bumstis Göttergattin Fipsi nun doch für ihr Nationalratsmandat entscheidet oder nicht, und was ist? Zeit lässt sie sich!

Ihren Facebook-Account scheint sie völlig vergessen zu haben vor lauter Nachdenken. Das letzte Posting ist vom 3. Oktober und der nicht mehr funktionierende Link auf die Tierschutzbeauftragte ist auch immer noch drinnen.

Wie ich dem neuerdings über sie vorhandenen Wikipedia-Artikel entnehmen durfte, war sie immerhin von Sommer 2018 bis Herbst 2019 ehrenamtlich in dieser Position tätig.

Was folgende Frage aufwirft: WER in der FPÖ kümmert sich jetzt um die Viecherln?

Um diese Frage zu klären, habe ich mir die Webseite der FPÖ angeschaut und ganz allgemein “Tierschutz“ eingegeben.

Also da ist wirklich was weitergegangen mit der Fipsi, das muss man ihr lassen!
Der letzte Eintrag der blauen Quelle stammt vom 2. Dezember 2018.

Na, macht ja nix. War eh nur ehrenamtlich, da darf man nicht so pingelig sein.

Auch habe ich dem neuen Wikipedia-Artikel entnommen, dass die 9.500 Euro als Social-Media-Beauftragte für … das ist spannend, da müssen unbedingt ein paar … rein … also sie war zuständig für … sie hat das Gehalt bekommen für … den Auftritt ihres Ehemanns, des damaligen Vizekanzlers Heinz-Christian Strache (FPÖ), in den sozialen Medien!

Hmmmmmm … Glaubst du, dass sie es war, Fipsi höchstpersönlich, die ihm den Zugang zu seiner Facebookseite gezupft hat?

Es ist ja sicherlich ein Nachteil, wenn man den Gespons auch in der Firma am Hals hat. Da könnte das eine oder andere oligarchische Nichten-Ungemach schon zu arbeitstechnischen Dissonanzen führen.

Ich bin ja gespannt, ob ihr dem Bumsti sein Facebookseite zurückgeben werdet. Nur zur Erinnerung, falls ihr das Begehr des Anwalts nicht gelesen habt: bis Freitag habt ihr dafür Zeit!

Das Gehalt unserer Fipsi war auch Thema im “Report“ gestern. Unser wärmender KHB-Nachfolger Norbsi “Heizlüfter“ Hofer war da gar nicht mehr so lieb und herzig, wie er sonst immer tut.

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Zuerst kam die Frage, ob 9.500 Euro im Monat angemessen waren für unsere Fipsi,.

Norbsi: “Gut, ist es angemessen, wenn der Chef vom ORF so 400.000 Euro verdient? Ich möchte schon eines sagen: ich möchte nicht über Gelder diskutieren, sondern es geht um die Frage, gibt es bei den Belegen irgendwelche Fälschungen. Das ist das, was die Staatsanwaltschaft beschäftigt. Und DIESE Frage ist zu klären und nicht, ob jemand einen Betrag x bekommen hat.“

Susanne Schnabl: “Na ja, das ist schon auch eine Frage für Ihre Funktionäre. Der ORF-Chef hat immerhin die Verantwortung für tausende Mitarbeiter. Für was war Philippa Strache verantwortlich?“

Norbsi: “Der ORF-Chef hat mehr Verantwortung als der Bundespräsident? Das wage ich zu bezweifeln.“

Schnabl:Wir haben jetzt über Philippa Strache gesprochen.“

Norbsi: “Ja, aber ich sag nur den Vergleich. Der ORF-Chef bekommt als der Bundespräsident. Und da muss ich mir nicht vorwerfen lassen vom ORF, wer wieviel in der FPÖ verdient!“

Als Susanne Schnabl daran erinnert, dass die aufgeworfene Frage das “wofür“ war …

Norbsi: “Ja, das haben SIE aufgeworfen, diese Frage. Und ich diskutiere nicht darüber, wer wieviel verdient, wenn an der Spitze Ihres Unternehmens jemand 400.000 verdient!“

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POTZBLITZ! Ich orte hier einen Skandal! Ach, was heißt, einen MEGASKANDAL!

Ich sehe schon die Schlagzeile

“Reporterin wirft bei Interview Frage auf!“

Auch wenn ich es nicht für möglich gehalten hätte, aber der Manfred Haimbuchner hat mit gestern schon gut gefallen. Der hat sich nämlich kein Blatt vor den Mund genommen und gemeint:

“Und nebenbei halt ich nichts davon, dass man als Obmann oder Klubobmann seine eigene Frau im Parlamentsklub anstellt. Das ziemt sich nicht, das gehört sich nicht.

Als engagierte Tierfreundin freut sich unsere Fipsi sicherlich besonders, wenn ich ihr zu Ehren hier und heute die Ziem-Zicke erfinde, oder?

Nicht, dass ich unsere Fipsi zickig finden würde, keinesfalls selbstverständlich. Das ist eine Hommage an ihre Leistungen als Tierschutzbeauftragte. Die vielen Zicklein, stellvertretend für alle Fauna-Wesen, denen es nun dank ihres Engagements ziem-lich viel besser geht.

Ich bin ja nur froh, dass der Norbsi sich und die FPÖ für eine Koalition nun doch gleichsam opfern würde, um eine selbige zwischen Türkis mit der Weltuntergangssekte namens Grüne zu verhindern!

Wenngleich du als Person weniger als Trumpf, denn als schwarzer Peter gibst.

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Schnabl: “Wie lösen Sie den Konflikt ums Innenministerium? Für Sebastian Kurz ist Herbert Kickl untragbar, egal in welcher Regierungsfunktion.“

Norbsi: “Ich habe da eine ganz gute Idee, aber die werde ich Ihnen noch nicht auf die Nase binden!“

Schnabl: “Warum?“

Norbsi: “Weil ich das, wenn es so weit kommt, mit einem möglichen Koalitionspartner besprechen werde.“

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Weiß er eigentlich, dass du das eventuell anders siehst?

Oder hat der Norbsi gar irgendwas in der Hinterhand, von dem wir nix wissen?
Vielleicht ein schickes Angebot, das die “türkise Buberl- und Mäderlpartie“ nicht ablehnen kann?

Liebe Grüße,
Cousine Daniela




3 Antworten auf „#Brieferl No.237 – Die aufgeworfene Ziem-Zicke“

  1. Danke für das wunderbare Brieferl und für die Behebung de Ladefehlers! Wie immer hervorragende Beschreibung dieses politischen Affentheaters! Nochmals ❤️Dank 👏👏

  2. Beim Interview mit Schnabl hat der Norbsi den NLP-Reframing-Hammer aber brutal ausgepackt. Für jemanden mit einem NLP-Hammer sieht halt alles nach Rhetoriknagel aus!
    Schreibt der ex-BiMAZ nun wieder seine Reden? Muss der Norbsi vor solchen Interviews zum ex-BIMAZ-briefing? Trainiert der ex-BIMAZ mit dem Norbsi vorher die „Spontantworten“ oder macht er das einsam hintern Betongartenzaun?
    Macht der ex-BIMAZ nachher mit Norbsi ein performance-review oder gar eine Supervision? Gibt es da bei Zielerreichung am Jahresende eine NLP-Prämie (ca 9.500,-)
    An welcher Schulter kann sich Norbsi nachher ausweinen, wenn es so daneben geht, wie beim Interview mit Fr. Schnabl?
    Fragen über Fragen!
    .

    1. „… kann sich Norbsi nachher ausweinen, wenn es so daneben geht, ..“

      mit den ohren der anhänger gehört glaube ich, dass für die das interview nicht danebenging. da zählt nicht der inhalt sondern lediglich der gegenschlag, sei er noch so hirnlos. 😉

      da die meisten anhänger sowieso mit dem orf über kreuz sind haben sich mit sicherheit viele johlend auf die oberschenkel geklatscht…

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