#Brieferl No.50 – Mit Schaumrollen zum sauren Apfel in Gold





Lieber Cousin Herbert,

heute darf ich dir gleich dreifach gratulieren!

Gratulation No1: Dies hier ist unser 50-Brieferl-Jubiläum! Hätten wir uns auch nicht gedacht, dass es so viele in so kurzer Zeit sein werden, oder?

Gratulation No2: Du bist noch keine 100 Tage im Amt und hast schon deine erste Klage bekommen. Wegen Amtsmissbrauchs. Das ist vermutlich neuer Rekord. Es gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung! Ich habe mir gedacht, ich mache dir eine Freude und schicke dir eine Kopie mit. Der Dr. Peter Kolba war so nett und hat mir diese zur Verfügung gestellt. Ich nehme an, er wollte dir damit auch eine kleine Freude machen.

Gratulation No3: Aufgrund deiner vielfältigen Verdienste für die Menschen, nein, die gesamte Republik *Trommelwirbel * bumm bumm bumm * verleihe ich dir hiermit den „Sauren Apfel in Gold“! Das ist die höchste Auszeichnung der sauren Sorte, die du von mir bekommen kannst!

Solltest du jetzt nicht mehr genau wissen, was diese Ehrung bedeutet, darf ich dich hiermit auf Brieferl #42 verweisen. „#Brieferl No.50 – Mit Schaumrollen zum sauren Apfel in Gold“ weiterlesen

#Brieferl No.49 – Fette Katzen, Radfahrer und arme Hunde





Lieber Cousin Herbert,

tut mir sehr leid, dass ich erst jetzt wieder ein Brieferl schreibe. Sie haben dir sicherlich schon gefehlt, aber ich war in wichtigen Missionen unterwegs. Zum Beispiel für das Frauenvolksbegehren, weil sich doch weder Männer noch Frauen der Basti&Bumsti-Allianz für Frauenanliegen interessieren.

Andererseits müssen wir es realistisch sehen. Für die Anliegen welcher Menschen interessiert ihr euch denn überhaupt? Also außer für die Anliegen der Großkonzerne, deren Steuervermeidung durch das Country-by-Country-Reporting eingedämmt werden könnte, was der Finanzminister aber nicht will. Aber Großkonzerne gelten halt nicht als Menschen.

Hast du das mit dem Energetiker und dem Krankenhaus Nord gelesen? Auch nicht schlecht, oder? Ich finde es auch gut, dass das jetzt herauskommt, so ist das dumme Wahlvolk wieder einmal abgelenkt von Geheimdienstaffären und Sozialabbau. Das ist immerhin skurril und irgendwie witzig. Wenngleich 95.000 Euro auch kein Lercherlschaß sind, wie man in Wien so sagt. Ich habe übrigens auf diesem Gebiet auch außergewöhnliche Fähigkeiten. Ich bin total gut im Tischerlrücken! Ich habe sogar mein eigenes Ouija Brett! Also wenn es Bedarf gibt, du weißt ja, wo du mich findest!

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#Brieferl No.48 – Das Wunder der Staatsoperette





Lieber Cousin Herbert,

da habe ich mich aber gefreut, als ich dich heute Vormittag live im Fernsehen sehen konnte. Auch wenn du mir wieder einen eher unausgeglichenen Eindruck gemacht hast. Als hättest du dich von der Opposition noch immer nicht verabschiedet.

Ich hatte zunächst gedacht, dass heute der Tag sein wird, an dem ich wieder stolz auf dich sein kann. Weil du zurücktrittst, wegen der Staatsoperette.
https://kurier.at/politik/inland/neue-details-zur-causa-bvt-chronologie-einer-staatsoperette/313.677.408

Na ja, war halt nicht. Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Vielleicht wird es ja noch. Hast du übrigens gelesen, dass dein ehemaliger Parteifreund Peter Westenthaler jetzt ins Gefängnis wandert?
https://kurier.at/politik/inland/westenthaler-muss-ins-gefaengnis/313.735.168

Wie geht es dem KHG eigentlich? Und was tut sich bei den Fragen rund um die illegale Parteienfinanzierung, in die du verstrickt sein sollst? Es gilt sowohl beim schönen KHG als auch bei dir freilich die Unschuldsvermutung!
https://derstandard.at/2000019109015/Wochenzeitung-Kickl-soll-von-Regierungsinseraten-profitiert-haben „#Brieferl No.48 – Das Wunder der Staatsoperette“ weiterlesen

#Brieferl No.47 – Gutmenschen und Schlechtzombies





Lieber Cousin Herbert,

hat dir die Rede vom André Heller auch so gut gefallen wir mir, heute beim Gedenktag an die grauslichen Ereignisse von vor 80 Jahren?
http://tvthek.orf.at/profile/Gedenkakt-anlaesslich-des-80-Jahrestages-des-12-Maerz-1938/13888582/Gedenkakt-anlaesslich-des-80-Jahrestages-des-12-Maerz-1938/13969411

Er war eigentlich eh der Einzige, der wirklich mit Schmackes gesprochen hat. Ich glaube auch zu wissen, warum dein Bumsti-Chef meistens mit verschränkten Armen da gesessen ist. Damit man das Schnackerl nicht so sieht, wenn über Populisten gesprochen wurde.

Mir hat ja besonders an André Hellers Rede gefallen, dass wenigstens einer auf die wahren Probleme dieser unseren schönen Welt hingewiesen hat. Während der Basti, ganz seinem Horizont entsprechend, das „Staatsziel Wirtschaftswachstum“ in der Verfassung verankern will, hat Heller den Klimawandel angesprochen. Aber ich weiß schon, was du mir jetzt antworten willst. Alles nur FakeNews.
Auch hat er uns daran erinnert, dass unser Wohlstand auf der Ausbeutung anderer beruht. Ist aber eigentlich wurscht, man kann sich ja schließlich nicht um alles kümmern, oder?

Außerdem habe ich mich sehr gefreut, dass der Verfassungsgerichtshof die Regelung zur Mindestsicherung in Niederösterreich mit sofortiger Wirkung aufgehoben hat. „#Brieferl No.47 – Gutmenschen und Schlechtzombies“ weiterlesen

#Brieferl No.46 – Geschmierte und Gelackmaierte





Lieber Cousin Herbert,

manchmal habe ich das Gefühl, du schaust zu viele Filme. Und verinnerlichst das Gesehene. Zur Erinnerung: nein, du bist weder der Imperator noch Darth Vader. Und nein, du darfst nicht einfach irgendwelche Polizeitruppen, die du für einzig dir unterstellte Stormtroopers hältst, zu irgendwelchen Leuten schicken!
https://www.profil.at/oesterreich/fall-bvt-hausdurchsuchung-daten-extremismus-referats-9344337

Kannst du dich noch an mein Brieferl vom 7. Februar erinnern?
Brieferl #27 – Ist die FPÖ rechtsextrem?

Und was machst du? Lässt deine „eben doch nicht“-Stormtroopers „bei Hausdurchsuchungen im BVT vergangene Woche auch umfangreiches Datenmaterial des ‚Extremismus‘-Referats kopieren und mitnehmen, das auch Informationen über FPÖ-Burschenschafter umfasst.
Jetzt glauben eh schon so viele Leute, dass ihr rechts vom rechten Eck steht, und dann das! „#Brieferl No.46 – Geschmierte und Gelackmaierte“ weiterlesen

#Brieferl No.45 – Martini, Mann und Abgesang





Liebe Cousine Herberta,

heute wird wieder einmal der Weltmännertag gefeiert. Wobei „gefeiert“ wohl nicht der treffende Ausdruck ist, „begangen“ trifft es vermutlich besser.

Irgendwie habe ich das Gefühl, wir Männer sind so etwas wie Menschen zweiter Klasse. Die Deppen der Nation, nein der Welt. Und das gleichsam seit Anbeginn der Zeit. Da wurde schon Eva von der einzigen Göttin erschaffen und der Adam einfach aus ihrer Rippe geschnitten. Und wen hat die Schlange im Paradies bezirzt, dass er doch den Apfel nimmt? Den Adam natürlich! Diese einzige Göttin hat dann natürlich eine Tochter in die Welt platziert, die sich auch nur mit Jüngerinnen umgeben hat. Und dem einzig relevanten Mann rund um die Geschichte von Jesuine, der Magdalenus, wurde das Flair des umtriebigen Toyboys umgehängt.

Die ganze Menschheitsgeschichte scheint nur von Frauen geprägt worden zu sein. „#Brieferl No.45 – Martini, Mann und Abgesang“ weiterlesen

#Brieferl No.44 – Der Journalist, die Ukraine, die öffentliche Ordnung und ein Einzelfall





Lieber Cousin Herbert,

na das war ja gestern noch eine Aufregung wegen deines „Journalisten“. Schade irgendwie, dass du auf der Facebookseite keine Korrektur deines Irrtums vorgenommen hast. Aber vielleicht war es ja auch gar kein Irrtum, das wäre natürlich möglich. „Journalist“ klingt eben doch besser als „weisungsgebundener Nachrichtenverbreiter“.

Mir wurde eine herzige Internetseite zugetragen, http://polizeicafe.at/. Das ist „Österreichs einzige Internet-Plattform für literaturbegeisterte Exekutivbedienstete.“ Das finde ich wirklich lieb. Da habe ich auch deinen Journalisten gefunden. Hast du eigentlich gewusst, dass mein Papa, also dein Onkel, auch Polizist war?

„#Brieferl No.44 – Der Journalist, die Ukraine, die öffentliche Ordnung und ein Einzelfall“ weiterlesen

#Brieferl No.43 – Und hysterisch dämmert der Basti …





Lieber Cousin Herbert,

gestern habe ich wieder einmal etwas für‘s Leben gelernt. Zum einen habe ich als agnostische Atheistin (oder wahlweise auch umgekehrt) gelernt, dass zumindest der Papst irgendeine Macht zu haben scheint. Oder war es purer Zufall, dass die ÖVP ein Mandat in Kärnten verloren hat, just, als der Basti beim Papst war? Ich glaube nicht. Bemerke an dieser Stelle bitte unbedingt das Wort „glaube“!

Und dann habe ich noch etwas herausgefunden, was mich leider dazu bewegt, dem Basti den „Sauren Apfel in Bronze“ aus dem letzten Brief für seine Verdienste im Rahmen der #AnswerLikeKurz Kampagne wieder abzuerkennen. Weil er den Preis krankheitshalber nicht verdient! „#Brieferl No.43 – Und hysterisch dämmert der Basti …“ weiterlesen

#Brieferl No.42 – Ehrenzeichen, Cojones erster Güte und saure Äpfel





Lieber Cousin Herbert,

immer wieder stelle ich erstaunt fest, welche Politiker mit Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet wurden. Jedoch scheint es sich bei der Verleihung solcher Orden mehr um einen Automatismus zu handeln, als um wirkliche und wahrhafte Verdienste. Zumindest, wenn es um Politiker geht. Da scheint es auszureichen, lange genug einen Sessel im Parlament angewärmt zu haben.

So habe ich mir gedacht, ich führe jetzt auch ein Ehrenzeichen ein. Eine Art „Oscar für herausragende Leistungen“. Der Oscar ist nicht nur ausnehmend cool, er hat auch einen ungeliebten Gegenspieler, die Himbeere. Jedes gute Drama hat ja immer den Protagonisten und den Antagonisten. Ich muss mich an dieser Stelle beim Matthias Strolz bedanken, der mich mit seiner flammenden Rede inspiriert hat.

Wie auch beim Oscar werden hier die Gründe für die jeweilige Verleihung in Form von filmischen Ausschnitten präsentiert.

* Trommelwirbel * bumm bumm bumm * „#Brieferl No.42 – Ehrenzeichen, Cojones erster Güte und saure Äpfel“ weiterlesen

#Brieferl No.41 – Keine Gastfreundschaft mit Krethi und Plethi





Lieber Cousin Herbert,

dieses fade Thema Rauchverbot – ich muss es noch einmal aufgreifen, weil ich glaube, ich weiß jetzt, warum der Bumsti so dagegen ist.

Dazu muss ich jetzt ein bisschen ausholen. Als Raucherin sowie gelernte Wienerin war ich wenig amüsiert, als ich feststellen musste, dass in Irland in keinem einzigen Restaurant oder Pub geraucht werden darf. Nicht einmal irgendwelche Hinterkammerln gibt es. Man muss tatsächlich vor das jeweilige Lokal gehen. Sehr ungemütlich, um nicht zusagen, eine Zumutung. Das waren meine ersten Gedanken.

Nun gewöhnt man sich ja nicht nur relativ schnell daran, sondern im Gegenteil habe ich sehr schnell die Vorteile einer derartigen Regelung ausgemacht. Zum einen stinken ich und mein Gewand nach einem Restaurantbesuch nicht mehr nach Rauch. Sehr angenehm ist das.
Zum anderen ist das Rauchen vor der Türe immer gepaart mit neuen Bekanntschaften. Da trifft man irgendwelche Menschen, mit denen man sonst wohl nie Kontakt hätte und kann mit denen gemütlich tratschen. Super ist das!

Und ich vermute, das ist der Grund für den Bumsti, warum er das nicht will. In den vielen Jahren, die ich für den Magistrat der Stadt Wien gearbeitet habe, war ich ganz in der Nähe vom Parlament stationiert. Und konnte eine interessante Entdeckung machen. „#Brieferl No.41 – Keine Gastfreundschaft mit Krethi und Plethi“ weiterlesen