#EU28wks – Woche 22 – Tschechien

Als eines von 10 Ländern trat Tschechien am 1. Mai 2004 der Europäischen Union bei.

Als Jahrgang 1970 kannte ich noch die Tschechoslowakei, die wie Ungarn hinter dem eisernen Vorhang von Österreich getrennt und Teil des Ostblocks war.

Die Hauptstadt Prag soll ausnehmend schön sein, jedoch durfte ich bisher nie so weit ins Landesinnere vordringen. Excalibur City, im “Niemandsland“ zwischen dem österreichischen Kleinhaugsdorf und dem tschechischen Znojmo gelegen, sowie Znojmo selbst, waren zu Einkaufszwecken meine einzige Berührung mit tschechischem Boden.

Viele Menschen, die dem tschechischen Boden entstammen, egal ob es damals noch Böhmen oder eben Tschechoslowakei hieß, haben mein Leben beeinflußt. „#EU28wks – Woche 22 – Tschechien“ weiterlesen

#Brieferl No.146 – Weihnachtsamnestie

Lieber Cousin Herbert,

Advent und Weihnachten sind doch nicht nur eine besinnliche Zeit, in der ich immer das Gefühl habe, dass die meisten Menschen ein Spürchen netter sind, sondern auch die der Weihnachtsamnestie.

Im vergangen Jahr waren 13 Personen in Österreich davon betroffen.
https://derstandard.at/2000071068766/13-Begnadigungen-dank-Weihnachtsamnestie

Ich will zu Weihnachten auch besonders nett sein und spreche daher Begnadigungen aus.

Begnadigung No.1: KHB

Sie, die sie das Gelbe im faulen Regierungsei ist, und nicht nur nicht mit dem schönen KHG verwechselt werden darf, sondern auch für “Keine Heuchelt Besser“ steht, bedarf unbedingt der Begnadigung.

Im Ö1-Interview zu “Änderungen beim Mutter-Kind-Pass“ hatte sie, unter Aufbringung sämtlicher Kompetenz, folgendes von sich gegeben:

“Gerade bei den psychosozialen – ähhh – Faktoren ist das die Herausforderung, wenn die Mutter beispielsweise Süchtlerin oder Alkoholikerin ist.“

Da hat sie wahrscheinlich wieder ein paar Sachen vergessen, die Gute. Beispielsweise, dass sie mit einer Reporterin und nicht mit der Nachbarin spricht. Interessant auch, dass Alkoholikerinnen offenbar keine “Süchtlerinnen“ sind, weil Alkohol vermutlich im Sinne der Gastfreundschaft, wie auch das Rauchen, ein Kulturgut darstellt. „#Brieferl No.146 – Weihnachtsamnestie“ weiterlesen

#EU28wks – Woche 23 – Ungarn

Als eines von 10 Ländern trat Ungarn am 1. Mai 2004 der Europäischen Union bei. Seit kurzem (ich verwende ja neuerdings lieber “unlängst“, aber in diesem Fall passt es) darf der amtierende Ministerpräsident Viktor Orbán sogar Pate für die “Orbanisierung“ sein.

Da freut sich das Österreicherherz besonders, wenn die deutschen Nachbarn über “Die Orbanisierung Österreichs“ betreffend Druck auf die liberale Demokratie berichten.

Wo sind die Zeiten aus Kindertagen, als ich den ungarischen Grafen Andrássy in den Sissi-Filmen anhimmeln konnte? Wahrscheinlich war Andrássy der erste Mensch aus Ungarn, den ich “kannte“.

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#Brieferl No.145– Die Ruinen von Schasklappersdorf

Lieber Cousin Herbert,

heute habe ich dir etwas besonders Aufregendes mitgebracht.

Auf mir nicht näher bekanntem Wege wurde mir das historische Dokument “Die Ruinen von Schasklappersdorf“ aus dem Jahr 2200 zugespielt. Es ist eigentlich ein Museumsführer, der an die Zeit der “Ruhmlosen Bastarde“ erinnern soll.
Der angloamerikanische Raum hatte offenbar die “Inglorious Basterds“ von Quentin Tarantino zum Vorbild für die Namensgebung herangezogen, um den Herrschern von Schasklappersdorf eine würdige Bezeichnung zu verleihen.

Hier habe ich die wichtigsten Passagen dieses Führers für dich exklusiv zusammengefasst.

Der Medienraum

Im ersten Raum des Museums darf sich die Besucher*in an Informationen zur Schasklappersdorfer Medienlandschaft erfreuen.

Sie finden hier Ausgaben der Zeitschriften “Wochenblick“, die als “Desinformationsprojekt am rechten Rand“ dem Schasklappersdorfer Innen- und Pferdeminister gerade genug war, um neues Personal für die damalige Polizei, später “Ordnungspolizei“, zu rekrutieren.

Daneben erwartet die Besucher*in das Monatsmagazin “Alles Roger?“, das wegen der “antisemitischen Tendenzen“ auch zu den bevorzugten Rekrutierungsmedien zählte. „#Brieferl No.145– Die Ruinen von Schasklappersdorf“ weiterlesen

#Brieferl No.144– Ali, Basti und die rechten Räuber

Lieber Cousin Herbert,

wir müssen unbedingt noch ein paar Dinge besprechen, die in den letzten Tagen ans Tageslicht gekommen sind. Wie beispielsweise die“chaotischen Zustände“ bei der berittenen Polizei.

Ich weiß schon, dass du lieber von einem blauen Geheimdienst träumst und vor allem dein Hauptaugenmerk auf “wie verhindere ich Asylberechtigte“ legst. Die Idee, dass alle, die mit einem“Schlepper“ ins Land kommen dann kein Asyl bekommen, hat ja ausnehmend viel Potential.

Weil du dann, wie schon im September dargestellt, den Begriff “Schlepper“ausdehnen kannst, quasi auf alle. Auf Rettungsschiffe beispielsweise. Hat den unschlagbaren Vorteil, dass dann eh genau keiner mehr asylberechtigt ist. Ob sich das mit der EMRK oder sonstigen Gesetzeswerken in Einklang bringen lässt, ist dir vermutlich schnuppe.

Also schau halt wenigstens, dass das mit den Pferderln gut funktioniert. Ist ja eh schon peinlich genug, dass Österreich jetzt Polizeipferde hat, da sollte das wenigstens reibungslos klappen. „Es gab weder Futter, Sättel noch geeignete Reiter für die angekauften Pferde. Die Anlage wurde übernommen ohne Schaufel oder Geräte für die Pflege“.

Da braucht‘s jetzt nicht die großen Pferdeexperten, um erahnen zu können, dass so Viecherln auch was zu Essen brauchen, oder? Aber bitte.

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#Brieferl No.143– Stören- und Leichtfried

Lieber Cousin Herbert,

allerallerherzlichste Gratulation zu deinem 24. Gesamtplatz im Ranking jener 28 Menschen, die Europa 2019 „formen, erschüttern und aufrühren“ werden. Auch fast wieder etwas, worauf wir alle stolz dürften, wäre da nicht klitzekleine Kleinigkeit, dass du in der Subkategorien “Störer“ auf dem ehrenwerten 5. Platz in jener der “Störer“ zu finden bist.

Vermutlich hattest du noch gar nicht die Zeit, dir den Artikel genauer anzusehen, weshalb ich dir die besten Zeilen hier präsentiere.
Wegen deines Gfretts mit dem BVT und des Rundmails betreffend “kritischer“ Medien kam man zu dem Schluß:

In many parts of Europe, such missteps would trigger a minister’s resignation.

Kickl has become something of an embarrassment.

The minister is a personification of the dangers the far right poses to democracy.

Du wirst jetzt wahrscheinlich scharf nachdenken, was du tun kannst, damit du in der Liste der “Störer“ auf Platz 1 kommst. Ein „schlankerer, gemeinerer Steve Bannon“ ist jedenfalls schon ein guter Ansatz.

Besagter Steve Bannon, ein Rechter, dem nachgesagt wird, er sei ein Anhänger der Ideologie von der Überlegenheit der weißen Rasse, ist jedenfalls vor allem von unserem Basti begeistert.

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#EU28wks – Woche 24 – Zypern

Als eines von 10 Ländern trat die Republik Zypern am 1. Mai 2004 der Europäischen Union bei. Die Republik Zypern umfasst nicht die gesamte Insel, die nach Sizilien und Sardinien die Drittgrößte im Mittelmeer ist. Obwohl der nördliche Teil der Insel, die Türkische Republik Nordzypern, international nicht anerkannt ist, zählt er de jure zur EU, de facto aber nicht.

Die höchste Berg Zyperns ist der Olymp, der mit 1.952 Metern zwar um knapp 1.000 Meter niedriger ist als der Sitz der Götter am griechischen Festland, aufgrund der Namensgleichheit jedoch sicherlich schon bei dem einen oder anderen Touristen für Verwirrung gesorgt hat.

Ich selbst durfte bisher noch nie in Zypern verweilen, aber zumindest kannte ich einmal einen griechischen Zyprioten. Dieser war nämlich der Tanzpartner meiner besten Freundin, mit der ich 1987 und 1988 gemeinsam auch die Tanzschule besucht hatte. Immerhin etwas. Auffallend für mich war, dass er sich stets explizit als “griechischer“ Zypriot bekannt gemacht hatte.

Berühmte Zyprioten konnte ich auch nicht viele finden, Aphrodite gilt meines Erachtens wegen der Göttlichkeit nicht wirklich. Aber zumindest sind die Väter von Cat Stevens, der jetzt Yusuf Islam heißt, und George Michael griechische Zyprioten gewesen.

Jeder wird hiermit wieder herzlich eingeladen, sich mit lustigen, berührenden oder skurrilen Geschichten zu beteiligen. Entweder direkt auf meiner Homepage unter dem Artikel, auf Facebook in den Kommentaren oder auf Twitter mit dem Hashtag #EU28wks.

Diesmal konnte ich 2 Karten für das Programm „HOMO IDIOTICUS – eine Kulturgeschichte des Trottels“ von und mit Michael Niavarani ergattern. 

Und zwar für Mittwoch, 9. Jänner 2019 um 19:30 Uhr im Globe Wien Theater, Marx Halle, Karl-Farkas-Gasse 19, 1030 Wien.

Viel Spaß beim Kramen in Zypern-Erinnerungen 🙂

#EU28wks – Woche 25 – Bulgarien

Gemeinsam mit Rumänien trat Bulgarien am 1.1.2007 der EU bei. 2014 wurde der europäische Arbeitsmarkt für Rumänen und Bulgaren geöffnet, was unser Bumsti gar nicht gut fand.

https://www.trend.at/news/oesterreich/strache-arbeitsmarktoeffnung-bulgaren-rumaenen-369909

Bulgarien zählt ebenso zu jenen Ländern, in denen ich noch nie war und vermutlich auch nie sein werde.
Immerhin hatte ich in der 4. Klasse Volksschule eine entzückende Klassenkameradin aus Bulgarien namens Dimi. Sie war insofern ein wichtiger Meilenstein in meinem Leben, als sie über eine ältere Schwester verfügte, die wiederum begeisterte wie regelmäßige Leserin der Zeitschrift “Bravo“ war.
Mir war schon damals klar, dass man mit umfassender Bildung nicht früh genug beginnen kann.

Obwohl BVLGARI zwar “Bulgarier“ bedeutet, hat der italienische Juwelier nichts mit Bulgarien zu tun. Im Zuge des Schreibens dieser Zeilen habe ich mir erstmals auf dessen Homepage die Schmuckstücke angesehen. Der Hinweis bei den richtig schönen Stücken, man möge einen Termin vereinbaren, unterstützt meinen Unerschwinglichkeits-Verdacht. „#EU28wks – Woche 25 – Bulgarien“ weiterlesen

#Brieferl No.142– Der giftige RoboPol im Advent

Lieber Cousin Herbert,

nach dem aufregenden Vormittag im Untersuchungsausschuss durftest du am Dienstag noch zum Armin Wolf in die ZIB2. Schlecht hast du irgendwie ausgeschaut, und auch ziemlich nervös. Oder vielleicht auch nur genervt. Unlängst wurde ich durch einen deiner Fans auf eine mögliche gesundheitliche Beeinträchtigung deiner Person aufmerksam gemacht.

“Aus meinem Bekanntenkreis in Kärnten, auch Verwandten, höre ich, dass Dein Cousin bereits gesundheitlich angegriffen sei durch die ungerechtfertigten Angriffe gegen ihn, nicht von dir, sondern eben von denen, denen er im Weg ist. Er ist sehr belastet offenbar.“

Ich war sehr erleichtert, dass er nicht mir die Schuld in die Schuhe geschoben hat. Vielleicht ist sogar das Gegenteil der Fall und meine Brieferln verhelfen dir zu neuer Energie und muntern dich auf. Wobei …. sollte ich dann weiterschreiben? Natürlich! Im Sinne verwandtschaftlicher Unterstützung.

Glaubst du eigentlich, dass es Zufall war, dass ausgerechnet während deiner Befragung die Einigung bei der bundesweit einheitlichen Mindestsicherung erzielt wurde?

Der Basti war ja auch in der ZIB2, einen Tag nach dir. Allerdings beim handzahmen Tarek Leitner und nicht bei Armin “das sind jetzt allerdings a bisserl Krokodilstränen“ Wolf.
Da warst du dann doch recht schmähstad, als Herr Wolf gemeint hatte, du warst in der deiner Funktion als Generalsekretär nicht immer ein großer Fan der “übelsten Politjustiz“. Aber die Zeiten ändern sich eben in Anbetracht eines schicken Ministerpostens. „#Brieferl No.142– Der giftige RoboPol im Advent“ weiterlesen

#Brieferl No.141– BVT highlight and an ugly surprise

Lieber Cousin Herbert,

na, das war heute ja richtig spannend – du als Auskunftsperson (was Wahrheitspflicht bedeutet) im BVT-Untersuchungsausschuss! Das absolute Highlight bisher. Wenngleich die Erwartungen ob bahnbrechender Erkenntnisse oder gar Geständnisse freilich enden wollend waren.

Du warst sicherlich sehr aufgeregt und hast deshalb Red Bull getrunken. “Flying Horse“ wäre irgendwie witziger gewesen, aber ich glaube, dir war nicht so zum Spaßen zumute. Oder doch? Ich habe die besten Passagen für dich zusammengefasst. Man kann sich ja doch oft nicht so erinnern, was man gesagt hat.

Alles, was hier zitiere, habe ich dem Live-Ticker auf derstandard.at entnommen.

https://derstandard.at/jetzt/livebericht/2000092339043/ab-10-uhr-live-innenminister-kickl-kommt-in-den-bvt-untersuchungsausschuss

Ich mag deine Volksnähe.

“Ich stehe für Bürger gerne zur Verfügung, soweit es
mein Terminkalender zulässt.“

Frau Schwarz von der ÖVP wollte das nicht recht glauben und mutmaßte:

„Ich gehe davon aus, dass Sie wissen, dass Frau P. nicht eine normale Bürgerin ist und deswegen einen Termin bekommen hat.“

Dein Antwort:

„Sie würden sich wundern, wie viele normale Leute bei mir
einen Termin bekommen.“

Passt. Jeder, der sich gerne mit dir treffen will, kann sicherlich eine entsprechende Anfrage an ministerbuero@bmi.gv.at oder über +43-(0)1-53 126-0 stellen, korrekt?

Die Frau Schwarz hat dich auch nach den Prioritäten während deiner ersten Tage als Minister befragt:

“Er habe zunächst schauen müssen, dass er einen Schreibtisch, ein Telefon bekommt, zeitgleich habe es zahlreiche Medientermine gegeben. Das seien die Prioritäten in den ersten Tagen. Da sei man mehr ein Getriebener, als man Gestaltungsmöglichkeiten habe.“

Armer Herbie 🙁
Haben sie dir nicht einmal einen Schreibtisch gegeben und auch kein Telefon?!?! Unfassbar, wenngleich vorhersehbar. Das war sicherlich auch so eine „menschlich letztklassige“ Aktion wie das Wegräumen des Klopapiers im Vizekanzleramt! „#Brieferl No.141– BVT highlight and an ugly surprise“ weiterlesen