Lieber Cousin Herbert,
da bist du der erste Innenminister, der von der FPÖ gestellt wird, und schon ist das Ende wieder absehbar! Ich finde es nicht in Ordnung, dass der Basti dich und deine Parteikollegen wie eine heiße Kartoffel fallen lässt. Aber dass der von goaschtiger Natur ist, wissen wir schon lange.
Aber lass uns die Ereignisse chronologisch besprechen.
Begonnen hat alles am Freitag, 17. Mai mit der Meldung, dass Grumpy Cat tot ist. Man hätte daran bereits erkennen können, dass das Universum aus den Fugen geraten wird. Nichts würde mehr so sein, wie es früher einmal war.
Der nächste Bruch im Raum-Zeit-Kontinuum ergab sich aus der Tatsache, dass sich plötzlich Interesse für einen einstellte, der üblicherweise von selbigem eher verschont bleibt, nämlich Gottfried Küssel.
Der hatte nämlich ein Interview in einer deutschen Neonazi-Zeitung gegeben und über deinen Bumsti-Chef gesagt:
„Da gab es einige lustige Auftritte, über die will ich jetzt aber nicht reden, vielleicht brauchen wir das noch einmal“
Die “lustigen Auftritte“ glaubte ihm jeder sofort, weil wir doch die Fotos von den “Paintballspielen“ und seine lustigen Buhrufe mit ausgestreckter Hand im Burgtheater kennen.
Ich finde die Passage “vielleicht brauchen wir das noch einmal“ wesentlich interessanter. Ich könnte mir vorstellen, dass auch er für “Tag X“ lebt und arbeitet und diesen vielleicht schneller herbeiführen will. Und auch kann. Denn wir wissen ja von einem Aussteiger:
“Man lebt als Neonazi für den Tag X, an dem das System zusammenbricht.“
Und dann, gleichsam aus heiterem Himmel, oder eben doch als Folge des tragischen Todes von Grumpy Cat und der damit entstandenen Unruhe im Raum-Zeit-Kontinuum, taucht ein Video vom Bumsti und dem Johann Gudenus auf.
FPÖ-Chef stellte gegen Wahlkampfhilfe Staatsaufträge in Aussicht
„#Brieferl No.192 – Die sexy-heiße Kartoffel“ weiterlesen