#Brieferl No.207 – Der Apfel und der Stamm





Lieber Cousin Herbert,

oftmals frage ich mich, wie es sein kann, dass du mit Sprücherln wie damals “Daham statt Islam“ oder aktuell “Rackete ist eine Ikone der Blödheit“ so erfolgreich bist.

Wobei du ja in “guter“ Gesellschaft bist, wenn ich an den orangen Präsidenten aus Übersee denke.

Der Clou an der ganzen Sache ist ja, dass sich die jeweiligen Anhänger nicht nur gut darüber amüsieren, sondern vor allem auch in Kauf nehmen, keinerlei reale Verbesserungen in ihrem Leben von euch erwarten zu können.

Die spannende Frage: warum ist das so? Warum läuft man lieber dem polarisierenden, populistischen Geschwätz hinterher, als sich für die eigenen Rechte einzusetzen? Oder begeistert sich zumindest für jemanden, der dies für einen tut?

Ich hatte das Pech oder auch Glück, je nachdem wie es man es eben sieht, bei Apple in Irland zu arbeiten. Der große, schimmernde Apfel hat in Cork sein European Headquarter. Darüber habe ich auch ein Buch geschrieben.
Ich möchte hier in aller Kürze zusammenfassen, wie das System dort läuft. Und es läuft ziemlich mies, das kann ich dir schon mal verraten. Weshalb ich auch darüber geschrieben habe. Weil nur gemeinsam jammern genau nix verändern wird.

Wenngleich ich weiß, dass es bei anderen Firmen bereits auch so läuft oder am Weg dorthin ist, nehme ich eben Apple, weil ich da aus erster Hand berichten kann.

Und weil der Apfel nicht weit vom Stamm (die Gesellschaft an sich) fällt, habe ich erstaunliche Parallelen entdeckt. Oder sind sie gar eh nicht so erstaunlich?

Das System des Apfels

1) Das Einlullen

Im Zuge des Bewerbungsprozesses (bei mir war es übrigens eine Blindbewerbung) wird einem der Himmel auf Erden zugesichert. Anhand deines Lebenslaufs wissen sie genau, was du kannst und erklären dir ganz genau, was du nicht alles werden kannst.

Natürlich musst du “ganz unten“ beginnen, egal was du kannst. Das macht nichts, denn schließlich ist jeder bereit, das ganze Geschäft von der Pike auf zu lernen, um so letztlich noch besser arbeiten zu können.
Bemühen muss man sich natürlich schon. Aber das ist ja klar.

2) Du kannst nicht gewinnen, bist aber dennoch schuld

Das System bei Apple ist ausgeklügelt. Da haben sie nämlich beinahe unendlich viele Kennzahlen, denen du gerecht werden sollst. Das Praktische aus Sicht des Konzerns dabei: es ist fast unmöglich, alle Zahlen zu erreichen.

Die “beste“ aller Zahlen ist die Klo-Zeit-Zahl. Jeder hat pro Tag 8 Minuten zur Verfügung, um die Toilette aufzusuchen. Blöd halt, wenn der Arbeitsplatz weit weg vom nächstgelegenen Häusl ist. Dann geht sich einmal pinkeln pro Tag gerade mal aus. Keine Sorge, du darfst eh auch während deiner Pausenzeit aufs Klo gehen. Insofern sind die 8 Minuten eh sehr üppig. „#Brieferl No.207 – Der Apfel und der Stamm“ weiterlesen

#Brieferl No.206 – Ist ja irre …





Lieber Cousin Herbert,

kannst du dich noch an die cineastisch zwar nicht sehr wertvolle, aber für verregnete Wochenenden dennoch perfekte Filmreihe “Ist ja irre …“ erinnern?

Ach, die waren so schon schön, findest du nicht?

Schade, dass es diese Filme nimmer gibt. Aber wir haben dennoch Glück. Unsere türkis-blauen Helden würden allemal eine tolle, neue Besetzung abgeben. Ich habe hier bereits zwei Filmtitel ausgearbeitet. Nur für den Fall, dass sich jemand von euch um eine alternative Karriere kümmern müsste.

Ist ja irre – Der Irrtum ist immer und überall

Hauptdarsteller:

Gernot Blümel als Toni Golatsche
Sebastian Kurz als Basti-Heiland

Inhalt:

Toni Golatsche macht sich in jungen Jahren auf, um Karriere in der Politik zu machen. Er weiß, dass dies nicht leicht wird. Also geht er in die Jugendorganisation der Partei seiner Wahl. Außerdem, man kann ja nie engagiert genug sein, macht er reinen Herzens und türkisen Blutes auch bei einigen Vereinen mit. „#Brieferl No.206 – Ist ja irre …“ weiterlesen

#Brieferl No.205 – Geldi, Geldi, Geldi




Lieber Cousin Herbert,

Geld ist ja nicht nur da, um eingenommen und flugs wieder ausgegeben zu werden, es ist auch Inspiration in der Kunstwelt. Man denke an “Nur a Geld nur a Geld ist das schönste auf der Welt“.

Bevor man das schöne Geld aber besingen kann, ist es besser, wenn man welches hat. Und das dann sich selbst und seinen Freunden wie Verbündeten zukommen lassen kann. Lass uns mal kurz die Geschichte des Geldes im türkis-blauen Kontext beleuchten.

Wie wir aus dem Brieferl No.70 wissen, gönnten sich die türkis-blauen Helden 63,4 Millionen / Jahr für Sonderbudgets und persönliche Ratgeber.

Seit dem Brieferl No.189 wissen wir auch, dass der Bumsti, als er noch die Funktion des Sportministers bekleiden durfte, 254.000 Euro für Gratulationen an österreichische Sportler verpulvert hat.

Davon, dass ihr von FPÖ 116.000 Euro für Inserate in rechten Medien ausgegeben habt, will ich erst gar nicht anfangen. „#Brieferl No.205 – Geldi, Geldi, Geldi“ weiterlesen

#Brieferl No.204 – Spaghetti im schwarzen Loch





Lieber Cousin Herbert,

irgendwie habe ich das Gefühl, dass der Large Hadron Collider vom Cern in Genf noch besser funktioniert, als die Physiker dort glauben.

“If micro black holes do appear in the collisions created by the LHC, they would disintegrate rapidly, in around 10^-27 seconds.“

Papperlapp. Das erzählen uns die sicher nur, damit wir nicht dahinterkommen, dass wir uns längst in einem abstrusen Paralleluniversum befinden. Zumindest wäre das eine mögliche Erklärung, warum alles irgendwie, sagen wir es mal vorsichtig, zumindest eigentümlich erscheint.

Schwarzes Loch à la Türkis

Tausende, eigentlich Abertausende waren am 1. Mai 2019 in den Schönbrunner Schlosspark gekommen, um zusammen mit seiner Kürzlichkeit samt türkis-ministerialer Entourage das “Familienfest“ zu feiern. 15 bis 20.000 sollten es gar laut ÖVP gewesen sein.

Ich habe mir dieses hübsche Video dazu angeschaut:

Familienfest 1. Mai 2019 Schloßgarten Schönbrunn

Mir dünkt, dass die “Tausenden“ sich maximal auf die Kosten, jedoch nicht auf die Anzahl der Gäste bezogen.

Macht ja nix. Man ist türkis-großzügig. Neben den XXL-Spendierhosen werden auch schon mal die Teilnehmerzahlen bei diversen Veranstaltungen ein bisserl vergrößert. So auch zuletzt offenbar beim Wahlkampfauftakt in Form einer gemeinsamen Wanderung.

“‘Großzügig geschätzt waren vielleicht 350 Leute vor Ort‘, erzählt ein Fotograf, der in Seefeld im Einsatz war.“

Das hat man davon, dass überall Wetterkameras installiert sind …

https://twitter.com/MiBerchtold/status/1148176618248126464

Aber zurück zum großartigen Familienfest: am 6. Juni kam dann heraus, dass das Festl stolze 231.000 Euro gekostet hat. Auf Kosten der Steuerzahler, versteht sich!

Das schwarze Loch war aber noch größer als angenommen bzw. in der damaligen Anfrage beantwortet. Eh nur um läppische 70.000 Euro, also was soll‘s. Wenn schon ein schwarzes Loch, dann ein großes! „#Brieferl No.204 – Spaghetti im schwarzen Loch“ weiterlesen

#Brieferl No.203 – Fachexperten





Lieber Cousin Herbert,

ist dir auch schon aufgefallen, dass es auf der Welt und speziell in Österreich, muss man festhalten, vor Experten nur so wimmelt?
Und es sind nicht nur schnöde Experten, es sind sogar Fachexperten, an denen wir uns erfreuen dürfen!

Fachexperte Basti

Die paar Semester Jus, die unser Altkanzler inskribiert war, haben sich voll ausgezahlt. So kann er mit juristischer Expertise die einstweilige Verfügung vom Handelsgericht Wien besser lesen. Diese untersagt ihm

öffentlich die Sozialdemokraten bezüglich Herstellung und Veröffentlichung des Ibiza-Videos, das die Karriere von FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache zumindest unterbrochen hat, zu verdächtigen.

Ich habe extra für ihn eine Gratulation verfasst. Ich hoffe, er freut sich darüber.

Fachexperten bei ÖBB und Asfinag

Es kann nur der Fachexpertise geschuldet sein, dass die Aufsichtsräte der ÖBB rückwirkend ab 2018 nicht mehr mit dem läppischen Gehalt von jährlich 9.000 Euro auskommen müssen. Die neuen 14.000 Euro sind da schon angemessener. Pro Sitzung gibt‘s jetzt 800 statt 200 Euro Hungerlohn. So soll es sein! Bei den Aufsichtsräten von der Asfinag wurde eh nur von 4.000 auf 8.000 verdoppelt. „#Brieferl No.203 – Fachexperten“ weiterlesen

#Brieferl No.202 – Goaschtig




Lieber Cousin Herbert,

du weißt es selbst sicherlich am besten: die Goaschtigen (garstig: unfreundlich, ungezogen) sind, ebenso wie die Depperten, immer und überall. Was ich diese Woche an Goaschtigkeiten erleben musste, war nicht mehr feierlich.

Die goaschtige Reporterin

Da war der Basti am Dienstag im “Report“ bei Susanne Schnabl zu Gast. Meine Güte, die Frau Schnabl ist vielleicht eine goaschtige Person. Sie hatte es doch tatsächlich gewagt, seine Kürzlichkeit genauer wegen der nicht so ganz akkurat ausgewiesenen Spenden zu befragen.

Dass der arme Basti naturgemäß eine derartige Goaschtigkeit nicht auf sich sitzen lassen kann, war klar.

“Was mich nur wundert. Warum ist das ein Thema, dass für Sie so problematisch wirkt? … Sobald Spenden an die ÖVP gehen, ist das ein Problem. Ich glaub, Sie sollten nicht den Fehler machen zu unterscheiden zwischen guten Spenden an Van der Bellen, Irmgard Griss oder die Neos und bösen Spenden, sobald sie an die ÖVP gehen.“

Der goaschtige Basti

Der Basti selbst war aber auch ziemlich goaschtig! Na wirklich und ernsthaft! Da holt er dich zuerst in seine Regierung, was eh schon jeden zumindest wundert. Dann lässt er dich schalten und walten, ohne dich auch nur ein einziges Mal irgendwie zu kritisieren. Also zumindest nicht öffentlich.

Nur das eine Mal hatte er den Du-Du-Finger gegen dich erhoben. Sicherheitshalber telefonisch. Du erinnerst dich sicher, als du im Jänner „Ich glaube immer noch, dass der Grundsatz gilt, dass das Recht der Politik zu folgen hat und nicht die Politik dem Recht“ von dir gegeben hattest.

Ha! Das war auch im “Report“! Auch bei der Susanne Schnabl! Diese goaschtige Person hatte sicherlich auch dich in eine Falle gelockt mit ihrer penetranten Fragerei!

Aber zurück zu seiner Kürzlichkeit. Er hat jetzt explizit gesagt, dass er DICH NICHT mehr als INNENMINISTER haben will! Warum? Weil er dich plötzlich für diese Aufgabe als nicht geeignet erachtet! „#Brieferl No.202 – Goaschtig“ weiterlesen

#Brieferl No.201 – Euer Geld für unsere Leut und das G‘impfte





Lieber Cousin Herbert,

es ist schon ein Jammer, nicht wahr? Diese Anpatzerei gegen die ÖVP will und will kein Ende nehmen. Alle scheinen sich nur noch dafür zu interessieren, woher das ganze Geld für den Wahlkampf 2017 kam. Dazu kommt jetzt auch noch, dass so manche Spender nach der Wahl einen hübschen Posten erhalten haben. Was freilich nichts miteinander zu tun haben wird. Die Leute, die da einen Zusammenhang wähnen, sind einfach nur als goaschtig zu bezeichnen.

Wobei ich dir persönlich schon gerne die Frage stellen möchte: warum genau hat dein Kabinett 48 Mitarbeiter gebraucht, wenn dein direkter Vorgänger Sobotka mit 26 und dessen Vorgängerin Mikl-Leitner mit 24 ausgekommen sind? Vom amtierenden Innenminister Peschorn, der aktuell auf 20 reduziert hat, wollen wir erst gar nicht anfangen!

Mich persönlich irritieren ja die sechs Fahrer am meisten. Du weißt schon, dass die kein Ersatz für lahme Polizeipferderln sein können, oder?

Kickls Kabinett: Doppelt so groß wie das seiner Vorgänger

Ich finde das grundsätzlich so toll, dass ausgerechnet die “soziale Heimatpartei“, die immer besonders gegen Postenschacher gewettert hat, offenbar am beherztesten zugegriffen hat. “Euer Geld für unsere Leute“ wäre ein guter Wahlslogan für den Herbst.

“Minister Kickls Mitarbeiter bezogen exorbitante Gehälter“

Aber nun muss ich dir von meiner Kandidatur bei den Grünen erzählen. Ui, da haben sich viele aufgeregt, weil ich doch eine etwas eigenwillige Rede gehalten habe. Wie kam es überhaupt dazu, dass ich mich bei den Grünen beworben hatte? „#Brieferl No.201 – Euer Geld für unsere Leut und das G‘impfte“ weiterlesen

#Brieferl No.200 – Wenn Bastis Blüten blühen …




Lieber Cousin Herbert,

gestern haben wir erfahren müssen, dass dein Ex-Chef, unser aller Bumsti, nun doch sein Mandat im EU-Parlament nicht annehmen wird. Schade, aber verständlich. Ich nehme an, dass er sich um den kleinen Hendrik kümmern wird, während die Mama im Nationalrat sitzt

So soll es sein! Mama geht arbeiten und Papa passt aufs Baby auf. Hätte ich ihnen gar nicht zugetraut, eine dermaßen schrecklich moderne Familie zu sein, ich gestehe es.

Erinnerst du dich an das Brieferl No.54, in dem wir den Global Peace Index besprochen hatten?

“Geht der positive Frieden zurück, werden Länder anfällig für populistische politische Bewegungen“

Stell dir nur vor – da ist Österreich jetzt von Platz 3 auf Platz 4 herunter gepurzelt!

Dein Verdienst? Sicherlich nicht alleine, schon gemeinsam mit dem Basti, so fair müssen wir sein!

Ach, war das am Sonntag nicht schön, als er da in der Stadthalle für sich beten hat lassen …

„Vater, wir danken dir so sehr. Für die Weisheit, die du ihm gegeben hast. Für das Herz, das du ihm gegeben hast für dein Volk“

Das zeigt uns, dass Ben Fitzgerald ein sehr bescheidener Mann sein muss. Immerhin bedankt er sich selbst für minimalst vorhandenen Dinge. „#Brieferl No.200 – Wenn Bastis Blüten blühen …“ weiterlesen

#Brieferl No.199 – Norbsi, der Heizlüfter und Philippa, die Fixstarterin





Lieber Cousin Herbert,

irgendwie, ich muss es gestehen, kenne ich mich nimmer ganz aus, was genau du eigentlich willst. Weil sooooo lange ist es jetzt auch wieder nicht her, dass du dich bei seiner Kürzlichkeit in Form eines Angebots eingeschmeichelt hast. Und auch gleich freundlicherweise darauf hingewiesen hast, dass du mit deiner Arbeit im Innenministerium auch noch nicht fertig bist.

Und heute hast du eine Pressekonferenz gegeben um von “angeblichen ÖVP-Netzwerken im Innenministerium“ zu erzählen, denen du auf der Spur sein willst. Am besten hat mir die Phrase “es geht um die alte ÖVP hinter der türkisen Fassade“ gefallen.

Ich finde ja, du solltest dich doch irgendwie entscheiden: entweder du suchst weiterhin die emotionale Nähe zum Basti (vermutlich getrieben von der Hoffnung auf ein weiteres Mal Minister-Sein) oder aber du setzt auf eine Karriere als “Aufdecker der Nation“. Ich habe das Gefühl, beides wird nicht funktionieren.

Witzig übrigens, dass die im Innenministerium gar nix davon wissen:

“Laut ihm (also dir) sollen derzeit Anklagen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) gegen Spitzenbeamte des Innenministeriums „auf dem Weg“ sein, was die Behörde noch nicht bestätigen konnte.“

Aber gut, das sind wir ja gewohnt. Wir warten doch auch immer noch gespannt wie die Pfitschipfeile auf die Verwirklichung der Ankündigungen des nunmehrigen Volksanwalts Walter Rosenkranz. „#Brieferl No.199 – Norbsi, der Heizlüfter und Philippa, die Fixstarterin“ weiterlesen

#Brieferl No.198 – Eine Frage der Politik oder 11.822 Tage





Lieber Cousin Herbert,

wir haben uns doch schon des Öfteren in unserer netten Konversation hier darüber unterhalten, was einen guten Politiker oder auch Politikerin ausmacht. Wenn du dich bitte beispielsweise an das Brieferl No.74 – Harmonisch durch die Grillsaison erinnerst, in dem wir folgendes besprochen hatten:

“Ich frage mich, wie man es anstellen könnte, dass überhaupt nur gefestigte Persönlichkeiten ins Parlament kommen. Menschen, die Überzeugungen haben, zu diesen stehen und sich vom System nicht korrumpieren lassen.“

Dazu passend hat mir ein Fan die Ansichten eines Basti-Jüngers zukommen, der seine Leidenschaft für den Heiland am Geilomobil wie folgt beschreibt:

“Ganz einfach, weil er die goldene Mitte repräsentiert. Keine extremen Roten, die Jeden und Alles ins Land lassen und keine extremen Blauen, die Keinen mehr ins Land lassen wollen. Er mit seiner Ruhe, seiner Ausstrahlung hat bereits und wird wieder Stabilität bringen. Mit seiner jugendlichen Dynamik wird er Österreich wieder nach vorne bringen und die verkrusteten Strukturen der früheren Regierungen verändern. Und genau das ist es, was die Mehrheit der Österreicher auch möchte. Einen klaren, dynamischen, eloquenten und in der Welt bereits sehr geschätzten Bundeskanzler. Es hätte auch mit den Blauen funktionieren können, wenn die nicht so einen bodenlosen Unsinn gemacht hätten. Echt schade!“

Wie sich die Menschen doch hinters türkise Licht führen lassen, nicht wahr? Das hat er schon gut hinbekommen, der Basti, dass er den Leuten eingeredet hat, nur mit ihm gäbe es Stabilität. Und du hast ja auch immer dein Scherflein dazu beigetragen, indem du immer von der notwendigen Erhöhung der Sicherheit und der Überwachungsmaßnahmen fabuliert hast.

Auch dieses konsequente Ignorieren der früheren ÖVP-Regierungsverantwortung scheint sich bis zu den Getreuen ordnungsgemäß zwar inhaltlich falsch, aber dennoch durchgesprochen zu haben.

Nur zu Erinnerung: von 21. Jänner 1987 bis 3. Juni 2019 war die ÖVP in der Regierung. Also ganze 32 Jahre, 4 Monate, 14 Tage. Oder 11.822 Tage. „#Brieferl No.198 – Eine Frage der Politik oder 11.822 Tage“ weiterlesen