#Brieferl No.314 – Ein schwarzer Tag für den Türkisen





Lieber Cousin Herbert,
wie ich bereits am 19. Mai 2019 festgestellt hatte, bin ich der Ansicht, dass das Universum und mit ihr unsere Welt kausal aus einem einzigen Grund immer weiter aus den Fugen gerät: Am Vormittag des Freitag, 17. Mai kam nämlich die Meldung, dass Grumpy Cat dahingeschieden ist. Nichts würde mehr so sein, wie es früher einmal war.

Und der Mai scheint es seither besonders in sich zu haben.

Am 17. Mai 2019 kamen wir in den Genuss, Ausschnitte des Ibiza-Videos zu sehen und am 28. Mai 2019 war der türkis-blaue Spuk ganz vorbei.

Am 14. Mai 2020 hat uns der Basti mit seinem Besuch im Kleinwalsertal unterhalten, wobei selbstverständlich nicht ER dafür verantwortlich war, dass der Corona-Abstand nicht eingehalten wurde, sondern die Leute.

Hatte er gar einen Fehler gemacht?

“Vielleicht hätte man annehmen können, dass wenn man in ein Tal mit 5.000 Einwohner fährt um 21:00 am Abend, dass dort auf einmal dutzende Menschen auf der Straße stehen. Ich habe damit nicht gerechnet! … Natürlich haben Menschen, die den Abstand nicht eingehalten haben, Fehler gemacht, aber ich bitte schon da auch um eine gewisse verständnisvolle Art und Weise für diese Menschen im Kleinwalsertal!”

Heute schreiben wir den 12. Mai 2021 und seine Kürzlichkeit, Basti I. hat finstere Stunden zu durchleben! Vielleicht war die Danksagung an den lieben Gott durch Awakening Austria doch ein bisserl verfrüht!

“Vater wir danken dir so sehr für diesen Mann, für die Weisheit, die du ihm gegeben hast, für das Herz, dass du ihm gegeben hast für DEIN Volk.”

Zwei Institutionen haben den Basti ab heute am Krawattl, wie man so schön sagt: die WKSTA (Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft) und auch noch der VfGH (Verfassungsgerichtshof).

1) Das Ermittlungsverfahren der WKSTA

In der Früh wird bekannt, dass gegen seine Kürzlichkeit, Basti I., seitens der WKSTA ein Ermittlungsverfahren nach der Strafprozessordnung eingeleitet wurde. Begründet wird der Vorgang wie folgt:

“Demnach hat Sebastian KURZ im Untersuchungsausschuss tatsachenwidrig die ab Ende 2017 mit dem gemeinsamen Bestreben, MMag. Thomas SCHMID für die ÖVP zum Alleinvorstand der ÖBAG zu nominieren, geführten  Gespräche und Telefonate sowie den diesbezüglichen Austausch in Chats mit diesem in Abrede gestellt und behauptet, er sei nur informiert, aber nicht  darüber hinaus gehend eingebunden gewesen.”

Das gesamte Dokument gibt es hier:

WKSTA_§_50_StPO_Kurz

Ich habe mir die Protokolle der Nachrichten angeschaut und ja, es ist genau so, wie ich mir das so vorstelle:
Ein Küsschen hier, ein Danke da und ein kleiner Schmäh zur Auflockerung obendrauf. Wie man halt so spricht im Freundes- und Familienkreis.

 

2) Der VfGH hat entschieden

Wir erinnern uns, dass seine Kürzlichkeit, Basti I. 692 E-Mails an den VfGH schicken hat lassen, weil man doch im Zuge eines “umfassenden Suchprozesses” nichts auch nur “abstrakt Relevantes” gefunden hatte, trotz größter Bemühungen!

Das sieht der pingelige VfGH ein bisserl anders:

“2.11.3. Die nur dem Verfassungsgerichtshof – letztlich – vorgelegten 692 Rückmeldungen von Bediensteten des Bundeskanzleramts auf die Aufforderung zur Suche nach abstrakt für den Untersuchungsgegenstand relevanten Akten und Unterlagen sind das Ergebnis des Suchprozesses innerhalb des Bundeskanzleramts; sie entsprechen bei weitem nicht dem Anspruch an eine umfassende Aktenvorlage.”

Vielleicht weil die höchste aller Institutionen vom sinnbildlichen Stinkefinger der Regierungsmitglieder bereits genug hat, wurde auch dieser Satz dem Erkenntnis beigefügt:

“Die Frage, ob E-Mails unwiederherstellbar gelöscht sind, wäre im Rahmen einer allfälligen Exekution gemäß Art. 146 Abs. 2 B-VG zu klären.”

Na, dann drücken wir mal die Daumen! Nein, nicht dem Basti, der wurde ja eh gesegnet und braucht unsere Daumen nicht.

Sondern den Österreichern, die dem Basti vielleicht bald ein unglaublich trauriges Abschiedslied trällern können:

Liebe Grüße,
Cousine Daniela



3 Antworten auf „#Brieferl No.314 – Ein schwarzer Tag für den Türkisen“

  1. Sehr geehrte Frau Daniela,
    wie kommen diese seltsamen Buchvorschläge des noch viel seltsameren Kopp-Verlags in Ihr Brieferl? Das ist doch fast bumstiartig, quasi!

    1. Die Banner, die man bekommt, hängen bitte vom eigenen Surfverhalten ab 😬 Ich bekomme aktuell Sockenangebote, weil ich noch immer lieber online einkaufe 😬

  2. 😂🤣 bei mir ist’s werbung für einen elektrischen “DACIA SPRING” und anpreisung eines buchs mit dem verlockenden (frei übersetzten) titel “verliere die angst und vereinfache dein leben dank dieses leitfadens” eines herrn Wolters Kluwer…
    es geht wohl um das richtige ausfüllen der steuererklärung, das sollte mir tatsächlich zu denken geben…
    …socken könnten allerdings auch ein zeichen sein dass bei euch jemand “Harry Potter” gelesen hat, ich erinner mich da an eine szene… 😁

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.