Frag Die Kickl – No.17 – Valentinstag





Happy Valentine, liebe Daniela,
was ich gestern andeutete, war, dass am 19.02.2020 in der BK Show das Thema “Frauen wollen zurück an den Herd“ droht. Wegen des Organs der Moderatorin und mancher Themen bin ich selten in der Lage, den Unterhaltungen zu folgen .
Die #metoo Welle hat sicherlich etliche gute, aber auch ungute Begleiterscheinungen mit sich gebracht. Zum Beispiel die Rückkehr spießiger Zeiten und ihr Ausschlachten in Politik und Medien. Dazu passen die sich ins Bild drängenden Personen. Jetzt fängt DIE auch noch mit dem Herd an! 
Denn ich hab mich immer gefragt, wen das Panoptikum dort wählt, wenn ich mal länger guckte. Ist eine Stichprobe der Dummen und Instinktlosen da versammelt, denen die Welt ihre Situation zu verdanken hat?
Ratlos grüßt,
Eduard
Im Sommer 73 Jahre alt

Lieber Eduard,

es war doch Valentinstag und da wollen wir nicht an die Dummen und Instinktlosen denken, sondern an die viele Liebe, die neuerdings immer und überall ist. Denn die Liebe überwindet oft die Grenzen der Dummheit. Wenngleich man bei der Regierung oftmals mehr an eine geschützte Werkstätte für Dumme und Instinktlose zu denken vermag, als an verantwortungsbewusste Menschen.

Also lass uns einen Blick in die aktuellen Liebesbeziehungen und deren Status werfen.

Pamela und die Roten
Status: schau ma mal

Pamela Rendi-Wagner scheint ein wenig unsicher ob der Liebe der Genossinnen und Genossen, weshalb sie, anstatt eine rote Nelke in „sie lieben mich, sie lieben mich nicht“ – Manier zu zupfen, vorzugsweise die Mitglieder nach ihrer Liebe befragen will.

Ist das gescheit? Wir wissen es noch nicht! Unsere Pamela scheint ein wenig verunsichert und hatte deshalb wohl auch nicht die Zeit, sich beziehungstechnisch fortzubilden.

“Die Frage „Liebst du mich noch?“ ist eine fiese Fangfrage, so etwas mögen Männer nicht.“

Wir können also für Pamela nur hoffen, dass die meisten Mitglieder weiblich sind und ihr die Frage nicht gar so krumm nehmen. Aber vielleicht ist sie eh froh, wenn sie den Weisel kriegt, weil sie selbst nicht den Mut zur Aufgabe hat. Wir wissen es nicht.

Klaudia und Airbus
Status: es ist kompliziert

Die Älteren unter uns können sich ja an die Anschaffung der Eurofighter noch erinnern, sofern wir sie nicht verdrängt haben. Nun wissen wir seit Anfang Februar von Airbus, dass „politische Zuwendungen“ in der Höhe von 55 Millionen Euro im Zuge des Verkaufs an 14 Einzelpersonen oder Organisationen geflossen sein sollen. In good old Austria.

Das wiederum hat unsere Verteidigungsministerin Klaudia Tanner auf den Kennenlern-Plan gerufen.

Verteidigungsministerin Tanner freut sich auf Airbus

Trotz der dramaturgisch einwandfrei dargebrachten Einladung scheint sich Airbus noch ein bisserl zu zieren. Ausgerechnet am diesjährigen Valentinstag, also Freitag, 14. Februar und dann auch noch kurz vor 14 Uhr, war ein Schreiben von Airbus eingetrudelt, in dem man die freundliche Einladung zum Kennenlernen ausgeschlagen hat.

Diese Ablehnung dürfte sich derartig traumatisch auf unsere Klaudia, aber auch unseren Vize-Werner ausgewirkt haben, dass sie ein Opfer der Verdrängung wurden. Denn in der gestrigen Sendung “Im Zentrum“ hatte Klaudia den mitfiebernden Zusehern erzählt, dass sie eben so schnell wie möglich zum Tête-à-tête wolle.

Basti und Birgit
Status: wenn das nicht Liebe ist, was sonst

Dereinst bei den Grünen als Anführer der türkisen Schnöseltruppe verschrien, hat sich unser Basti seinen Weg zuerst in den Kopf und dann ins Herz der Wienerin Birgit gebahnt.

Ganz ihrem Schatzi nacheifernd, spricht auch sie ab sofort Warnungen aus, im Konkreten vor Rot-Türkis. Ob es ihr dabei wie der armen, zuvor erwähnten Klaudia geht und die Verdrängung ob der eigenen Wien-Koalition mit Rot oder gar der Regierungskoalition mit Türkis übermächtig wurde, wissen wir nicht.

Die Liebesbeziehung scheint sich bei ihr jedoch auf den Gesamtzustand zu schlagen, ist sie doch mittlerweile “empörungsmüde“. Wir könnten natürlich eine Sammelkassa starten und ihr ein Buch schenken …

https://www.ullstein-buchverlage.de/nc/buch/details/empoert-euch-9783550088834.html

Basti und Justin
Status: ned so toll

Unser Basti versucht ja allerorts beliebt zu sein und macht sich entsprechend bei jeder bietenden Gelegenheit wichtig. So auch auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Da offenbarte er uns seine Weisheiten, unter anderem:

“In Austria we don‘t have problem to integrate the son and the daughters of the ambassadors who work for the United Nations in Vienna. There are no problems with them. But of course if you have many people from Iraq, Syria, Afghanistan who are not very well skilled and have no chance in the Austrian labor market, it‘s much more difficult to integrate them.“

Justin Trudeau, der Regierungschef aus Kanada, scheint irgendwie eine grundsätzlich andere Einstellung zu haben. Ihm war nämlich bewusst …

“The issue in the difference isn’t in the skills of the people coming … but the difference is in ‘how to include them, how you give them tools to integrate, even if they didn’t come from a wealthy family with a great education‘. They have a tremendous amount to contribute. And the strength of your social safety-net, the strength of the investments you are willing to make in those first few years will pay off ..“

Die weltanschaulichen Differenzen hatte der sympathische Justin bereits 2017 ausgemacht (Danke an Sonja M. Lauterbach fürs Finden!)

 

Basti und Erhard
Status: das wird sicher nix mehr

“Ich habe mich einige Male mit Sebastian Kurz ganz klar in einer Richtung auseinandergesetzt – auf seine INHALTE. […] Da bin ich drauf gekommen, dass er von bestimmten Dingen GOA NIX weiß. Ich habe mehrere Mal den Sebastian Kurz […] gefragt: was ist der Inhalt? Wofür steht er? Da hat er mir 4 Mal nicht geantwortet. Und 2 Mal hat er geantwortet: ‚ich weiß, dass ich hier ein Problem hab, wir haben schon 12 Mal eine Sitzung darüber gemacht.‘“

Schade. Armer Basti. Aber Birgit und Werner werden ihn schon trösten. Und notfalls kann er zumindest der Sigi zu neuem Liebesglück verhelfen.

Herzliche Grüße,
Die Kickl

Möchtest auch du dich an “Frag die Kickl“ wenden? Zögere nicht und sende ein E-Mail an daniela@danielakickl.com



Frag Die Kickl – No.16 – Der Heiland als Heileit für die Leit!





Servus Kickl!
Nach der gestrigen Aussprache zwischen Teilen der Bundesregierung und Vertretern der Staatsanwaltschaft wage ich es kaum noch auszusprechen – aber samma jetzt in Richtung totaler Message-Control unterwegs?
Grüße, A. aus B.

Liebe(r) A.,
aber nein, selbstverständlich nicht! Ganz im Gegenteil! Man kann natürlich immer versuchen, Unerwünschtes einzudämmen. Aber der Mensch an sich tendiert zur Trotzigkeit, nicht zu verwechseln mit dem Trotzkismus, also immer zum “Jetzt erst recht!“.

Insofern bedanke ich mich recht bei meinem geheimen Geheiminformanten, der mir nachstehendes Transkript des gestrigen Tages zugespielt hat!

***********************************

Montag, 10. Februar 2020, 6:30, Meidling

Basti: Ha, das wird heute wieder ein super Tag!
Verschlafene Susanne: Scho wieda?
Basti: Ja! Heute gibt‘s endlich die große Aussprache!
Verschlafene Susanne: Mit wem? Mit dem HC?
Basti: Mit dem HC? Wieso mit dem HC?
Verschlafene Susanne: Na habt‘s es ned was zu besprechen?
Basti: Ich wüsste jetzt nicht was!
Verschlafene Susanne: Ich sage nur “Rouge ou Noir“!
Basti: Rien ne va plus!
Verschlafene Susanne: Was ziehst denn heute an?
Basti: Was ist heut mit dir? Zu lange geschlafen?
Verschlafene Susanne: Na, zu kurz. Hihihi.
Basti: Ich nehme das übliche Outfit. Dem Genie ist nichts zu schwör.
Verschlafene Susanne: Dem Ingenieur!
Basti: Dem Westenthaler?
Verschlafene Susanne: Na! Dem Inscheniöööör is nix zu schwöööör – so heißt das!
Basti: Bei mir ned! Wenn ich immer den gleichen Anzug anzieh, dann glauben die Leute, ich bin a Genie, verstehst?
Verschlafene Susanne: Ein Genie ohne Genierer!
Basti: Und jetzt husch husch aus den Federn und brav arbeiten gehen! „Frag Die Kickl – No.16 – Der Heiland als Heileit für die Leit!“ weiterlesen

Frag Die Kickl – No.15 – Für Gott, Basti und Vaterland!




Hallo Kickl!
Du bist eine echte Funsen, das muss ich schon sagen! Ich finde es nicht in Ordnung, dass du mich unseren geliebten Basti einfach so an die Angie weitergeben willst!
Was hat er nicht alles Großes für dieses unser Vaterland geleistet …

12-Stunden-Tag ohne Überstundenzuschläge, mehr Bekanntheit für Heidi Horten und Christiane Hörbiger, der AMS-Algorithmus, die Registrierung von Wertkartenhandys und, und, und! Da gibt‘s so viel, ich komme aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus.

Ich wollte das nur gemeldet haben! Schande über dich und deine Nachkommen!
Grüße, Selby aus Weidling

Lieber Selby,
es tut mir wirklich sehr leid, dass du meine Intention, das bastianische Genie einer breiteren glücklichen Zielgruppe zugänglich zu machen, so dermaßen missverstanden hast.

Für mich gibt es freilich nur ein einziges Ziel, man möchte fast “Lebenszweck“ sagen, und das lautet:

So wie viele Österreicher habe ich auch unter meinen Vorfahren den einen oder anderen Blaublüter (mütterlicherseits, nicht von der väterlichen Kickl-Seite), weshalb mir die Habsburger besonders lieb sind.

Nun kennen wir ja alle dieses unnötige Habsburgergesetz, das schändlicherweise am gleichen Tag wie das Adelsaufhebungsgesetz beschlossen wurde, nämlich am 3. April 1919. Seitdem darf man sich namentlich auch trotz (ruhm)reicher Vorfahren nicht mehr mit einem hübschen “von“ oder gar einem Titel schmücken.

Was bleibt einem also übrig, als sich dem Einen zuzuwenden, der es schaffen kann, sie alle zu ersetzen – unserem Heiland Basti. Und er hat auch so sehr gute Vorarbeit geleistet, wie ich finde!

Für Gott

Ob unser Basti wirklich, ehrlich und wahrhaftig ein gottesfürchtiger Mann ist, wissen wir freilich nicht. Nur weil er eine ehemals “christlich-soziale“ Partei als Karriereturbo auserkoren hatte, bedeutet das noch lange nicht, dass er selbst ein praktizierender oder gar guter Christ ist. „Frag Die Kickl – No.15 – Für Gott, Basti und Vaterland!“ weiterlesen

Frag Die Kickl – No.14 – Auf Nimmerwiedersehen zum Frühstück





Hallo Kickl!
Wir Berliner haben es nicht leicht in letzter Zeit. Zuerst kommt dieser Blaue angetrabt und versucht sich in zarten Banden mit der AFD. Und jetzt auch noch dieser Kanzlerjunge.
Könnt ihr eure Politiker nicht bei euch lassen? Was ist denn aus dem Grenzzaun geworden, den der ehemalige BIMAZ unbedingt wollte? Wir würden auch zuzahlen …

Grüße, Angie M.

Liebe Angie,
im Namen von ganz vielen Österreichern möchte ich sagen: wir sind euch wirklich, wirklich sehr dankbar, dass ihr unsere Helden zumindest tageweise betreut!

Sogar für ein ordentliches Frühstück wurde gesorgt, was ich persönlich besonders sozial finde!

Besonders nett wäre es gewesen, ihm das eine oder andere Harry Potter-Buch zu schenken. Wenn er doch noch nie eines gelesen hat, der Arme!

Wobei sich dann zwangsläufig die Frage aufdrängt: was hat er denn jemals gelesen, wenn er schon einen Harry Potter nicht schafft? Außer einer Kinderbibel, in der offenbar ganz oft das Wort “Schöpfung“ stand, kann ich mir ad hoc leider nichts vorstellen.

Es scheint ja gerade beim herzigen Basti doch einige deutsche Fans zu geben, die ihn gerne behalten würden. Ganz und fix.

„Frag Die Kickl – No.14 – Auf Nimmerwiedersehen zum Frühstück“ weiterlesen

Frag Die Kickl – No.13 – Sein Kampf oder Brav arbeiten für die Schöpfung





Hallo Cousine Kickl!
Es ist wie eh immer. Wie immer bin ich der Letzte von den Letzten! Und überhaupt habe ich irgendwie das flaue Gefühl, dass mich viele nimmer so mögen, wie es mir zustünde!
Jetzt hamma auch noch einen 35-jährigen Bauernburschen als neuen Generalsekretär!
Ich mein, wen wundert es, dass ich schon mal sicherheitshalber meine Fühler nach Piefkonien, also zu den Deutschen ausstrecke?
Grüße, Bertl aus P.

Lieber Bertl,
mach dir nix draus, dass du der Letzte bist! Das ist keine Schande. Immerhin bist du ja jetzt glücklicherweise wieder in der Opposition!

Erinnere dich … Im September 2018, also noch zu glorreichen BIMAZ-Zeiten, warst du knapp an vorletzter Stelle! Da wurde dir der letzte Platz nur vom oppositionellen Peter Pilz streitig gemacht.

Der arme Basti! Er ist zwar nach dem Bundespräsidenten gemeinsam mit dem Werner auf Platz 1, aber es ist dennoch mit ihm bergab gegangen. Im September 2018 hatte er noch 24 Pluspunkte, jetzt sind es nur noch 19.

Ziemlich gleich ungustiös bzw. nicht vertrauenswürdig blieb auch der Gustl Wöginger. Ach, der Gustl … Oder, wie ihn die Sigi Maurer neuerdings zärtlich und gleichzeitig minimalistisch in der ZIB2 genannt hatte, einfach der “Gust“.

Aber bevor wir uns mit dem wenig vertrauenswürdigen Gust und der noch weniger vertrauenswürdigen Sigi abg‘fretten, kommen wir doch lieber zu dir! „Frag Die Kickl – No.13 – Sein Kampf oder Brav arbeiten für die Schöpfung“ weiterlesen

Frag Die Kickl – No.12 – Spezifisch, selten und ohne Garantie





Servus Kickl,
mir geht diese Fragerei von den Journalisten schon gehörig auf die Nerven. Diese ewige Auf-Fakten-Herumreiterei anstatt mich ordentlich reden zu lassen, das geht so auf die Dauer nicht. Was soll ich tun?
Karli aus Wien Amalia aus Mödling

Liebe Amalia,

ja, es ist ein bitteres Los, wenn man Fragen gestellt bekommt, deren Beantwortung einen absolut nicht interessiert. Es gibt verschiedene Strategien, die ich dir vorschlagen kann:

Der Gegenwind-Klassiker

Was du immer tun kannst, ist dich selbst zur windresistenten Heldin zu stilisieren. Wie du weißt, brauchst du als Heldin von Welt weder Charisma noch (Ge)Wissen. Im Gegenteil wirst du eher zur Heldin, wenn du besonders UNPOPULÄRE Maßnahmen durchdrückst, weil nur das von wahrer Stärke zeugt!

Die Migrations-Variante

Egal, was du gefragt wirst, die “Migration“ geht immer! Also die “illegale“, versteht sich! Nicht, dass du noch über Migrationsströme im Allgemeinen zu fabulieren beginnst.

Besonders gut eignet sich natürlich auch die Kombination mit dem “politischen Islam“. Damit zeigst du sofort, welche Bedrohungen für die Gesellschaft für dich die oberste Priorität haben!

Wenn dann ein renitenter Fernsehmoderator deine Antwort mit der Feststellung

“Ich frage nach schwarzen Netzwerken und Sie antworten mit ‚illegaler Migration‘ und ‚politischem Islam’“

(Armin Wolf, ZIB2, 20.01.2020 zu Karl Nehammer)

zusammenfasst, ist dir die Nominierung für die nächste Goldene Bla Bla Blase bereits sicher!

Den klitzekleinen Nebensatz betreffend Sicherungshaft

“Und ja, es soll IN ERSTER LINIE für Asylwerber gelten“

würde man wegen des Bla-Blas rund um die Migration gar nicht mehr so richtig wahrnehmen.

Die Je-mehr-Aua-desto-besser-Variante

Gerhard Schröder, der einstige Hartz-IV Held, wird heute noch verehrt. Eben wegen des Mutes zu “Entscheidungen, die weh taten.“

Je mehr Aua, desto besser. Also nicht für die Betroffenen, sondern für den Politiker. Besonders mutig gibt sich unsere bastianische Kürzlichkeit, wenn er also einen “noch strengeren Vollzug“ beim Arbeitslosengeld fordert. „Frag Die Kickl – No.12 – Spezifisch, selten und ohne Garantie“ weiterlesen

Frag Die Kickl – No.11 – Der zweite Ritt nach Schasklappersdorf





Liebe Daniela Kickl,

auf dem Grünen Bundeskongress war Flora Lebloch meines Wissens die einzige Rednerin, die das ausverhandelte Regierungsprogramm ernsthaft kritisierte und es aus tiefgrüner Überzeugung ablehnte. Alle anderen hingegen schienen sich schon tierisch aufs Mitregieren zu freuen.

Darum meine Frage:
Muss man die Grünen künftig in Flora und Fauna untergliedern?

Die einen, die inständig hoffen, der (Blüten-)Kelch türkis getürkter Highlights „aus beiden Welten“ möge an ihnen vorübergehen, während es die anderen schon nicht mehr erwarten können, der ÖVP gehorsam die Steigbügel zu halten, sich von ihr dann wirklich besteigen zu lassen und vor Selbstzufriedenheit abschnaubend loszutraben, um den Fernsehwastl auf seinem zweiten Ritt nach Schasklappersdorf zu tragen?

Die Angelobung beim Bundespräsidenten schien meinen Verdacht dann richtig zu erhärten. Da wurden den gefügigen Pferderln ihre Bestallungsurkunden ausgefertigt. Und das neue Regierungsprogramm scheint auch nicht dafür da zu sein, echte Grüne wirklich satt zu machen. Im Gegenteil: Bei dessen türkis-blauschimmeligem Stallgeruch brauchen die grünen Klepper einen richtigen Saumagen, damit sie auch nur einen Bissen davon hinunterkriegen.

Aber es sind genügend Leckerlis darin versteckt, damit sie nicht bocken – um die Mäuler zu stopfen, damit es auf dem Weg nach Schasklappersdorf auch immer klappt, dass sie die Klappe halten. Und so stelle ich mir unser neues Klimaschutzsuperministerium – in metaphorischer Sebastianisierung, das heißt: Verkürzung – wie ein überdimensioniertes Maiskeimringerl vor.

Oder ist diese Interpretation übertrieben?

Fragend schaut, auch freundlich winkt und sendet liebe Grüße
Harald aus Wien
🙂

Lieber Harald,
vielen herzlichen Dank für deine Anfrage und noch mehr – dein Vertrauen.

Mit der Flora Lebloch hast du vollkommen recht. Diese mutige junge Frau nutzte tatsächlich die Gelegenheit, um ihren Unmut kundzutun. So sagte sie beispielsweise am Bundeskongress:

“Das Programm ist neoliberal und reicht nicht aus (…) Kurz ist ein Blender, ein eiskalter Schwindler!“

Um auf deine Frage “Muss man die Grünen künftig in Flora und Fauna untergliedern?“ kurz und knapp zu antworten: Ja, und nicht nur sie!

Warum? Du erinnerst dich sicher an den “Ohrwaschlkaktus“, die zärtliche Liebesbekundung seitens unseres Bumsti für seine Kürzlichkeit, den Basti-Heiland. Diese neue Tradition “Pflanzen- statt Tiernamen“ wurde im Brieferl No. 177 meinem lieben Cousin „Dioptriendistel“ beschrieben.

Die grüne Flora hat also den Ohrwaschlkaktus vielleicht aufgrund ihrer gemeinsamen, pflanzlichen Wurzeln als das erkannt, was er ist.

Allerdings möchte ich auch darauf hinweisen, dass die spezielle Spezies Mantis religiosa Bastiani (kurz MRB), eine Unterart der Mantis religiosa (Europäische Gottesanbeterin), dem Gebiet Fauna zuzuordnen ist.

Seine Kürzlichkeit, wie es sich für einen Heiland gehört, ist jedenfalls sehr wandlungsfähig. Nicht nur der Ohrwaschlkaktus und die Gottesanbeterin stehen ihm zur Verfügung, auch die Rolle des international anerkannten Chamäleons passt total.

“If nothing else, the new coalition shows Mr. Kurz’s skills as a political chameleon.“

Unter diesem Flora/Fauna-Aspekt können wir freilich die gesamte neue Regierung betrachten.

Das Plus-Blümerl (Flora)

Wer, wenn nicht das Plus-Blümerl, ist geeignet, den Finanzminister zu geben und für die Verteilung der Staatseinnahmen verantwortlich zu sein. „Frag Die Kickl – No.11 – Der zweite Ritt nach Schasklappersdorf“ weiterlesen

Neuzugang bei den Unwählbaren




Heute habe ich wieder ein E-Mail erhalten, wie auch Werner Kogler, Michel Reimon, Rudi Anschober, Ulrike Lunacek und viele andere aus Politik und Presse …

***********************************************

Betreff: Neuzugang bei den Unwählbaren

Sehr geehrte Damen und Herren Grüne!

Bisher hielt ich euch für meine „Freunde im Geiste“. Leider zwingen mich das Regierungsprogramm und einige Wortmeldungen eurer Spitzenleute,zu einer traurigen Entscheidung: Ich setze euch auf meine „Liste der Unwählbaren“.

Es ist eine Excel-Liste, aber keine Sorge, ich habe euch nicht in die Zelle zu den Türkisen und den Blauen geschrieben (die befinden sich beide schon immer und für ewig da – sind quasi Gründungsmitglieder). Die teilen sich eine Zelle, tiefe Freundschaften muss man ja nicht gewaltsam trennen.

Ihr habt eine eigene bekommen, aber wenn ihr wollt schreibe ich euch zu den Pinken (ja, die sind auch schon da).

Zur besseren Illustration – ein Bild – das sagt manchmal mehr als Worte.

Schon damals, als eure langjährige Parteichefin zu einem Konzern ging, den die Menschheit nun wirklich nicht braucht, habe ich diesen Schritt in Erwägung gezogen.

Wie man über Jahre hinweg seine wahre Einstellung derart verbergen kann, habe ich bis Heute nicht verstanden.

Oder musste vielleicht nicht allzu viel verborgen werden, weil viele Parteifreunde sowieso aus bürgerlichen Familien mit konservativem Weltbild kommen? (Wöginger-These – ist bekannt, oder?)

Der Hinweis des nunmehrigen Vizekanzlers auf die weit schlimmere Alternative hilft nicht wirklich.

Ihr hättet euch nicht opfern müssen, mit 14% Stimmenanteil, seid ihr nicht verpflichtet das Land zu retten. Wenn die Bevölkerung eine rechtskonservative neoliberale Regierung haben will, dann sollte sie sie gleich richtig bekommen

– ungetarnt sozusagen. Das hätte den Vorteil, dass zumindest langfristig diese leidige Politik von einer Mehrheit eventuell als Fehlentwicklung erkannt worden wäre. „Neuzugang bei den Unwählbaren“ weiterlesen

Frag Die Kickl – No.10 – Im Dschungel der Begriffe




Hallo Kickl,
ich kenne mich im Dschungel nimmer aus. Nicht nur nicht im echten Dschungel, sondern vor allem im Begriffs-Dschungel. Was ist jetzt eigentlich „links“ und was ist „rechts“?
Danke, Sonja

Liebe Sonja,
ich kann deine Verwirrung gut nachvollziehen. Es gibt dazu verschiedene Ansichten, die ich dir hier gerne skizzieren möchte.

Die gesprengte 3-Jahres-Variante

Gestern haben wir von der grünen Klubobfrau Sigi Maurer in der Sendung “Im Zentrum“ folgendes gelernt:

“Na ja, ich glaube, wir haben mit dieser Regierung zwischen ÖVP und Grünen diese Rechts-Links-Definitionen nun endgültig gesprengt“

Es ist also möglich, dass „links“ und „rechts“ vielleicht gar nicht mehr existieren. Dank Sprengmeisterin Sigi können diese schnöden Begriffe angeblich als obsolet betrachtet werden.

Wir können uns aber auch an seiner Kürzlichkeit orientieren und von ihm lernen, dass sich die Zuordnung der Begriffe ändern kann. Denn er hat uns im September 2018 wissen lassen:

“Vieles von dem, was ich heute sage, ist vor drei Jahren noch massiv kritisiert und als rechtsradikal abgetan worden, das hat sich geändert.“

Die Kunden-Produktions-Variante

Man kann auch oder gerade in der Politik völlig ideologiefrei agieren und den Fokus auf die Produktivität legen.

Du kannst dich sicherlich daran erinnern, dass die Wünschelruten-Margarete und Wieder-Digitalisierungs-Ministerin Schramböck uns bereits im November 2018 mit ihren, fast möchte man meinen „philosophischen“ Ansichten zum Thema Bildung vertraut gemacht hat:

“Ich glaube, dass die Gymnasien oft am Markt vorbeiproduzieren“

„Frag Die Kickl – No.10 – Im Dschungel der Begriffe“ weiterlesen

Frag Die Kickl – No.9 – Dasselbe in Grün




Hallo Kickl!
Ich war immer ein großer Fan der FPÖ, von dir persönlich halte ich weniger bis nix. Dennoch möchte ich mich an dich wenden, weil die von der FPÖ schreiben mir nämlich nicht zurück! Ich weiß nicht recht, wie das alles mit der FPÖ weitergeht und ob ich sie weiterhin mögen soll.
Und was habe ich von der neuen türkis-grünen Regierung zu halten?
Grüße, Hubert aus Wien

Lieber Hubert,
ich kann dich beruhigen. Auch wenn es im Moment für den eingefleischten Blauen ein bisserl trüb ausschaut, so hast du doch mehrere Optionen zur Verfügung.

Die Strache-Variante

Solltest du früher ein großer Fan vom HC Bumsti Strache gewesen sein, so tut sich für eine ganz neue Option auf.

„Wir gehen davon aus, dass H.-C. Strache unser Spitzenkandidat wird“

sagt DAÖ-Klubchef Baron.

Und du kannst dich jetzt schon anmelden, um bei der historischen “Gastrede“ am 23. Jänner dabei zu sein. Falls du dich anmelden möchtest – bitte hier:
https://www.daoe-wien.at/

Du musst nur auf den “Da bin ich dabei“-Knopf drücken und schon kannst du dich anmelden.

Ich frage mich ja, ohne irgendwelche Verschwörungstheorien heraufbeschwören zu wollen, ob es Absicht ist, dass die Webseite im Wikipedia-Artikel falsch geschrieben wurde.

Dass Umlaute bei Webadressen selten funktionieren, sollte selbst dem DAU (dümmsten anzunehmenden User) oder eben auch einem DAÖ auffallen. „Frag Die Kickl – No.9 – Dasselbe in Grün“ weiterlesen